Zirkulationspumpe – sorgt für Komfort und spart Wasser

Unter einer Zirkulationspumpe versteht man eine elektrisch angetriebene Pumpe. Diese sorgt dafür, dass warmes Trinkwasser an jeder vorhandenen Zapfstelle sofort zur Verfügung steht. Zwar ist die Verwendung einer solchen Pumpe mit hohen Kosten verbunden, jedoch lässt sich damit auch Wasser sparen.

Die Funktionsweise einer Zirkulationspumpe

Darstellung einer Zirkulationspumpe im Keller Die Zirkulationspumpe sorgt dafür, dass an jedem im Haus vorhandenen Wasserhahn erwärmtes Trinkwasser sofort verfügbar ist. Erreicht wird dies dadurch, dass die Pumpe das Wasser in den Trinkwasserleitungen kontinuierlich umwälzt. Sie verhindert so, dass das in der Leitung stehende Wasser abkühlt. Dieses Abkühlen äußerst sich dadurch, dass nach dem Aufdrehen des Wasserhahns zunächst kühles Wasser hinaus fließt und erst nach einiger Zeit warmes Wasser fließt. Dass das Warmwasser in den Leitungen permanent zirkuliert, ist wichtig. Besonders dann, wenn das Leitungsnetz weit verzweigt ist und die Entfernung zwischen Warmwasserspeicher und Zapfhahn sehr groß ist.

Die Nutzung ist für Großanlagen gesetzlich vorgeschrieben

Die Zirkulationspumpe verfolgt jedoch nicht nur den Zweck, für mehr Komfort zu sorgen. Vielmehr ist die Nutzung einer solcher Pumpe zumindest für Großanlagen gesetzlich vorgeschrieben. Betroffen sind alle Anlagen, bei denen das Wasservolumen zwischen dem Trinkwassererwärmer und einer oder mehreren Entnahmestellen größer als drei Liter ist. Die gesetzlichen Grundlagen zu dieser Forderung finden sich in der Trinkwasserverordnung sowie im DVGW-Arbeitsblatt W551 und hat zum Ziel, das Wachstum von Legionellen zu verhindern.

Der Aufbau einer Zirkulationspumpe

Eine Zirkulationspumpe gibt es in verschiedenen Ausführungen. Im Allgemeinen wird sie über die Heizungsanlage gesteuert und gestartet, sobald die Wassertemperatur unter einen bestimmten Wert fällt. Zusätzlich kann über die Heizungsanlage meist auch ein Zeitprogramm eingestellt werden. Dieses legt dann fest, wann warmes Wasser zur Verfügung stehen soll. Wenn die Zirkulationspumpe nicht an der Regelung angeschlossen ist, kann sie alternativ auch über eine bauseitige Zeitschaltuhr gesteuert werden. Ein zusätzliches Rückschlagventil unterbindet die Schwerkraftzirkulation und schützt die Pumpe vor zurückfließendem Wasser.

Vor- und Nachteile von Zirkulationspumpen

Der wohl größte Vorteil einer Zirkulationspumpe ist der Komfortgewinn, der sich dadurch erreichen lässt: Sofort nach dem Öffnen des Wasserhahns fließt warmes Wasser. Dass sofort das gewünschte Warmwasser fließt, spart des Weiteren Wasser, da kaltes Wasser nicht mehr, ohne genutzt zu werden, in den Abfluss läuft. Dadurch, dass die Zirkulationspumpe verhindert, dass Wasser in der Leitung steht, wird die Gefahr der Entstehung von Legionellen verhindert. Voraussetzung für die Verhinderung von Legionellen ist allerdings, dass das rückfließende Wasser eine ausreichend hohe Temperatur besitzt.

Einrichtung bedarf einer großen Sorgfalt

Die Nutzung einer Zirkulationspumpe ist aber auch mit Nachteilen verbunden. So ist der Einsatz einer solchen Pumpe aufgrund der hohen Öl- und Gaspreise mit einigem an Kosten verbunden. Das gilt insbesondere dann, wenn die Warmwasserrohre nicht ausreichend isoliert sind. Außerdem bedarf das Einrichten einer solchen Pumpe einer großen Sorgfalt. Gibt es hinsichtlich des hydraulischen Systemabgleichs Fehler oder sind Pumpe oder Rohrleitungen falsch ausgelegt, ist es möglich, dass die Wassertemperatur in der Zirkulationsleitung unter 55 °Celsius fällt. Das ist der Temperaturbereich, der die Legionellenbildung begünstigt.

Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Eine Zirkulationspumpe bietet ein Höchstmaß an Komfort, denn mit einer solchen Pumpe fließt auch in Häusern mit zentraler Wasseraufbereitung nahezu sofort warmes Wasser aus dem Hahn. Zum Teil sind Zirkulationspumpen vorgeschrieben, und das aus gutem Grund: Mit einer Zirkulationspumpe lässt sich verhindern, dass sich im Trinkwasser Legionellen bilden. Von Nachteil sind allerdings die hohen Kosten, die mit einer solchen Pumpe verbunden sind. Dass man durch eine Zirkulationspumpe unter Umständen viel Wasser spart, relativiert diesen vermeintlichen Nachteil aber wieder.

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