Umweltfreundlich: Richtig heizen mit Holz

Richtig heizen mit Holz ist sparsam, sicher und darüber hinaus auch umweltfreundlich. Denn wer weiß, wie ein Holzheizgerät richtig zu bedienen ist, kann die Feinstaubbelastung im Betrieb messbar senken. Der folgende Beitrag gibt Tipps, wie das richtige Heizen mit Holz funktioniert. Und zwar vom Anfeuern bis zum Ende des Heizbetriebs. 

Die passende Technik zum Heizen mit Holz

Eine Holzheizung sorgt für viel Gemütlichkeit in den eigenen vier Wänden. Sie spendet wohlige Wärme und ist darüber hinaus auch noch umweltfreundlich. Geht es um das richtige Heizen mit Holz, stehen Haubesitzern dabei zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung. Diese lassen sich in Heizgeräte zur Raumaufstellung und Zentralheizkessel unterscheiden.

Richtig Heizen mit Holz im Kamin
© Rawf8 | Fotolia

Öfen, Kamine für die Aufstellung im Raum

Eine Holzheizung zur Raumaufstellung versorgt in erster Linie ihren Aufstellraum mit Wärme. Sie arbeitet mit Pellets oder Scheiten und ist in Form von Kaminen oder Öfen erhältlich. Während viele Geräte die Verbrennungswärme direkt an den Raum abgeben, speisen andere einen Teil davon in das Heizsystem ein. Möglich ist das durch einen Wärmeübertrager, der das Heizungswasser am Feuerraum oder am Abgassystem vorbeiführt.

Zentralheizkessel für Scheitholz und Pellets

Richtig heizen mit Holz können Hausbesitzer aber auch mit einer zentralen Heizungsanlage. Hier kommen vor allem moderne Scheitholz- oder Pelletheizungen zum Einsatz. Ein typisches Beispiel für die Scheitholzheizung ist der Holzvergaserkessel. Er ist in der Regel von Hand zu befüllen, arbeitet dann aber lange und effizient. Möglich ist das durch seine spezielle Konstruktion, die die Phasen der Verbrennung räumlich trennt. Noch einfacher funktioniert eine Pelletheizung. Denn die verbrennt gepresste Holzstäbchen aus industriellen Abfällen vollautomatisch. Dazu bestehen moderne Anlagen neben dem Kessel auch aus einem Lager und einer Fördereinrichtung.

Richtig heizen mit Holz: Der optimale Heizbetrieb  

Vor allem bei Kaminen oder Öfen ist das richtige Heizen mit Holz besonders wichtig. Denn es sorgt für eine effiziente Verbrennung und mindert die dabei entstehenden Emissionen. Die folgenden Tipps zeigen, wie sich ein Holzofen einfach anzünden und betreiben lässt.

Das Anzünden der Scheite im Ofen

Damit die Holzheizung schnell auf hohe Betriebstemperaturen kommt, müssen Hausbesitzer bereits beim Anzünden genau vorgehen. Richtig heizen mit Holz funktioniert hier zum Beispiel mit Anzündwürfeln, Anzündkissen oder Zündwolleanzündern. Darüber hinaus sollten Verbraucher auch einige etwa fingerdicke Holzspalten und Holzscheite mit einem Umfang von nicht mehr als 20 Zentimetern in den Feuerraum legen. Brennbare Flüssigkeiten, behandelte Hölzer, Sperrholzreste, Rindenbriketts, Kunststoffe oder Abfälle gehören hingegen nicht in den Ofen.

Der eigentliche Anzündvorgang unterscheidet sich je nach Bauart des Ofens. Ist dieser mit einem Rost ausgestattet, lässt sich das Feuer einfach von unten entfachen. Dazu werden die Anzündhölzer zusammen mit den Anzündhilfen auf den offenen Rost gelegt. Darüber kommen anschließend die ersten Scheite. Hat der Ofen keinen Rost, legen Hausbesitzer Anzündhölzer und Anzündhilfen einfach oben auf die Holzscheite.

Wichtig: Richtig heizen mit Holz verbraucht vor allem beim Anzünden viel Sauerstoff. Hausbesitzer sollten daher sicherstellen, dass die Verbrennungsluftzufuhr voll geöffnet ist. Wie das im Einzelfall funktioniert, können sie den Herstellerunterlagen entnehmen. 

Richtig heizen mit Holz im Heizbetrieb  

Brennen die eingelegten Scheite vollständig, können Hausbesitzer die Luftzufuhr wieder reduzieren. Auch hier finden Sie in den Herstellerunterlagen Informationen darüber, wie sie die richtige Einstellung vornehmen können. Sind die Flammen nur noch klein, können neue Scheite vorsichtig eingelegt werden. Am besten funktioniert das, wenn Hausbesitzer die Glut zu einem einheitlichen Bett zusammenschieben und die Scheite mit der Spaltkante nach unten einlegen. Die Verbrennungsluftzufuhr ist dann so lange zu öffnen, bis auch das nachgelegte Holz vollständig entzündet ist.

Wichtig: Werfen Hausbesitzer die Scheite beim Nachlegen in den Ofen, können sie dessen Auskleidung beschädigen. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass Glut austritt Brandschäden verursacht.

Wenn der Heizvorgang zu Ende geht

Wird keine Wärme mehr benötigt, lassen Hausbesitzer das eingelegte Holz einfach abbrennen und schließen dann die Verbrennungsluftzufuhr. Auf diese Weise geht die wertvolle Heizwärme nicht über den Schornstein verloren und die Innentemperaturen sinken langsamer. Außerdem sollten Verbraucher darauf achten, dass auch vermeintlich abgekühlte Asche heiße Glut enthalten kann. Zum Austragen eignet sich dabei am besten ein metallischer Eimer mit Deckel. 

Ausführliche Information hierzu finden Sie auch im Beitrag „Sicher heizen mit Kaminen und Öfen“.

Richtig heizen mit Holz: Die Brennstofflagerung

Für das richtige Heizen mit Holz kommt es neben dem eigentlichen Heizbetrieb vor allem auch auf die eingesetzten Brennstoffe an. Denn nur wenn diese trocken genug sind, lassen sie sich sparsam und sauber verbrennen. Die folgenden Tipps helfen dabei:

  • Holzscheite nach dem Spalten zeitnah stapeln
  • zum Spalten eignen sich Hölzer, die stärker als fünf Zentimeter sind
  • Holzstapel mit Abstand zur Hauswand an der Süd- oder Westseite aufstellen
  • Rundhölzer oder Paletten schützen vor Feuchtigkeit von unten
  • Planen schützen das Brennholz vor Schnee und Regen

Richtig heizen mit Holz können Hausbesitzer vor allem dann, wenn sie im Haus einen Tagesbedarf Brennholz lagern. Dabei steigt der Trocknungsgrad und die Verbrennung ist effizienter. 

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Richtig heizen mit Holz spart Geld und schont die Umwelt. Denn nur wenn Hausbesitzer die Verbrennung optimal gestalten, läuft diese effizient und sauber ab. Neben dem Einsatz geeigneter Technik kommt es dabei vor allem auf das Anzünden und den günstigen Heizbetrieb an. Auch die Brennstofflagerung kann sich spürbar auf die Heizkosten und die beim Heizen entstehenden Emissionen auswirken. Wichtig ist dabei vor allem, dass die eingelegten Scheite trocken genug sind.

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