Wie viel kann eine neue Heizung kosten?

Ist ein Kessel alt, arbeitet er oft unzuverlässig und verbraucht viel mehr Energie als nötig. Geht es um einen Austausch, stellt sich dabei jedoch zunächst die Frage, was eine neue Heizung kosten darf. Neben dem Preis für Technik und Montage sollten Hausbesitzer dabei auch die Wartungs- und Betriebskosten berücksichtigen. In den folgenden Abschnitten geben wir einen Überblick über die wichtigsten Technologien und zeigen, was die neue Heizung kosten kann.

Neue Heizung: Kosten für Anschaffung, Verbrauch und Wartung

Besonders wichtig für einen transparenten Kostenvergleich verschiedener Heizungsarten ist es, alle entstehenden Ausgaben zu betrachten. Denn auch wenn die Anschaffung eines Kessels erst einmal günstig ist, kann er über einen längeren Zeitraum viel teurer sein als erwartet.

Ein typisches Beispiel dafür ist die Elektroheizung. Denn diese lässt sich schon mit kleinem Budget installieren. Soll sie aber ein ganzes Haus allein mit Wärme versorgen, kommen Hausbesitzern die hohen Stromkosten von rund 27 Cent je Kilowattstunde teuer zu stehen. Denn diese sind mehr als viermal so hoch wie bei einer Gasheizung und lassen die anfänglichen Einsparungen schnell vergessen.

Was kann die neue Heizung kosten: Ein Überblick

In den folgenden Abschnitten geben wir einen Überblick über verschiedene Technologien und zeigen, was die neue Heizung kosten kann. Betrachtet werden dabei:

Stapel von Münzen zeigen, was eine neue Heizung kosten darf

Ausgaben für die Gas- und Ölheiztechnik

Geht es um einen Heizungstausch, entscheiden sich viele Deutsche für eine neue Gas- oder Ölheizung. Das liegt zum einen an der hohen Effizienz der platzsparenden Technik, zum anderen aber auch an den Anschaffungskosten. Denn diese sind im Vergleich zu anderen Kesselarten niedrig. Dabei entstehen folgende Kosten für die neue Heizung:

  • 6.500 bis 9.000 Euro für eine Ölheizung
  • 5.000 bis 8.500 Euro für eine Gasheizung

Etwas teurer kann es sein, wenn auch ein neuer Gasanschluss, ein Öltank oder eine neue Abgasanlage nötig ist. Hier müssen Hausbesitzer mit 2.000 bis 4.000 Euro extra rechnen.

Geht es um den Verbrauch, schwanken die Kosten der neuen Heizung mit den Rohstoffpreisen. Aktuell zahlen Hausbesitzer:

  • für die Gasheizung rund 6,0 Cent je Kilowattstunde (Stand April: 2017)
  • für die Ölheizung rund 5,8 Cent je Kilowattstunde (Stand April: 2017)

Geht es um die Frage, was eine neue Heizung kosten darf, hilft ein Vergleich anhand des Energieverbrauchs. Bezogen auf einen jährlichen Heizenergieverbrauch von 20.000 Kilowattstunden entstehen dabei Gesamtkosten von 1.200 Euro für die Gasheizung und 1.160 Euro für die Ölheizung.

Die Ausgaben für die Wartung liegen mit 100 bis 250 Euro in einem ähnlichen Bereich.

Neue Heizung: Kosten für die Holzheizung

Die Holzheizung gehört zu den klassischen Heizsystemen. Aber auch hier stellt sich die Frage: Was darf eine neue Heizung kosten? Entscheidend für einen Vergleich ist dabei zunächst die Art des Brennstoffs. So lässt sich die Holzheizung mit Scheiten oder Pellets betreiben. Während die Scheitholzheizung in der Regel aus Kessel und Pufferspeicher besteht, kommt bei der Pelletheizung eine aufwendige Lager- und Transporttechnik hinzu. Diese ist nötig, um die Holzpresslinge automatisch zur Verbrennung zu transportieren. Geht es um einen Preisvergleich, entstehen dabei überschlägig folgende Kosten:

Anders als bei der Gas- und Ölheiztechnik, sind die Preise für Holz als Brennstoff seit langer Zeit relativ konstant. Dabei ergeben sich überschlägig folgende Brennstoffkosten:

  • für die Scheitholzheizung rund 5,8 Cent je Kilowattstunde (Stand April: 2017)
  • für die Pelletheizung rund 4,9 Cent je Kilowattstunde (Stand April: 2017)

Bezogen auf einen Energiebedarf von 20.000 Kilowattstunden im Jahr, summieren sich die Brennstoffkosten dabei auf 1.160 Euro für die Stückholzheizung und 980 Euro für die Pelletheizanlage.

Geht es um die Frage danach, was eine neue Heizung kosten darf, spielen auch die Ausgaben für die Wartung eine wichtige Rolle. Diese schlagen dabei mit rund 200 bis 300 Euro im Jahr zu Buche.

Das kostet eine Wärmepumpe

Die Wärmepumpe ist eine Umweltheizung, die Energie aus der Luft, der Erde oder dem Wasser gewinnt. Sie kommt mit günstigen Heizkosten aus, ist in der Anschaffung aber oft teuer. Entscheidend ist dabei die Art der Wärmequelle. Während eine Luftwärmepumpe günstig aufgestellt werden kann, verursachen großflächige Kollektoren, tiefe Bohrungen oder Brunnenanlagen bei Erd- und Wasser-Wärmepumpen höhere Ausgaben. Was die neue Heizung kosten darf, zeigt der folgende Überblick:

  • 8.000 bis 12.000 Euro für eine Luft-Wärmepumpe
  • 12.000 bis 20.000 Euro für eine Erd- oder Wasser-Wärmepumpe

Da eine Wärmepumpenanlage rund zwei Drittel der Energie aus der Umwelt bezieht, sind die Brennstoffkosten vergleichsweise niedrig. Zumindest dann, wenn die Anlage in einem effizienten Bereich läuft. Während eine genaue Angabe hier nur für ein einzelnes Gebäude möglich ist, können Hausbesitzer überschlägig mit Brennstoffkosten von 4,0 bis 9,0 Cent je Kilowattstunde rechnen. Der breite Bereich zeigt, wie wichtig die individuelle Auslegung der Technik ist. Bezieht man die Ausgaben auf einen Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden im Jahr, entstehen dabei Brennstoffkosten von 800 bis 1.800 Euro.

Die Wartung eine Wärmepumpenheizung ist einfach und günstig. So schlägt sie mit rund 50 bis 100 Euro im Jahr zu Buche.

Neue Heizung: Kosten der Brennstoffzelle

Die Brennstoffzelle ist die jüngste und außergewöhnlichste Technik im Vergleich. Denn sie erzeugt neben der Wärme für Heizung und Warmwasser auch Strom, der den Bedarf im eigenen Haus deckt. Das senkt die Ausgaben für elektrische Energie und sorgt für eine zunehmende Unabhängigkeit von ständig steigenden Strompreisen. Aber was kann solch eine neue Heizung kosten? Kauft man heute eine Brennstoffzellenheizung, zahlt man 20.000 bis 22.000 Euro dafür. Durch die hohe Effizienz der Technik gibt der Staat jedoch mehr als 40 Prozent dazu.

Im Vergleich der Brennstoffkosten ist eine einheitliche Aussage nicht möglich. Denn während eine Brennstoffzelle mit Gas arbeitet, spart sie einen großen Teil der Stromkosten ein. Die Betriebskosten liegen dabei in einem Bereich von 4,0 und 6,0 Cent je Kilowattstunde. Bezogen auf einen Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden im Jahr, ergibt das Brennstoffkosten von 800 bis 1.200 Euro.

Die Wartung der Brennstoffzellenheizung schlägt noch einmal mit 400 bis 700 Euro im Jahr zu Buche. Da der Wartungsvertrag zu den Fördervoraussetzungen zählt, ist er in den meisten Fällen nötig.

Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Was kann eine neue Heizung kosten? Diese Frage stellen sich viele Bauherren und Hausbesitzer bei der Entscheidung für die richtige Heiztechnik. Damit der Vergleich unterschiedlicher Heizungsarten jedoch transparent ist, sollten nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch die Brennstoff- und Wartungskosten berücksichtigt werden.

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