Wohnungslüftungsgeräte werden immer wichtiger

Wohnungslüftungsgeräte sind in Neubauten nicht mehr wegzudenken. Denn ohne sie können Gerüche und Feuchtigkeit nicht mehr aus den Räumen entweichen. Aber auch sanierte Bestandsgebäude lassen mittlerweile kaum noch Außenluft durch. Lesen Sie in den folgenden Abschnitten über die zunehmend wichtige Rolle von Wohnungslüftungsgeräten. Erfahren Sie außerdem, was in der EU-Ökodesign-Verordnung für Lüftungsgeräte steht.

Wohnungslüftungsgeräte sorgen für Frischluft

Um die steigenden Energiekosten zu senken, treibt die Bundesregierung die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden stetig voran. Ältere Wohnungen werden umfassend mit energieeffizienteren Fenstern, Heizungen und Türen modernisiert. Sie sollen den Bewohnern einen ähnlichen Komfort wie in einem Neubau bieten. Das bedeutet, dass sie ohne zu Frieren weniger heizen müssen.

Wohnungslüftungsgeräte werden immer wichtiger, nicht nur in Neubauten.

Die Modernisierung bringt aber nicht nur Vorteile mit sich. Denn nun sind sanierte Altbauten fast genauso dicht wie Neubauten. Strömte früher noch Frischluft über Ritzen und undichte Fugen ins Innere, gibt es in nahezu luftdichten Gebäuden keine Eindringmöglichkeiten mehr. Ohne Wohnungslüftungsgeräte gäbe es also keine Frischluft.

Frischluft beugt Schimmelbildung vor

Atemluft ist für alle Menschen lebensnotwendig. Je höher ihre Qualität, desto besser ist es für die Gesundheit. Vor allem Allergiker profitieren erheblich von einer mit wenig Schadstoffen verunreinigten Luftversorgung. Ohne den Einsatz moderner Wohnungslüftungsgeräte besteht die Gefahr, dass der Sauerstoffgehalt im Innern drastisch sinkt. Auch die Lebensqualität wird durch schlechte Raumluft stark gemindert.

Neben dem gesundheitlichen Aspekt führt mangelnde Luftzufuhr auch zur Schimmelbildung. Denn täglich nimmt die Raumluft eine große Wassermenge in Form von Wasserdampf auf. Wird diese Menge nicht nach außen abgeführt, setzt sie sich an den Wänden und Boden ab. Die Folgen sind Feuchteschäden.

Wohnungslüftungsgeräte haben primär die Aufgabe, alle Räume mit ausreichend Frischluft zu versorgen. Sie lassen auf der einen Seite frische Luft in die Aufenthaltsräume wie Wohnzimmer oder Kinderzimmer herein. Auf der anderen Seite saugen sie verbrauchte und belastende Luft aus den Zimmern. Dazu gehören Bad und Küche. Man spricht hierbei von Zu- bzw. Abluft.

Große Auswahl an Wohnungslüftungsgeräten

Beschäftigen sich Bauherren mit dem Thema Lüftung, stellen sie sich früher oder später die Frage, welche Wohnungslüftungsgeräte zu ihrem Objekt passen. Prinzipiell unterscheidet man bei der Lüftungsmethode zwischen dezentraler Wohnraumlüftung und zentraler Wohnraumlüftung.

Dezentrale Wohnungslüftungsgeräte

Dezentrale Wohnungslüftungsgeräte zeichnen sich vor allem durch ihren niedrigen Anschaffungspreis sowie ihre kompakte Bauart aus. Müssen aber mehrere Räume bestückt werden, können die Kosten deutlich steigen. Auch in puncto Wärmerückgewinnung haben dezentrale Wohnungslüftungsgeräte eine eingeschränkte Effizienz.

Zentrale Wohnungslüftungsgeräte

Zentrale Wohnungslüftungsgeräte arbeiten hingegen sehr effizient. Und das auch bei hohen Lasten. Des Weiteren verfügen viele Geräte auch über andere Funktionen wie Heizen, Kühlen oder Entfeuchten. Was eher gegen zentrale Wohnungslüftungsgeräte spricht, sind der hohe Platzbedarf und die relativ hohen Kosten für die Anschaffung und Installation.

Energieeffizienz-Label für Wohnungslüftungsgeräte

Ähnlich wie bei anderen Haushaltsprodukten müssen Wohnungslüftungsgeräte seit dem 1. Januar 2016 ein EU-Energielabel tragen. Darauf haben sich die Mitglieder der EU-Kommission im Jahre 2014 geeignet. Abgebildet ist die jeweilige Energieeffizienzklasse von A+ bis G. Als Grundlage dient der sogenannte spezifische Energieverbrauch, kurz SEV. Dieser setzt sich aus der Differenz des Energieverbrauchs und der eingesparten Energie innerhalb eines Jahres zusammen.

Wohnungslüftungsgeräte mit der Kennzeichnung G arbeiten so effizient wie das klassische Fensterlüften. Sie verbrauchen zwar keinen Strom, sparen aber auch keine Energie. Wohnungslüftungsgeräte mit der Kennzeichnung A+ hingegen erreichen im Jahr eine Primärenergieeinsparung von über 42 Kilowattstunden. Und das bei gleicher Luftqualität wie beim händischen Lüften.

Primär- und Sekundärenergie

Die Primärenergie bezeichnet den ursprünglichen Energiegehalt eines Brennstoffes. Bevor dieser tatsächlich verwendbar ist, durchläuft er meist einen Umwandlungsprozess. Hier kommt es in der Regel zu Energieverlusten. Das Ergebnis nennt man Sekundärenergie. Ab dem 1. Januar 2018 werden die Zulassungskriterien weiterverschärft. So dürfen nur noch Wohnungslüftungsgeräte auf den Markt kommen, die mehr Energie einsparen als sie Strom verbrauchen.

Bild unseres Autoren Minh Duc Nguyen

Fazit von Minh Duc Nguyen

Immer mehr Altbauten werden saniert und benötigen daher passende Wohnungslüftungsgeräte. Diese sorgen für ausreichend Luftzirkulation und sind in vielen Fällen auch gesetzlich vorgeschrieben. Parallel dazu legt die sogenannte EU-Ökodesign-Verordnung fest, dass bald nur noch ökologisch effiziente Geräte zugelassen werden. Das sind zwei konsequente Schritte in Richtung Energiewende.

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