Alle Informationen rund um die Holzpellets Preise

Die Pelletheizung gilt als eine umweltschonende, effizient arbeitende und zugleich zukunftsorientierte Heizung. Der dafür notwendige Rohstoff, die zusammengepressten Pellets, sind als quasi unendlich vorhandene Ressource zudem nicht ganz so stark Schwankungen unterlegen. Das sieht bei Heizöl oder Erdgas anders aus. Unterschiede zwischen den Jahreszeiten und auch im 10-Jahres-Mittel existieren aber dennoch. Deshalb ist es ratsam, sich näher mit den Holzpellets Preisen und absehbaren Entwicklungen zu befassen.

Holzpellets Preise: Entwicklung und Unterschiede zwischen den Jahreszeiten

Insgesamt lagen die Bezugspreise für Pellets auch im Jahr 2016 unter denen von Gas und Heizöl. Pellets erreichen hierbei einen durchschnittlichen Preis von rund 4,70 ct/kWh, während das Heizöl bei 5,74 ct/kWh und das Gas sogar bei 6,29 ct/kWh rangiert. Bei einem Vergleich der Rohstoffe ist es indes immer wichtig, sich nicht an der Menge in Liter, m³ oder kg zu orientieren. Besser ist es, die Leistung in Kilowattstunden gegenüberzustellen. Dabei zeigt sich dann deutlich, dass die Holzpellets Preise unter denen von Erdgas und Heizöl liegen.

Holzpellets Preise könnten in den kommenden zehn Jahren steigen

Weitere positive Tendenzen lassen sich in der Entwicklung der Preise feststellen. Während es sich bei Öl und Gas um fossile und damit endliche Brennstoffe handelt, stammen die Pellets aus einer ständig nachwachsenden und damit quasi unendlich verfügbaren Ressource. Experten gehen dennoch davon aus, dass auch die Holzpellets Preise in den kommenden zehn Jahren steigen könnten. Das liegt schlicht daran, dass immer mehr Menschen den Umstieg weg von fossilen Brennstoffen und hin zu erneuerbaren Energien suchen. Die Nachfrage steigt folglich, welche sich zwangsweise auf das Angebot auswirken wird.

Holzpellets Preise können je nach Saison schwanken
© panthermedia.net /  jirkaejc

Pellets mit Bedacht bestellen

Mit Hinblick auf die Entwicklung der Holzpellets Preise stehen Verbrauchern erhobene Datensätze von neutralen Instanzen zur Verfügung. Darunter beispielsweise der des Centralen Agrar-Rohstoff-Marketing- und Entwicklungs-Netzwerks e.V. Dieser ist ein in Deutschland ansässiger Verein, welcher kurz mit "C.A.R.M.E.N." abgekürzt wird. Der Verein veröffentlicht regelmäßig Prognosen für künftig zu erwartende Entwicklungen und Preisschwankungen.

Unterschiede existieren außerdem zwischen den Jahreszeiten. Wie immer bei Rohstoffen, die zu einem festgelegten Zeitpunkt bestellt werden. Weil die Nachfrage in der warmen Jahreszeit geringer als im Winter ausfällt, wirkt sich das für Verbraucher direkt auf den Endpreis aus. Wer seine Pellets mit Bedacht bestellt, kann also seine jährlichen Heizkosten reduzieren, ohne sich direkt dem Verbrauch zu widmen.

Die Qualität als weitere Variable für die Holzpellets Preise

Während Strom beispielsweise keinerlei qualitative Unterschiede aufweist, ist das bei den Holzpellets nicht der Fall. Hier lassen sich durchaus Unterschiede in der Qualität festmachen. Angebote, die sich spürbar unter dem Richtwert von 200 Euro pro Tonne bewegen, gelten deshalb als unseriös. Solche Preise können mit tatsächlich hochwertigen Pellets nicht gehalten werden.

Hochwertige Pellets sind indes aber notwendig, um tatsächlich möglichst viel Energie pro eingesetztem Kilogramm Pellets zu erzielen. Qualitative Unterschiede existieren folglich im Brennwert (der Leistung) aber auch in dem Schadstoffanteil. Dieser sollte sich auf einem möglichst niedrigen Niveau bewegen.

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Bei der Analyse der Holzpellets Preise und einer anstehenden Bestellung sollten deshalb immer Pellets mit identischer Qualität untereinander verglichen werden. Für eine gute Qualität bei Holzpellets steht das DINplus-Siegel. Das europaweit verfügbare ENplus-Zertifikat bescheinigt ebenfalls, dass die jeweiligen Pellets der hohen Norm und EU-Richtlinie treu bleiben. Für minderwertige Ware ohne diese Siegel teilweise günstigere Holzpellets Preise zu zahlen, ist indes nicht empfehlenswert. Die reine Ersparnis verpufft spätestens dann, wenn die Pellets einen schlechteren Brennwert besitzen und folglich viel weniger Leistung als erwartet liefern.

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