Wärmetauscher der Heizung reinigen: Warum und wie?

Viele Bauteile von Heizungsanlagen unterliegen normalen Alterungserscheinungen. So lagern sich beispielsweise am Wärmeübertrager Schmutzpartikel an, welche die Funktion stören und den Energieverbrauch in die Höhe treiben. Ein Grund, aus dem Fachfirmen im Rahmen der Wartung den Wärmetauscher der Heizung reinigen. Doch wie funktioniert das und unter welchen Umständen können Hausbesitzer die Arbeiten selbst durchführen? 

Verschmutzte Wärmeübertrager stören die Funktion der Heizung 

Nimmt eine Heizungsanlage ihren Betrieb auf, verfeuert sie Öl, Gas oder andere Brennstoffe, um viel Wärme freizusetzen. Ein Wärmeübertrager überträgt die thermische Energie auf das Heizungswasser, welches daraufhin mit hohen Temperaturen durch die gesamte Anlage zirkuliert. Da die effiziente Wärmeübertragung eine große Fläche voraussetzt, verfügen die Bauteile in aller Regel über zahlreiche Lamellen. Setzen sich hier Schmutzpartikel, Rost oder Kalkablagerungen fest, stören diese die wichtige Wärmeübertragung. Das Heizungswasser nimmt weniger Energie auf und die Abgase strömen mit höheren Temperaturen aus dem Haus. Folgen sind höhere Energieverbräuche und CO2-Emissionen. Um das zu verhindern, ist der Wärmetauscher einer Heizung regelmäßig zu reinigen.

Steigende Heizkosten und kalte Räume sind Anzeichen für Ablagerungen 

Ohne regelmäßige Kontrolle können Verbraucher den Zustand des Wärmeübertragers kaum feststellen. Es gibt jedoch einige Anzeichen, die auf fortgeschrittene Verschmutzungen hinweisen:

  • Die Heizkosten steigen, da mehr Brennstoff erforderlich ist, um Wärme ins Haus zu bringen.
  • Einige Räume werden nicht mehr richtig warm, wenn die Wärmeübertragung gestört ist.

Stellen Sie eines dieser Symptome fest, lohnt sich der Anruf beim Installateur Ihres Vertrauens. Dieser kann eine Kesselreinigung durchführen und die ordnungsgemäße Funktion wiederherstellen.

Monteur muss bei der Wartung den Wärmetauscher der Heizung reinigen
© Robert Kneschke / Shutterstock.com

Wärmetauscher der Heizung reinigen ist Bestandteil der Wartung 

Sinnvoll ist es allerdings, nicht zu lange zu warten. Denn sind an der Gastherme die Wärmetauscher erst einmal richtig verstopft, lassen sie sich nur unter hohem Aufwand vom Schmutz befreien. Ein Grund, aus dem erfahrene Heizungsbauer die Reinigung der Heizungs-Wärmetauscher im Rahmen der alljährlichen Wartung durchführen.

In drei Schritten an der Heizung den Wärmetauscher reinigen

Geht es um die Reinigung der Wärmetauscherflächen, gehen Handwerker grundsätzlich immer gleich vor. Sie schalten die Heizungsanlage ab, legen den Wärmeübertrager frei und entfernen Schmutz sowie Ablagerungen. Wie die Arbeiten im Detail ablaufen, zeigt die folgende Übersicht:

  1. Heizung für die Wartung vorbereiten: Im ersten Schritt schalten Fachhandwerker die Heizung ab. Sie unterbrechen die Brennstoffversorgung und stellen sicher, dass kein Gas unkontrolliert ausströmt. Abhängig von der Bauart der Heizung ist es außerdem nötig, alle Kugelhähne zu schließen und das Wasser aus Kessel oder Therme abzulassen.
  2. Wärmeübertrager ausbauen und reinigen: Ist die Anlage vorbereitet, legen Heizungsbauer den Wärmeübertrager frei. Dazu müssen sie diesen ausbauen oder aus dem Gehäuse des Heizgeräts ausschwenken. Ist das erledigt, können Experten bei Bedarf den Wärmetauscher entkalken. Sie befreien das Bauteil mit einer Bürste von losen Verschmutzungen und entfernen hartnäckige Ablagerungen mit Wasser und speziellen Reinigungsmitteln.
  3. Heizung zusammensetzen und starten: Konnten Fachhandwerker den Wärmetauscher reinigen, setzen sie die Heizung wieder zusammen. Sie öffnen die Kugelhähne, füllen Wasser nach und nehmen die Anlage wieder in Betrieb. Eine abschließende Funktionsprüfung samt Abgasmessung zeigt, ob alles ordnungsgemäß funktioniert.

Genauer Ablauf der Arbeiten hängt von der Art der Heizung ab

Abhängig von der Art und der Bauweise einer Heizung gibt es beim Reinigen der Wärmetauscher unter Umständen einige Besonderheiten. So lassen sich die Arbeiten teilweise ohne das Ablassen des Heizungswassers durchführen. Mitunter sind auch spezielle Werkzeuge nötig, um die Bauteile zu erreichen.

An Ölheizung und Gastherme den Wärmetauscher selbst reinigen? 

Um einen Wärmetauscher entkalken oder reinigen zu können, sind Arbeiten am Inneren der Heizung nötig. Experten nehmen Brennstoff führende Bauteile auseinander und setzen diese korrekt wieder zusammen. Da das Fachkenntnisse und einschlägige Erfahrungen voraussetzt, sollten Verbraucher den Wärmeübertrager der Heizung nie selbst reinigen. Stattdessen sollten sie einen Fachhandwerker mit den Arbeiten beauftragen, um Schäden an der Anlage sowie schwerwiegende Folgen für die Gesundheit auszuschließen. Letztere könnten zum Beispiel entstehen, wenn Gas unbemerkt austritt.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz
Fazit von Alexander Rosenkranz
Der Wärmeübertrager sorgt dafür, dass Wärme vom Brenner auf das Heizungswasser übergeht. Ist das Bauteil verstopft oder verkalkt, funktioniert die Anlage nicht mehr richtig und Verbraucher müssen den Wärmetauscher der Heizung reinigen lassen. Sinnvoll ist es, die Arbeiten zusammen mit einer Heizungswartung zu beauftragen. Verbraucher sollten Arbeiten allerdings nicht selbst durchführen, um Schäden an der Heizung oder am Haus genau wie gesundheitliche Folgen sicher auszuschließen. 
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