Mit einer Zeitschaltuhr für die Heizung sparen 

Mit einer Zeitschaltuhr für die Heizung können Hausbesitzer ihren Verbrauch an den eigenen Bedarf anpassen. Das schont die Heiztechnik und senkt zudem auch die Energiekosten. Zum Einsatz kommen die Uhren dabei in ganz unterschiedlichen Bereichen. Welche das sind und unter welchen Voraussetzungen eine Heizung mit Zeitschaltuhr tatsächlich sparsamer läuft, erklären wir in den folgenden Abschnitten. 

Funktion und Einstellung der Heizung mit Zeitschaltuhr 

Die Energieeinsparverordnung (aktuell EnEV 2014) fordert, dass zentrale Heizungsanlagen nach der Zeit steuerbar sind. Denn auf diese Weise können Hausbesitzer den Betrieb der Anlage an den eigenen Bedarf anpassen. Die Heizung verbraucht Energie nur dann, wenn es wirklich nötig ist und schont die Umwelt. Ein positiver Nebeneffekt: Durch den sparsameren Heizbetrieb sinken meist auch die Heizkosten. Nötig ist lediglich eine Zeitschaltuhr für die Heizung. 

Zeitschaltuhr der Heizung schont die Umwelt und den Geldbeutel
© Benjamin ['O°] Zweig / Fotolia

Zeitschaltuhr der Heizung richtig einstellen  

Wenn niemand Zuhause ist oder alle schlafen, muss die Heizung nicht mit voller Leistung arbeiten. Senken Hausbesitzer in diesen Zeiten die Raumtemperaturen ab, verlieren Gebäude weniger Energie. Der Wärmebedarf sinkt und mit diesem auch der Energieverbrauch.

Alternativ zum Dreh an den Thermostaten können Hausbesitzer die Einstellung über eine Zeitschaltuhr der Heizung vornehmen. Bei vielen Wärmeerzeugern lassen sich dabei sogenannte Wochenprogramme einstellen. Wichtig ist jedoch, dass Verbraucher die Heizung über die Zeitschaltuhr frühzeitig einschalten. Denn nach einer Heizpause dauert es immer etwas, bis alle Räume wieder wohlig warm sind. Wie lang die sogenannte Aufheizphase ist, hängt dabei von folgenden Faktoren ab:

  • Höhe der Absenktemperatur (je niedrige diese ist, umso länger dauert das Aufheizen)
  • Art des Heizsystems (Flächenheizung arbeitet deutlich langsamer als Heizkörper)
  • Wärmespeicherfähigkeit des Gebäudes (dicke Wände nehmen viel Wärme auf und verlängern die Aufheizphase)

In der Praxis hilft ein einfacher Versuch, die Zeitschaltuhr der Heizung optimal einzustellen. Ist es im Haus auch nach der eingeplanten Aufheizphase noch zu kalt, sollten Verbraucher diese einfach etwas verlängern. Mieter haben auf die Heizungsanlage in der Regel keinen Einfluss. Sie können die Zeitschaltuhr der Heizung allein am Thermostat einstellen.

Einsparpotenziale einer Zeitschaltuhr für die Heizung

Wer die eigene Heizung zeitabhängig steuert, spart vor allem im Altbau viel Energie. Denn hier wirken sich die geringeren Innentemperaturen durch den schlechteren Wärmeschutz spürbar auf die Energieverluste aus. In einem gut gedämmten Neubau verhält sich das anders. Hier verliert das Haus auch an sehr kalten Tagen nur wenig Energie über seine Hülle. Heizpausen, die sich zum Beispiel über eine Zeitschaltuhr der Heizung einstellen lassen, wirken sich dabei kaum auf den Energieverbrauch auf. Die Einsparpotenziale sind dann vergleichsweise gering.  

Einsatzbereiche für Zeitschaltuhren bei der Heizung    

Neben einer zentralen Zeitschaltuhr für die Heizung können die kleinen Geräte auch lokal an Heizkörpern oder bei einer Warmwasserzirkulation zum Einsatz kommen. Wie das funktioniert und ob es sich lohnt, zeigen die folgenden Abschnitte.

Zeitschaltuhr der Heizung für Thermostate  

Thermostate regulieren den Heizwasserdurchsatz durch Heizkörper und beeinflussen so deren Wärmeabgabe an den Raum. An konventionellen Geräten können Verbraucher dabei durch einen einfachen Dreh die gewünschte Raumtemperatur einstellen. Stellen sie die Heizkörper zu Nichtnutzungszeiten ab, ist es immer erst einmal kalt, wenn sie später zurückkommen. Das kann zum Beispiel morgens oder nachmittags der Fall sein.

Sind moderne Thermostate mit einer Zeitschaltuhr für die Heizung ausgestattet, passiert das nicht. Denn über diese lassen sich die Heizkörper zeitabhängig steuern. Verbraucher können Nutzungszeiten und Raumtemperaturen individuell einprogrammieren und profitieren so von einem warmen Empfang. Vor allem in unsanierten Altbauten kann das komfortabel beim Energiesparen helfen.

Die Zeitsteuerung der Zirkulationspumpe  

Interessant ist der Einsatz einer Zeitschaltuhr für die Heizung auch zur Steuerung der Zirkulationspumpe. Diese fördert warmes Trinkwasser von der letzten Entnahmestelle zurück zum Speicher und sorgt dafür, dass das Medium nicht stagniert. Das beugt der Vermehrung von Legionellen vor und sorgt zudem für einen höheren Komfort. Denn durch die Warmwasserzirkulation fließt warmes Wasser ohne Wartezeit aus dem Wasserhahn.

Ein Nachteil der Zirkulationsanlagen ist ihr hoher Energieverbrauch. Während die Pumpen viel Strom verbrauchen, geht wertvolle Heizwärme über die Verteilungsleitungen verloren. Für Abhilfe sorgt auch hier eine Zeitschaltuhr der Heizung. Denn über diese lässt sich die Zirkulationspumpe abhängig vom Bedarf ein- und ausschalten. Zum Beispiel morgens und abends, wenn Verbraucher im Haus regelmäßig warmes Wasser benötigen. In den übrigen Zeiten steht die Zirkulation still und verbraucht keine Energie.

Kosten für eine Zeitschaltuhr der Heizung  

Während eine Zeitschaltuhr bei zentralen Heizungsanlagen üblicherweise ein Bestandteil der Regelung ist, können Hausbesitzer programmierbare Thermostate, Uhren oder spezielle Armaturen zur Zirkulationssteuerung nachrüsten. Einfache programmierbare Thermostate gibt es dabei bereits für 30 bis 50 Euro pro Heizkörper. Eine Zeitschaltuhr für die Zirkulationspumpe kostet etwa zehn bis 20 Euro. Durch die geringen Ausgaben lohnen sich die Ausgaben heute in vielen Gebäuden.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Über eine Zeitschaltuhr der Heizung können Verbraucher die Wärmeerzeugung optimal an ihre Bedürfnisse anpassen. Die Anlage verbraucht dabei nie mehr Energie als nötig und die Heizkosten sinken. Während viele modernen Regelungen heute bereits mit einer Zeitschaltuhr ausgestattet sind, lassen sich die Elemente an Heizkörpern und Zirkulationspumpen auch nachrüsten. Wichtig für einen komfortablen und sparsamen Heizbetrieb ist dabei die richtige Einstellung der Uhr.

Beratung durch Ihren Heizungsinstallateur vor Ort

Sie benötigen eine individuelle Beratung oder ein Angebot für Ihre neue Heizung?

news-icon

Neueste Artikel

Vom 19. November 2018

Aluminiumheizkörper sind eine interessante Alternative zu Standard-Plattenheizkörpern und doch selten im Einsatz. Wir informieren über Eigenschaften, Vorteile, Nachteile und Kosten der Aluheizkörper. weiterlesen

Vom 18. November 2018

Die Fußbodenheizung im Trockensystem eignet sich nahezu perfekt für die Altbausanierung. Wir erklären, warum das so ist und geben einen Überblick über den Aufbau und die Kosten der Flächenheizung. weiterlesen

Vom 17. November 2018

Aus welchen Bestandteilen setzt sich der Heizkreislauf einer Heizung zusammen und wie arbeiten die Heizkreise sparsam und komfortabel? Wir geben Antworten und erklären, wie eine Heizung funktioniert. weiterlesen

Vom 16. November 2018

Wie lassen sich die Heizkosten berechnen, wenn es sich um eine Mietwohnung handelt? Wir geben einfache Tipps und zeigen, wie Verbraucher überhöhte Heizkostenabrechnungen sicher erkennen. weiterlesen

News article img

Artikelbewertung