Kreiselpumpe als Herzstück der Heizungsanlage 

Kreiselpumpen haben sich als elementare Bestandteile von Heizungssystemen bewährt und tragen somit erheblich zur Lebensqualität im eigenen Zuhause bei. Dank ihres einfachen Aufbaus sind sie robust, langlebig sowie wandelbar – und finden daher in den verschiedensten Bereichen Anwendung. Im folgenden Text wird ihre Funktionsweise näher erklärt.

Aufbau und Funktion der Kreiselpumpe

Die Kreiselpumpe, auch Heizungspumpe oder Umwälzpumpe genannt, wird gerne mit einem menschlichen Herz verglichen, da sie im Heizkreislauf eine ähnliche Funktion erfüllt. Während das Herz das Blut im Körper zum Zirkulieren bringt und durch die Blutgefäße treibt, lässt die Heizungspumpe warmes Wasser durch die Heizungsrohre eines Gebäudes fließen. Auf diese Weise gelangt das Wasser in die Heizkörper, sodass sich die Räume optimal aufheizen.

Verschiedene Einsatzbereiche

Diese Pumpenart kommt beim Heizen am häufigsten zum Einsatz. Ihr Einsatzort ist dabei jedoch keinesfalls auf das Heizungssystem in Gebäuden beschränkt. Kreiselpumpen finden unter anderem Verwendung innerhalb von Wasserwerken, in Schwimmbädern, Bergwerken und Kühlsystemen. Sie helfen dabei, Felder zu bewässern oder Wasser in Kellern abzupumpen. Besonders große Exemplare der Pumpe werden in der Erdölgewinnung, im Wasserbau und in Kraftwerken eingesetzt.
Das Bild zeigt einen Handwerker, der eine Schraube über einer Kreiselpumpe festzieht. 
© rupbilder | Fotolia

Der Aufbau der Kreiselpumpe

Da die Pumpe in vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt wird, unterscheidet sie sich in ihrer jeweiligen Form teils stark. Die grundlegenden Komponenten jedoch bleiben stets gleich. Hierzu zählen:

  • das Gehäuse
  • die Antriebswelle
  • das Laufrad
  • der Einlaufstutzen
  • mindestens ein Ablauf

Das Laufrad stellt das zentrale Bauteil einer Pumpe dar. Es sorgt dafür, dass die mechanische Kraft auf das Medium, also das warme Wasser, übertragen wird. Im Falle der Heizungspumpe bringt das Laufrad das Heizwasser in Rotation. Für das Laufrad selbst existieren verschiedene Bauarten, die die Strömung auf unterschiedliche Art und Weise beeinflussen. Das Gehäuse passt sich in seiner Form an das jeweilige Laufrad an.

Die unterschiedlichen Bauformen

Die Bauformen der Kreiselpumpe lassen sich in drei Gruppen einteilen:

  • Radialpumpen
  • Halbaxialpumpen
  • Axialpumpen

Die Bezeichnungen „radial“, „axial“ und „halbaxial“ erklären hierbei, ob das Laufrad senkrecht zur Achse, entlang der Achse oder mittig zwischen diesen beiden Ausrichtungen verbaut wurde. Daneben existieren Sonderformen der Kreiselpumpe, wie Zellenspül- oder Jetpumpen, die ihre Leitungen ohne fremdes Zutun entlüften. Ist in der Kreiselpumpe keine Magnetkupplung verbaut, kommen in der Regel Radialdichtringe zwischen Gehäuse und Antriebswelle zum Einsatz. Diese müssen nach einer gewissen Zeit gewechselt werden. 

So funktioniert die Kreiselpumpe der Heizung im Detail

Die Kreiselpumpe transportiert als Teil der Heizungsanlage in Gebäuden das warme Wasser vom Kessel durch die Rohre zu den einzelnen Heizkörpern und zurück. So entsteht ein Kreislauf. Während alte Heizungsanlagen nach dem Schwerkraftprinzip arbeiteten, sorgen elektrisch betriebene Kreiselpumpen dafür, dass das warme Wasser entsprechend des Bedarfs in die Heizkörper geliefert wird. So wird die Effizienz erhöht und Strom kann gespart werden.

Innerhalb des Gehäuses rotiert das Laufrad in hoher Geschwindigkeit um die Antriebswelle. Aufgrund des entstehenden Unterdrucks wird Wasser angesaugt und in einer Drehbewegung durch die einzelnen Kammern geleitet. Der Druck kann hierbei zusätzlich erhöht werden, indem Kreiselpumpen hintereinandergeschaltet werden.

Die Vorteile der Kreiselpumpe

Kreiselpumpen bringen eine ganze Reihe an Vorteilen mit sich: Sie passen sich gut an die jeweiligen Anforderungen an und sind trotz geringer Größe äußerst leistungsstark. Da ihr Aufbau recht einfach ist und aus wenigen Einzelteilen besteht, sind die Pumpen besonders robust und langlebig. Werden Antriebswellen mit einer Magnetkupplung verbaut, kann eine Wartung sogar komplett umgangen werden. 

Ist die Kreiselpumpe ein Stromfresser?

Die Technik von Kreiselpumpen hat sich mit den Jahren stetig verbessert. Jedoch ist diese Innovation noch nicht in allen Haushalten angekommen. Alte Pumpen sind Dauerläufer und können daher als echte Stromfresser bezeichnet werden. Diese veralteten Heizungspumpen dürfen aufgrund ihrer schlechten Energieeffizienz heute nicht mehr verbaut werden.

Eine moderne Alternative zur ungeregelten Kreiselpumpe stellen geregelte Heizungspumpen dar. Diese passen ihre Pumpleistung automatisch an den tatsächlichen Heizungswasserbedarf an. Auf diese Weise können im Vergleich zum veralteten Modell bis zu 40 Prozent an Strom gespart werden. Dies wirkt sich nicht nur positiv auf den Geldbeutel aus, sondern auch auf die Umwelt. Der CO2-Ausstoß lässt sich durch eine geregelte Kreiselpumpe deutlich verringern.

Besonders attraktiv ist die hocheffiziente Kreiselpumpe. Schon ihr Name lässt erkennen, dass sie im Betriebszustand möglichst viel Energie spart. Hierfür sorgt unter anderem die modernste Motorentechnik, die im Inneren verbaut ist. Im Vergleich zur ungeregelten Heizungspumpe spart die Hocheffizienzpumpe somit ganze 80 Prozent Strom und senkt somit erheblich die CO2-Emission. 

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Die Kreiselpumpe ist die am häufigsten verwendete Pumpenart. Als Herzstück des Heizungssystems pumpt sie das heiße Heizungswasser vom Kessel in die Heizungsrohre und dann in die Heizkörper und Räume. Sie ist robust, langlebig, platzsparend, leistungsstark und heutzutage zudem äußerst energieeffizient.

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