Den Kamin richtig heizen 

Ein Kamin schafft nicht nur wohlige Wärme, sondern auch eine heimelige Atmosphäre. In den vergangenen Jahren haben sich viele Hausbesitzer für einen Kaminofen im Wohnbereich entschieden. Doch um den Kamin richtig zu heizen, sind einige Aspekte zu beachten. Dazu gehören das richtige Brennholz sowie die regelmäßige Reinigung und Wartung des Ofens.

Wie einen Kaminofen richtig heizen – die besten Tipps

Ein Kamin sorgt für Behaglichkeit durch die Wärmestrahlung des offenen Feuers. Damit dies jedoch gewährleistet ist, sollte die Verbrennung des überwiegend in Form von Scheitholz verwendeten Materials weitestgehend vollständig erfolgen. Das heißt auch, dass möglichst wenig Ruß entsteht. Dabei spielt neben dem Trockenheitsgrad des Holzes die Luftzufuhr und damit insbesondere der Sauerstoff der zugeführten Luft eine Rolle.

Damit ist es für Verbraucher wichtig, vorab einige Faktoren unterschiedlicher Modelle abzuklären und zu vergleichen. Das heißt in erster Linie, den passenden Kamin entsprechend der eigenen Bedürfnisse zu finden. Eine Beratung durch den Fachmann ist unerlässlich. Denn im Hinblick auf die restliche Heizungsanlage sollte die Dimensionierung des Kamins oder Ofens stimmen. Außerdem kann dieser Ihnen dabei helfen das für Sie beste Modell zu finden. 

Kamin richtig heizen: Das passende Modell auswählen

Wird landläufig vom Kamin gesprochen, kann dies unterschiedliches meinen. Denn in der Regel ist der Kamin ein Bauwerk, welches zum Gebäude gehört. Dabei unterscheiden die Experten zwischen geschlossenen und offenen Modellen. Ein Ofen hingegen steht in den meisten Fällen frei im Raum und besitzt einen geschlossenen Feuerraum, der über eine Tür oder Klappe bestückt werden kann. In den letzten Jahrzehnten hat sich daneben der sogenannte Kaminofen etabliert. Dabei können die Bewohner die Flammen hinter einer verglasten Tür oder Klappe beobachten.

In jedem Falle können ein Kaminofen und ein klassischer Kamin nur dann richtig heizen, wenn Sie auch den passenden Brennstoff verwenden. 

Das Bild zeigt einen Kamin, den Sie richtig heizen mit passendem Scheitholz, um Wärme und Gemütlichkeit zu schaffen. 
© AlexMaster / Fotolia

Der Brennstoff sollte zum Kamin passen 

Abfälle jeglicher Art sollten nicht in einem Kamin landen. Denn neben giftigen Nebenprodukten, welche bei der Verbrennung entstehen, kommt es generell zu übermäßigen Verunreinigungen der Anlage. Möchten Sie einen Kamin richtig heizen, sollten Sie darauf verzichten. Welche Brennstoffe für den Betrieb im Holzofen zugelasen sind, verrät die „Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes“ (1. BImSchV).

Den Kamin richtig heizen nur mit dem richtigen Brennholz

Der klassische Kamin oder Kaminofen wird mit sogenanntem Scheitholz betrieben. Dabei sollten Sie für eine geringe Restfeuchte (bestenfalls mit maximal 20 Prozent) möglichst trockenes Brennholz verwenden. Das verhindert außerdem, dass sich übermäßig Qualm bildet. Um mit dem Kamin richtig zu heizen, ist eine sorgfältige Planung diesbezüglich unerlässlich. Denn um einen solchen Grad an Restfeuchte zu erreichen, muss das Holz mindestens zwei bis drei Jahre lagern.

Mit Holz von Laubbäumen können Sie in der Regel nichts falsch machen. Denn diese besitzen zumeist eine lange Brenndauer. Einige Nadelholzgewächse verbrennen sehr schnell wie Fichte oder Kiefer. Mitunter verunreinigen die im Holz der Nadelbäume enthaltenen Harze den Kamin, auch wenn sie angenehm duften und für das typische Knistern beim Holzfeuer sorgen.

Alternative Brennstoffe, um einen Kamin richtig zu heizen

Neben dem klassischen Holzkamin, gibt es je nach Art des verwendeten Brennstoffs folgende Unterscheidung:

  • Gel-Kamin
  • Bioethanol
  • Pellet-Kaminofen
  • Gaskamin
  • Elektrokamin

Auch hier ist es wichtig, um den Kamin richtig zu heizen, den passenden Brennstoff zu verwenden und den Empfehlungen des Herstellers zu folgen. 

Den Kamin richtig anzünden

Damit die Verbrennung möglichst vollständig erfolgt, sollten Sie nicht nur für einen guten Ausgangsstoff und eine optimale Luftzufuhr sorgen, sondern auch beim Anzünden einiges beachten. Im Gegensatz zum Betrieb sollten Sie zum Anmachen Weichholz benutzen, wie Fichte oder Ähnliches, da dieses schnell verbrennt und viel Hitze in kurzer Zeit produziert. Um den Kamin richtig zu heizen in dieser Anfangsphase ist zudem darauf zu achten, dass das Holz eher eckig und flach ist. Da runde Hölzer weniger Angriffsfläche für die Flammen bieten. Wenn Sie den Kamin richtig anzünden möchten, sollten Sie bestenfalls die kleinen Späne des Weichholzes über dem Kaminanzünder zu einem Zelt anordnen. Damit beschleunigen Sie den Prozess. 

Den Kamin richtig heizen: Reinigung und Wartung

Neben dem richtigen Holz bzw. Brennstoff und der optimalen Dimensionierung sollten Besitzer den Kamin regelmäßig reinigen und warten. Haben Sie alle bisher erwähnten Tipps berücksichtigt, fällt weniger Asche an und die Glasascheibe bei einem Kaminofen verrußt nur wenig.

Sollten sich unverbrannte Rückstände in der Asche befinden, können Sie die Luftzufuhr entweder selbst regeln oder sich durch einen fachkundigen Experten unterstützen lassen. Generell sollte eine regelmäßige Wartung durch diesen erfolgen. 

heizung.de Redakteurin Jeannette Kunde

Fazit von Jeannette Kunde

Um einen Kamin richtig zu heizen, sollten Sie neben einer guten Qualität des Holzes auch auf eine regelmäßige Reinigung achten. Besitzen Sie einen Kamin, der mit einem Alternativ-Brennstoff betrieben wird, ist es ratsam, sich an den Empfehlungen des Herstellers zu orientieren. In jedem Falle sind vor dem Kauf ein Vergleich sowie eine Fachberatung zu den verschiedenen Modellen in Betracht zu ziehen. 

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