Wohnraumlüftungsgerät: Ideales Raumklima schaffen

Mit dem Wohnraumlüftungsgerät sagen Bewohner dicker Luft in Innenräumen den Kampf an. Diese bildet sich selbst in moderat großen Räumen sehr schnell. Dann fühlt sich die Luft stickig an, die Luftfeuchtigkeit steigt und unangenehme Gerüche sind nur schwer wieder aus den Zimmern zu bekommen. Vorteilhaft ist solch eine Belüftungsanlage auch in Großstädten, wo geöffnete Fenster nicht selten sogar noch in der Nacht mit Autolärm oder anderen störenden Geräuschen verbunden sind.

Die Themen im Überblick:

Dezentral installiert, ist das Wohnraumlüftungsgerät flexibel einsetzbar

Zentrale Lüftungsanlage sorgt für eine regelmäßige Belüftung in allen Teilen des Hauses. Mit einem Wohnraumlüftungsgerät ist indes oft die dezentrale Variante davon gemeint. Deren Vorteil ist vor allem, dass sich der bauliche Aufwand in Grenzen hält, was direkt auch wirtschaftliche Vorzüge birgt. Notwendig ist solch ein Wohnraumlüftungsgerät allemal, vor allem bietet es aber viel Komfort.

Da es sich punktuell da integrieren lässt, wo es für nötig erachtet wird, lassen sich „Problemzonen“ vom Haus gut angehen. Zugleich kann solch ein Gerät nach einer Sanierung eingesetzt werden. Die kontinuierlich intensivierte Dämmung von Fassaden und Fenstern hat in der Praxis nach wie vor den Nachteil, dass sich Luftfeuchtigkeit schneller staut. Im schlimmsten Fall kommt es zur Bildung von Feuchtigkeit, ähnlich so, als würde man einen Finger unter Frischhaltefolie einwickeln. Das Wohnraumlüftungsgerät löst dieses Problem, da die Luft dann abgeführt und ersetzt werden kann, wodurch sich die Luftfeuchtigkeit konkret verringert und es nicht zur Kondensation an Wänden kommt. Dies mindert unter anderem ebenso die Gefahr von Schimmelbildung.

Das Bild symbolisiert ein Wohnraumlüftungsgerät.

Fördermöglichkeiten und Kosten für ein Wohnraumlüftungsgerät

Erst einmal ist festzuhalten, dass für dezentrale Belüftungsgeräte keine Fördermittel existieren. Eigentümer sind also darauf angewiesen, die Anschaffung vollständig selbst zu finanzieren. Es sei denn, es handelt sich um eine dezentrale Anlage mit Wärmerückgewinnung. Für diese und eine zentrale Belüftungsanlage existieren Fördermittel der KfW. Diese werden teilweise durch regionale Förderprogramme ergänzt.

Generell hängt die Notwendigkeit für ein Wohnraumlüftungsgerät, ebenso wie dessen Leistungsfähigkeit und die Art und Weise der Integration stark von der Sanierung sowie den baulichen Gegebenheiten ab. Daher sollte davon abgesehen werden, ein Wohnraumlüftungsgerät „auf gut Glück“ zu kaufen. Effektiver ist es, sich mit dem zuständigen Bauherren und/oder Architekten abzusprechen. Diese können nicht nur ermitteln, wie leistungsfähig das Gerät sein muss, sondern auch, wo eine Belüftungsanlage punktuell greifen sollen.

Was kostet ein Wohnraumlüftungsgerät?

In einer einfachen Ausführung der zentralen Variante sind etwa 12 bis 15 Euro pro Quadratmeter zu kalkulieren. Energieeffiziente, sehr moderne Modelle, inklusive Wärmerückgewinnung, kosten hingegen 40 bis 60 Euro pro Quadratmeter. Bei einer dezentralen Anlage lassen sich die Kosten nicht pauschal pro Quadratmeter festmachen, da vorwiegend punktuell einzelne Räume damit ausgestattet werden. Solch ein Wohnraumlüftungsgerät siedelt sich oftmals aber eher im niedrigen vierstelligen Bereich an.

Die Kosten für alle baulichen Maßnahmen lassen sich nicht pauschalisieren, denn hier spielt die Immobilie selber eine tragende Rolle. Vor allem bei einer nachträglichen Installation in einen Altbau, in welchem die entsprechenden Voraussetzungen nicht gegeben sind, sondern erst noch geschaffen werden müssen, steigen die Kosten an. Indes lassen sich die Gesamtkosten effektiv um bis zu 20 Prozent reduzieren, wenn eine Belüftung bereits vorab eingeplant wird. Die Kosten werden ebenfalls durch die Ausstattung beeinflusst. So existieren beispielsweise Anlagen mit Schallschutz oder einer speziellen Luftfilterung für Allergiker.

Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

In Anbetracht der vielen Variablen, welche für einen Laien nicht greifbar sind und sich nicht einschätzen lassen, sollte bei der Überlegung zu einem Wohnraumlüftungsgerät immer der Fachmann zu Rate gezogen werden - auch dann, wenn dieses nur in einem einzelnen Zimmer oder nur in wenigen Räumen eingesetzt wird.

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