Lohnt sich der Wechsel zu Ökostrom?

Ein Wechsel zu Ökostrom ist für viele Haushalte eine sinnvolle Alternative. Die grüne Energie ist dabei nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für das Portemonnaie. So halten viele Ökostromanbieter heute bereits mit der fossilen Konkurrenz mit. Wann sich ein Wechsel zu Ökostrom lohnt und worauf Verbraucher achten sollten, erklären wir in den folgenden Abschnitten.

Preisunterschiede werden immer kleiner

Suchen Verbraucher aktuell nach einem neuen Stromanbieter, zeigen viele Vergleichsportale ein ähnliches Bild. Dabei besetzen Discountanbieter, die Strom aus Atom- und Kohlekraft liefern, zwar die ersten Plätze. Echte Ökostromtarife liegen aber meist dicht dahinter.

Unser Vergleich hat gezeigt, dass sich die Verbrauchskosten (Preis pro Kilowattstunde) oft nur wenig unterscheiden. So bieten die erstplatzierten Discounter Preise von 25 Cent je Kilowattstunde, während grüne Stromanbieter Energie für 27 Cent je Kilowattstunde liefern.

Verbrauchen Haushalte rund 2.500 Kilowattstunden Strom im Jahr, verursacht der Wechsel zu Ökostrom in diesem Beispiel Mehrkosten von 25 Euro jährlich. Die monatlichen Abschlagszahlungen steigen dabei kaum spürbar um rund 2 Euro.

Unabhängig vom Anbieter lohnt es sich, immer bewusst auf den eigenen Verbrauch zu schauen. Wie sich dieser senken lässt, verraten wir im Beitrag „Strom sparen“.

Nach dem Wechsel zu Ökostrom kommt elektrische Energie zum Beispiel aus Windkraftanlagen.

Vorteile durch einen Wechsel zu Ökostrom

Dass der grüne Strom gut für die Umwelt ist, wissen viele. Aber worin liegen die Vorteile der nachhaltigen Energieversorgung im Detail?

Grüner Strom verursacht geringe CO2-Emissionen

Grüner Strom stammt zum Beispiel aus Wind-, Wasser- oder Solarkraftwerken. Im Gegensatz zu Gas- oder Kohlekraftwerken, die fossile Rohstoffe verbrennen, lässt er sich nahezu ohne CO2-Emissionen gewinnen. Das verlangsamt die von Menschen bedingte Klimaveränderung und trägt zu einem geringeren Anstieg der globalen Temperaturen bei.

Schonung fossiler Ressourcen

Rohstoffe wie Öl, Gas oder Kohle sind nur begrenzt auf der Erde verfügbar. Stillen wir unseren Energiehunger allein mit diesen fossilen Energieträgern, werden sie in Zukunft zur Neige gehen. Noch lange bevor der letzte Tropfen Öl verbraucht ist, steigen dabei die Preise durch das immer knappere Angebot. Anders ist das mit grüner Energie. Denn diese kommt nach einem Wechsel zu Ökostrom aus unerschöpflichen Quellen wie der Sonne, dem Wind oder dem Wasser.

Wechsel zu Ökostrom stärkt die Wirtschaft

Ein Teil des Gewinns grüner Stromerzeuger fließt direkt oder indirekt in die Weiterentwicklung und den Ausbau der nachhaltigen Energieanlagen. Auf diese Weise entlastet der Wechsel zu Ökostrom nicht nur das Klima. Er stärkt auch die heimische Wirtschaft und schafft gleichzeitig neue Arbeitsplätze im eigenen Land.

Zertifikate für den Wechsel zu Ökostrom

Haben sich Verbraucher für einen Wechsel zu Ökostrom entschieden, stellen sie sich häufig die Frage, woran man „echten“ Ökostrom eigentlich erkennt? Grund dafür ist, dass der Begriff selbst nicht rechtlich geschützt ist. Das heißt, jeder Anbieter könnte seinen Strom theoretisch unter der gleichen oder einer ähnlichen Bezeichnung vertreiben. Und das auch dann, wenn er nicht zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen stammt.

Sicherheit bieten hier verschiedene Prüfsiegel. So gewährleistet zum Beispiel das „Geprüfter Ökostrom“-Zertifikat des TÜV-Nord, dass die Energie zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen stammt und sich der Versorger für deren Ausbau einsetzt.

Das „Grüner Strom Label“ geht dabei sogar noch einen Schritt weiter. Denn mit der Herkunft ist hier auch die Strommenge nachzuweisen. Darüber hinaus geht ein fester Bestandteil des Strompreises in Energieprojekte und den Bau neuer Anlagen. Damit es jedoch nicht zu Umweltbeeinträchtigungen kommt, müssen diese weitere Kriterien einhalten. Wichtig ist dabei zum Beispiel, dass eine Photovoltaikanlage nur auf Flächen mit geringer naturschutzfachlicher Bedeutung gebaut werden darf.

Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Der Wechsel zu Ökostrom lohnt sich oft. Denn abgesehen von den Preisen, die im Durchschnitt leicht über denen fossiler Stromanbieter liegen, schont der grüne Strom auch die Umwelt.

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