Wohnraumlüftung im Sommer – darauf kommt es an

Warum ist Wohnraumlüftung im Sommer wichtig, wenn die Fenster ohnehin immer offenbleiben? In den folgenden Abschnitten möchten wir diese Frage beantworten und weitere Informationen zum Thema Wohnraumlüftung liefern. Erfahren Sie außerdem, worauf es beim Kauf einer Lüftungsanlage ankommt.

Die Themen im Überblick:

Gründe für die Wohnraumlüftung im Allgemeinen

Der Einsatz einer Wohnraumlüftung ist aus vielen Gründen unerlässlich. Einer davon betrifft die Luftqualität. Verbrauchte Raumluft enthält nur noch wenig Sauerstoff, der wiederum für den einzelnen Menschen lebensnotwendig ist. Ein anderer Grund für die regelmäßige Wohnraumlüftung ist die Lebensqualität. Je reiner die Luft ist, desto wohler fühlen wir uns. Nicht zuletzt trägt eine hohe Luftqualität wesentlich zur körperlichen und geistigen Leistungssteigerung bei.

Wohnraumlüftung vermeidet Schimmelbildung

Ein anderer Anlass für die Wohnraumlüftung ist der Bautenschutz: Eine unzureichende Wohnraumlüftung im Allgemeinen kann zu erheblichen Feuchteschäden führen. Schließlich werden in einem 4-Personenhaushalt täglich bis zu 15 Liter Wasser an die Raumluft abgegeben. Wird dieses in Form von Wasserdampf entstandene Wasser nicht abgeführt, kann es an kalten Wandoberflächen auskondensieren und die Schimmelbildung begünstigen. Ausführliche Informationen zum Thema Feuchteschäden liefert der Beitrag „Wohnraumlüftung gegen Schimmel“.

Eine Hand öffnet ein Fenster und symbolisiert damit die Wohnraumlüftung im Sommer

Gründe für die Wohnraumlüftung im Sommer

Da die Fenster in den warmen Monaten oft geöffnet bleiben, ist der Luftaustausch in der Tat intensiver. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass die Luftqualität auch höher ist. Denn unangenehme Gerüche aus den sogenannten Ablufträumen wie Küche, Bad oder WC können nach wie vor in den Wohnbereich durchdringen. Abhilfe schafft hier eine kontrollierte Ab- und Zuluftanlage, die die Abluft aktiv ansaugt und nach außen abführt. Das ist aber nur einer der zahlreichen Gründe für die Wohnraumlüftung im Sommer.

Filter verhindern Allergene und Pollen am Eindringen

Denn neben den innerräumlichen Gerüchen gelangen durch offene Fenster auch Staubpartikel aus der Luft ungehindert ins Haus. Handelt es sich dabei um Pollen, haben es Allergiker besonders schwer. Wer bei der Wohnraumlüftung im Sommer auf eine Anlage mit entsprechenden Pollenfiltern setzt, mindert dadurch seine Leiden merklich.

Vermeidung von Lärm und Einbruchgefahr

Die Wohnraumlüftung im Sommer hat noch einen entscheidenden Vorteil gegenüber der klassischen Fensterlüftung: Denn eine kontrollierte Wohnraumlüftung sichert einen konstanten Luftwechsel, ohne dass die Fenster geöffnet werden müssen. Störende Geräusche und Straßenlärm werden abgeschirmt, während die Innenräume ruhig bleiben. Auch aus Sicherheitsaspekt rechnet sich der Einsatz einer kontrollierten Wohnraumlüftung. Schließlich haben geschlossene Fenster ein deutlich geringeres Einbruchsrisiko als offene.

Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung

Ein weiterer Grund für die Wohnraumlüftung im Sommer ist die effiziente Nutzung der Wärme. Denn einige Geräte, etwa eine Abluftwärmepumpe, sind in der Lage, der in der Abluft enthaltene Wärme zu entziehen und diese zum Beispiel für die Warmwasserbereitung zu verwenden. Das wiederum senkt die Heizkosten und entlastet dazu die Umwelt, da weniger Energie verschwendet wird.

Verschiedene Lüftungstechniken für den Wohnraum

Entscheiden sich Hausbesitzer für den Einsatz einer kontrollierten Wohnraumlüftung im Sommer, stehen ihnen mehrere Geräte und Modelle zur Auswahl. Es gibt grundsätzlich zwei Unterscheidungen: die zentralen und die dezentralen Lüftungsgeräte. Erstere versorgen mithilfe eines zentralen Schaltgeräts und eines Luftverteilsystems das komplette Haus mit Frischluft. Dezentrale Lüftungsgeräte werden hingegen direkt in die Wand der zu versorgenden Räume installiert. Sie arbeiten von dort aus raumweise. Ein Luftverteilsystem wie bei der zentralen Variante ist aus dem Grund nicht notwendig. Ausführliche Informationen zu den Unterschieden und Funktionsweisen einzelner Lüftungstechniken liefert der Beitrag „Lüftungsanlage“.

Die richtige Wohnraumlüftung im Sommer finden

Damit das Lüftungssystem auch wirklich zum Objekt passt, sind fachliche Beratung und die Wahl der passenden Geräte unabdingbar. In der Praxis haben sich zentrale Lüftungsgeräte in Neubauten bewährt. Im Vergleich dazu kommen dezentrale Lüftungsgeräte bei Sanierungsarbeiten von Altbauten häufiger zum Einsatz. Das hängt vor allem mit dem unterschiedlich hohen Planungsaufwand der beiden Techniken zusammen. Welche Technik für welches Objekt am ehesten infrage kommt, kann ein erfahrener Installateur vor Ort schnell herausfinden.

Investitionskosten und Fördermittel

Je nachdem, ob eine zentrale oder eine dezentrale Lüftungsanlage zum Einsatz kommt, ergeben sich unterschiedliche Preise für die Wohnraumlüftung im Sommer. Auch die Technik, der Hersteller, die Wohnfläche sowie der beauftragte Installateur haben einen direkten Einfluss auf die Preisbildung. Eine exakte Kostenangabe ist daher kaum möglich. Die Richtwerte für ein circa 120 großes Einfamilienhaus liegen bei 1.000 bis 2.500 Euro, wenn es sich dabei um eine einfache dezentrale Lüftungsanlage handelt. Soll dasselbe Haus mit einer zentralen Variante inklusive Wärmerückgewinnung belüftet werden, steigen die Kosten auf 4.500 bis 7.000 Euro.

In diesem Fall können Hausbesitzer jedoch die Fördermittel vom Staat in Anspruch nehmen. Konkret fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) den Kauf einer solchen Lüftungsanlage mit zehn Prozent der förderfähigen Kosten. Die maximale Fördersumme beträgt allerdings 5.000 Euro. Welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen und worauf Hausbesitzer beim Beantragen achten sollten, zeigt der Beitrag „Wohnraumlüftung kaufen“.

Minh Duc Nguyen

Fazit von Minh Duc Nguyen

Mit der Wohnraumlüftung im Sommer stellen Hausbesitzer sicher, dass der Luftaustausch weiterhin stattfindet und dass Lärm und Verschmutzungen nicht ins Hausinnere gelangen. Verfügt die Lüftungsanlage über Wärmerückgewinnung, können Hausbesitzer staatliche Fördermittel in Anspruch nehmen.

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