KfW-Förderung zur Sanierung im Überblick

Mit der KfW-Förderung zur Sanierung alter Wohngebäude, lassen sich die Kosten oft spürbar senken. So gibt es Zuschüsse und Darlehen für Maßnahmen, die Energie einsparen, den Wohnkomfort erhöhen oder den Einbruchschutz verstärken. Wir geben einen Überblick und erklären, wann Hausbesitzer welche Mittel zur Förderung der Sanierung im Altbau in Anspruch nehmen können.

KfW-Förderung zur Sanierung: Energieeffizienz

Möchten Verbraucher einen Altbau energieeffizient sanieren, können sie Zuschüsse und Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) nutzen, um die Kosten zu senken. Infrage kommen dabei die Programme 430 und 155. Während Hausbesitzer über das KfW-Programm 430 einmalige Zuschüsse in Höhe von zehn Prozent der Kosten bekommen, gibt es über die Programme 151/152 zinsgünstige Darlehen. Das Besondere an diesen ist ein Tilgungszuschuss in Höhe von mindestens 7,5 Prozent. Wer sich für sogenannte Heizungs- oder Lüftungspakete entscheidet, bekommt eine höhere KfW-Förderung zur Sanierung. Denn dabei steigen die Zuschüsse auf 15 Prozent an. Der Tilgungszuschuss steigt unterdessen auf 12,5 Prozent an. Grundsätzlich gibt es die Gelder für folgende Maßnahmen: 

KfW-Förderung zur Sanierung im Altbau Konditionen im Programm 430 Konditionen im Programm 151/ 152
Sanierung des Altbaus zum KfW-Effizienzhaus Zuschuss bis 30 Prozent; max. 30.000 Euro je Wohnung Tilgungszuschuss bis 27,5 Prozent, max. 27.500 Euro je Wohnung
Sanierung von Baudenkmalen Zuschuss bis 15 Prozent; max. 15.000 Euro je Wohnung Tilgungszuschuss bis 12,5 Prozent, max. 12.500 Euro je Wohnung
Heizungs-/Lüftungspaket (Heizungstausch + Optimierung Altanlage; Lüftungsanlage + Einzelmaßnahme an der Gebäudehülle) Zuschuss bis 15 Prozent; max. 7.500 Euro je Wohnung Tilgungszuschuss bis 12,5 Prozent, max. 6.250 Euro je Wohnung
Einzelmaßnahmen (Dämmung, Fenster, Heizungstausch, Heizungsoptimierung) Zuschuss bis 10 Prozent; max. 5.000 Euro je Wohnung Tilgungszuschuss bis 7,5 Prozent, max. 3.750 Euro je Wohnung

Voraussetzung für die KfW-Förderung der Sanierung  

Antragsberechtigt sind hier zunächst private Besitzer oder Käufer von Ein- und Zweifamilienhäusern oder Eigentümergemeinschaften aus Privatpersonen. Geht es um ein günstiges Darlehen zur Finanzierung und Förderung der Sanierung, gibt es die Mittel für alle, die eine energetische Sanierung durchführen möchten. Voraussetzung ist jedoch, dass der Bauantrag (alternativ auch die Bauanzeige) bereits vor dem 01.02.2002 gestellt wurde. Außerdem sind die technischen Anforderungen der KfW zu beachten. Bei einem Heizungsaustausch kommt es dabei auf den Einbau einer effizienten Öl- oder Gasbrennwerttherme an.

Was viele nicht wissen: Die Förderung zur Sanierung im Altbau gibt es meist auch dann, wenn Verbraucher die Maßnahmen in Eigenleistung durchführen. Wichtig ist dann aber, dass ein Energieberater die ordnungsgemäße Durchführung der Arbeiten bestätigt.

KfW-Förderung zur Sanierung im Altbau mit Zuschüssen und Darlehen
© Stockfotos-MG / Fotolia

Förderung der Sanierung für Wohnkomfort und Einbruchschutz  

Finanzielle Unterstützung bietet die KfW aber nicht nur bei einer energetischen Modernisierung an. Auch dann, wenn Hausbesitzer das eigene Gebäude zum Zwecke des Wohnkomforts oder des Einbruchschutzes umbauen, gibt es Zuschüsse und Darlehen. Zumindest dann, wenn die Arbeiten den Anforderungen an das altersgerechte Wohnen entsprechen. Wie alt die Hausbesitzer sind, spielt in den Programmen 455 und 159 keine Rolle. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die KfW-Förderung zur Sanierung im Altbau:

KfW-Förderung zur Sanierung im Altbau Konditionen im Programm 455 Konditionen im Programm 159
Umbau zum altersgerechten Haus Zuschuss in Höhe von 12,5 Prozent; max. 6.250 Euro je Wohnung Darlehen zu einem Zinssatz von 0,75 bis 1,0 Prozent; bis zu 50.000 Euro pro Wohnung
Barrierereduzierung (Wege zum Gebäude, Treppen und Stufen, Umgestaltung der Raumaufteilung, Badumbau, Orientierung) Zuschuss in Höhe von zehn Prozent; max. 5.000 Euro je WohnungDarlehen zu einem Zinssatz von 0,75 bis 1,0 Prozent; bis zu 50.000 Euro pro Wohnung
Einbruchschutz (Türen, Tore, Nachrüstsysteme für Türen und Fenster, Alarmanlagen, Türspione und Assistenzsysteme) 
Zuschuss in Höhe von 20 Prozent auf die ersten 1.000 Euro + zehn Prozent auf die weiteren förderfähigen Kosten; max. 1.6000 Euro je WohnungDarlehen zu einem Zinssatz von 0,75 bis 1,0 Prozent; bis zu 50.000 Euro pro Wohnung

Voraussetzung für die KfW-Förderung zur Sanierung im Altbau  

Antragsberechtigt sind auch hier zunächst Eigentümer oder Käufer von Wohngebäuden mit maximal zwei Wohneinheiten. Außerdem gibt es Zuschüsse auch für Eigentümergemeinschaften aus Privatpersonen und Mieter. Die Förderung der Sanierung in Form eines Darlehens gibt es hingegen für alle, die ein Haus umbauen oder ein umgebautes Haus kaufen. In Bezug auf die einzelnen Maßnahmen sind dabei die technischen Anforderungen der Förderbank zu berücksichtigen. Während sich diese bei Mitteln zur Barrierereduzierung vor allem auf Einbauhöhen, Größen und Abstandsflächen beziehen, geht es bei Geldern zum Einbruchschutz überwiegend um die einbruchhemmende Qualität der Bauteile.

Möchten Mieter eine KfW-Förderung zur Sanierung im Altbau in Anspruch nehmen, sollten sie vorher eine sogenannte Modernisierungsvereinbarung mit ihrem Vermieter abschließen. Das beugt unliebsamen Überraschungen nach dem Abschluss der Vorhaben vor.

KfW-Förderung zur Sanierung im Altbau beantragen    

Die Mittel der KfW sind grundsätzlich vor dem Beginn des Sanierungsvorhabens zu beantragen. Geht es um eine energetische Modernisierung, muss ein Energieberater die Maßnahme prüfen. Anschließend bestätigt er gegenüber der KfW, dass alle Voraussetzungen eingehalten sind und die Sanierung kann beginnen.

Übrigens: Während sich Zuschüsse einfach über das KfW-Zuschussportal beantragen lassen, wenden sich Verbraucher für ein Darlehen zunächst an die eigene Hausbank. Diese leitet die Antragsunterlagen an die Förderbank weiter und zahlt später auch das Geld aus.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Eine Modernisierung senkt die Heizkosten, erhöht den Wohnkomfort und steigert den Einbruchschutz. Darüber hinaus sorgt sie außerdem für einen höheren Wert der Immobilie und sichert diesen für die Zukunft ab. Wer Arbeiten an seinem Haus vornehmen möchte, sollte dabei auch KfW-Förderung zur Sanierung im Altbau beantragen. Zur Auswahl stehen dabei zahlreiche Zuschuss- und Darlehensvarianten. 

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