Pelletofen: Mit der Förderung Kosten sparen

Vor allem in den vergangenen Jahren nahm die Bedeutung von Pelletheizungen und -öfen in Deutschland zu. Die Wärmeerzeugung durch das Verbrennen der kleinen gepressten Holzstäbchen ist umweltschonend und energieeffizient. Doch je nach den eigenen Wärmebedürfnissen und Ausstattung des Pelletofens steht am Anfang eine relativ hohe Investitionssumme. Um den Einsatz nachwachsender Rohstoffe zu honorieren, gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten, mit denen sich der finanzielle Aufwand reduzieren lässt.

Pelletofen – Allgemeines zur Förderung

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass sich ein Pelletofen und eine Pelletheizung vor allem in ihrer Größe unterscheiden. Der Ofen ist eine Einrichtung für den kleinen Wärmebedarf und dem bekannten Kaminofen gar nicht unähnlich. Dabei setzt sich der Pelletofen verhältnismäßig einfach aus wenigen Bestandteilen zusammen: Vorratstank, Brennkammer, Zünddraht. Die Wärmeerzeugung findet direkt im Wohnbereich statt und nicht über die Erwärmung des Heizwassers wie bei einer Pelletheizung.

Dabei heizen einfache Pelletöfen nur über die Strahlungswärme und leisten im Schnitt zwischen zwei und acht Kilowattstunden. Daneben gibt es auch komplexere Modelle, die noch effizienter arbeiten und Leistungen von 12 oder 15 Kilowattstunden erreichen, sogenannte wasserführende Pelletöfen. Diese können auch in das bestehende Heizsystem integriert werden. Die Heizung und den Pelletofen bezüglich der Förderung zu unterscheiden, ist wichtig. Denn es existieren unterschiedliche Fördermodelle und –summen.

Pelletofen: Vor der Förderung die Kosten kennen

Die Kosten für einen Pelletofen sind stark von dessen Nenn- und Wärmeleistung abhängig. Bei den sogenannten Warmluftgeräten, die vor allem Strahlungswärme abgeben, liegen die Preise zwischen etwa 1.800 und 5.000 Euro. Wasserführende Geräte haben eine Wassertasche. Das darin erhitzte Wasser wird in den Heizkreislauf eingespeist. Bei einem solchen Pelletofen ist mit einem finanziellen Aufwand zwischen 4.000 und 9.000 Euro zu rechnen. Die Kosten beziehen sich jeweils auf die Anschaffung und die Installation des Pelletofens.

Das Bild zeigt Pellets vor einem Einzelofen und symbolisiert damit einen Pelletofen. Eine Förderung ist dafür im Übrigen möglich.

Pelletofen: Höhe der Förderung

Hauptanlaufstelle, wenn Sie für den neuen Pelletofen eine Förderung beantragen möchten, ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle; kurz: BAFA. Für einen Pelletofen erfolgt die Förderung jedoch nur, wenn dieser wasserführend ist und eine Wassertasche besitzt. Dabei liegt der Mindestförderungsbetrag bei der sogenannten Basisförderung für Öfen mit einer Nennwärmeleistung von fünf bis 25,0 Kilowatt bei 2.000 Euro. Für einen Pelletofen mit einer Nennwärmeleistung ab 25,1 und bis maximal 100 Kilowatt umfasst die Förderung: 80 Euro je Kilowatt. Die Mindestförderungssumme liegt jedoch bei 2.000 Euro je Anlage.

Pelletofen: ergänzende Förderung

Neben der Basisförderung stellt das BAFA auch eine Innovationsförderung. Der Mindestförderungsbetrag liegt bei 3.000 Euro, wenn der Pelletofen mit Wassertasche über einen Partikelabscheider (Minderung der Partikel in den Abgasen) verfügt. Dies gilt jedoch nur für Bestandsgebäude. Für einen Ofen im Neubau bekommen Sie lediglich 2.000 Euro.

Daneben bestehen folgende Fördermöglichkeiten:

  • bestehenden Pelletofen nachrüsten (Brennwertnutzung oder Partikelabscheidung): 750 Euro
  • in Kombination mit einer Solaranlage oder einer Wärmepumpe: 500 Euro
  • Anschluss an das Wärmenetz: 500 Euro
  • Effizienzbonus (Anforderungen KfW 55): zusätzliche 50 Prozent der Basis- oder Innovationsförderung
  • Optimierungsbonus: zehn Prozent der Nettoinvestitionskosten (maximal 50 Prozent der Basisförderung

Pelletofen – Förderung: Den Antrag richtig stellen

Möchten Sie für den neuen Pelletofen eine Förderung in Anspruch nehmen, ist eine Antragstellung verpflichtend. Dabei sind folgende Unterlagen vollständigen beim BAFA einzureichen:

  • Förderantrag
  • Erklärung des Fachunternehmens, inklusive der Bestätigung zur Durchführung eines hydraulischen Abgleichs
  • vollständige Rechnung mit Adresse des Antragstellers

Für die Nutzung des Kombinationsbonus muss für die Solarthermie ein separater Antrag gestellt werden. Der Effizienzbonus kommt Ihnen nur dann zu Gute, wenn Sie zusätzlich zu den oben genannten Unterlagen einen Nachweis zum Energiebedarf des Gebäudes beilegen.

Beantragen Sie für den Pelletofen eine Förderung, muss dies ab dem 1.Januar 2018 noch vor der Umsetzung der Maßnahme oder dem Vertragsschluss mit dem Installateur erfolgen. Für 2017 gilt eine Übergangsfrist. Bis zum 31.12.2017 kann die Antragstellung auf Förderung noch innerhalb von neun Monaten nach der Inbetriebnahme erfolgen. Wurde der Auftrag jedoch bereits 2017 erteilt und die Inbetriebnahme folgt erst im Jahr 2018, ist bestenfalls eine Erklärung zur Inanspruchnahme der Übergangsregelung beim Bundesamt einzureichen.

heizung.de Redakteurin Jeannette Kunde

Fazit von Jeannette Kunde

Für einen Pelletofen ist eine Förderung in Betracht zu ziehen, wenn dieser mit einer Wassertasche ausgestattet ist. Ein Gerät, welches nur Strahlungswärme erzeugt, ist davon ausgeschlossen. Kombinieren Sie noch weitere energieeffiziente und umweltschonende Maßnahmen mit einem wasserführenden Pelletofen, sind zusätzliche Förderungsbeträge möglich. Der Antrag ist beim BAFA rechtzeitig zu stellen, ab 2018 noch bevor die Installation erfolgt.

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