Tür dämmen: Für Effizienz und mehr Komfort 

Alte Haus- und Kellertüren entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik. Sie lassen viel Luft hindurch, geben Wärme nahezu ungehindert nach außen ab und haben auch in puncto Schallschutz wenig zu bieten. Indem Sie eine solche Tür dämmen und abdichten, erhöhen Sie die Effizienz des Bauteils. Sie sparen Heizkosten und profitieren von einem höheren Wohnkomfort. Doch wie lässt sich eine Tür isolieren? Welche Materialien kommen zum Einsatz und wann ist es besser, eine neue Haus- oder Wohnungstür einzubauen? Wir geben Antworten!

Schall, Wärme und Zugluft: Alte Türen dämmen hat viele Vorteile

Genau wie Wände und Dächer können Sie auch Ihre Haus-, Wohnungs- und Kellertüren mit Dämmstoffen versehen. Die Materialien verbessern den U-Wert, halten Wärme im beheizten Bereich und sorgen dafür, dass weniger Geräusche nach innen oder außen dringen. Infrage kommt die Maßnahme immer dann, wenn Türen von Grund auf intakt sind. Die Oberflächen sollten eben und die Rahmen noch ausreichend stabil sein. Ist das der Fall, profitieren Sie von folgenden Vorteilen, wenn Sie eine Tür nachträglich dämmen:

  • besserer Wärmeschutz sorgt für sinkende Heizkosten
  • neue Dichtungen reduzieren Zugluft im Wohnbereich
  • warme Oberflächen steigern das Wärmewohlbefinden
  • dämmende Materialien verbessern den Schallschutz
  • der Wohnkomfort in den eigenen vier Wänden steigt

Darüber hinaus steigern Sie den Wert Ihrer Immobilie, wenn Sie die Haustür gegen Kälte isolieren. Denn vor allem alte Elemente sind energetisch schlecht und zählen somit zu den größten Schwachstellen in der wärmeumschließenden Gebäudehülle.

Wohnungstür, Zimmertür oder Kellertür dämmen: So funktioniert es

Grundsätzlich stehen verschiedene Varianten der Türdämmung zur Auswahl. Einige Holztüren lassen sich beispielsweise öffnen und mit einblasfähigen Materialien ausfüllen. Mitunter erreichen Sie Ihr Ziel aber nur, indem Sie Dämmstoffe auf das Türblatt aufkleben.

Holztüren aus Waben- oder Röhrenspan öffnen und verfüllen

Bestehen Holztüren nicht aus Voll- oder Massivholz, befinden sich im Kern häufig Wabeneinlagen, Röhrenstege oder Röhrenstegplatten. Diese sind zwar stabil, in puncto Schall- oder Wärmeschutz aber weniger günstig. Möchten Sie eine solche Tür dämmen, öffnen Sie vorsichtig das Türblatt und füllen die Hohlräume mit einblasfähigen oder flexiblen Dämmstoffen aus. Danach verschließen Sie die Tür wieder. Das Blatt erreicht durch die Maßnahme einen deutlich besseren U-Wert. Es verliert weniger Wärme und behält auch im Winter höhere Oberflächentemperaturen. Vorteil dieser Lösung ist ihre Eleganz. Denn die Dämmung ist nahezu unsichtbar.

Holz-, Kunststoff- und Aluminiumtüren nachträglich dämmen

Ist das Öffnen der Türblätter nicht möglich, bringen Sie plattenartige Dämmstoffe direkt auf der Oberfläche an. Je nach Zustand und gewünschtem Effekt können Sie dabei außen oder innen die Tür isolieren. Auch eine Kombination beider Lösungen ist möglich, um die Wirksamkeit zu erhöhen. Die Umsetzung ist vergleichsweise einfach. Denn dabei kleben Sie die Dämmstoffe ohne Lufteinschlüsse auf die Türblätter. Während die Wärmeleitgruppe (Wärmeschutzeigenschaften) im Vordergrund steht, wenn Sie die Tür gegen Kälte isolieren möchten, geht es beim Schallschutz vor allem um die Schwere der Dämmung. Je höher die Dichte ist, umso schlechter gelangen Geräusche hindurch.

Türdichtung einbauen oder erneuern und Wirksamkeit steigern

Indem Sie eine Wohnungs- oder Zimmertür auf die beschriebenen Arten dämmen, verbessern Sie die Eigenschaften des Türblatts. Ohne oder mit veralteten Dichtungen bleibt der Erfolg jedoch meist aus. Denn dann gelangen Schall und warme Luftmassen einfach am Blatt vorbei nach draußen oder drinnen. Sinnvoll ist es daher, im gleichen Zuge mit der Türendämmung die Dichtung zu kontrollieren und bei Bedarf zu erneuern. Schwachstellen finden sich darüber hinaus im Bereich von Zargen und Verankerungen, die Sie ebenfalls kontrollieren (lassen) sollten.

Tür dämmen und abdichten
© O.PASH / Shutterstock.com

Alternative: Haus-, Wohnungs- oder Kellertür austauschen

Möchten Sie die Tür dämmen, fallen Kosten in Höhe von 50 bis über 500 Euro an. Während das Anbringen von Dämmplatten in Eigenregie vergleichsweise günstig ist, sind die Preise für das Öffnen und Verfüllen alter Holztüren höher. Möchten Sie mehr Energie sparen, kann sich allerdings auch ein Austausch von Haus- und Wohnungstüren lohnen. Neue Haustüren sehen meist besser aus. Sie haben einen niedrigen U-Wert, schützen effektiv vor Schall und verbessern sogar die Einbruchsicherheit.

Ein weiterer Vorteil: Lassen Sie die Tür nicht nur dämmen, sondern gleich komplett austauschen, bekommen Sie Fördermittel in Höhe von 20 bis 25 Prozent. Diese gibt es in Form von Zuschüssen oder Darlehen mit Tilgungszuschüssen über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Voraussetzung ist, dass der U-Wert der neuen Tür nicht über 1,3 W/m²K liegt. Außerdem müssen Sie die Förderung vor der Vergabe von Liefer- und Leistungsverträgen mit einem Energieberater beantragen.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz
Fazit von Alexander Rosenkranz
Indem Sie Ihre Tür dämmen, sorgen Sie für einen höheren Schallschutz. Sie sparen Heizkosten und steigern Ihren Wohnkomfort. Die Arbeiten gehen vergleichsweise einfach von der Hand, sind jedoch mit einigen Voraussetzungen verknüpft. So muss die Tür insgesamt intakt und im besten Fall auch mit einem planen Türblatt ausgestattet sein. Wichtig ist es zudem, auch Dichtungen und Zargen auf Wärme- sowie Schallbrücken zu untersuchen.
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