KfW 461: BEG-Zuschuss für Wohngebäude

Mit dem Programm 461 „Wohngebäude – Zuschuss“ fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ganzheitliche Sanierungsvorhaben und Neubauten auf Effizienzhausniveau. Die Höhe der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) hängt von der Energieeffizienz ab und liegt bei maximal 75.000 Euro pro Wohneinheit im Bestand. Bauherren bekommen maximal 37.500 Euro pro Wohneinheit. Wer die KfW-461-Förderung beantragen kann und wie das funktioniert, erklären wir in den folgenden Abschnitten. 

Antragsteller und Konditionen für den KfW-Zuschuss 461

Die KfW-461-Förderung gibt es grundsätzlich für jeden, der ein energieeffizientes Wohngebäude baut, kauft oder ein bestehendes Gebäude zum Effizienzhaus saniert. Antragsberechtigt sind damit Privatpersonen genauso wie Unternehmen, die Wohnungen vermieten. Selbst Mieter oder Pächter einer Immobilie können Mittel aus dem KfW-Programm 461 beantragen, sofern sie eine Sanierungserlaubnis vom Eigentümer vorlegen.

Konditionen der Zuschussförderung für effiziente Wohngebäude

Mit der KfW-461-Förderung vergibt der Staat attraktive Zuschüsse an Käufer, Bauherren oder Sanierer. Wie hoch diese ausfallen, hängt vom Grad der Energieeffizienz beziehungsweise vom erreichten Effizienzhaus-Niveau ab, wie die folgende Übersicht zeigt.

Effizienzhaus Denkmal 100 85 70 55 40 40 Plus
Neubau ------------15 % 20 % 25 %
Sanierung 25 % 27,5 % 30 % 35 % 40 % 45 % ---

Außerdem gibt es Fördermittel für die Baubegleitung in Höhe von 50 % (maximal 10.000 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser anrechenbar). Für die Zuschussförderung sind grundsätzlich Kosten in Höhe von 120.000 Euro beziehungsweise 150.000 Euro pro Wohneinheit für ein Effizienzhaus 40-Plus im Neubau anrechenbar.

KfW-461-Bonus für Nachhaltigkeit und erneuerbare Energien 

Wer nachhaltig baut oder saniert, profitiert von besseren Konditionen im KfW Programm 461. So steigt die Zuschusshöhe bei Neubauten um 2,5 Prozent, wenn Bauherren ein Nachhaltigkeitszertifikat für ihr Haus bekommen. Gleiches gilt für den Einsatz erneuerbarer Energien: Wer mindestens 55 Prozent des Wärmebedarfs im Haus regenerativ deckt, bekommt 2,5 Prozent mehr Förderung im Neubau. Bei einer Sanierung steigt der KfW-Wohngebäude-Zuschuss 461 durch den sogenannten EE-Bonus sogar um fünf Prozent. Außerdem sind in beiden Fällen 150.000 statt 120.000 Euro pro Wohneinheit anrechenbar. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass die Bonus-Fördergelder nicht mit einem Effizienzhaus 40 Plus kombinierbar sind.

Höhere Förderung mit individuellem BAFA-Sanierungsfahrplan

KfW-461-Förderung für effizientes Haus
© Puttachat Kumkrong / Shutterstock.com

Einen weiteren Bonus erhalten Sanierer, die den angestrebten Effizienzhaus-Stand in mehreren Schritten erreichen. Hier gibt es über die KfW-461-Förderung noch einmal fünf Prozent extra, wenn ein individueller Sanierungsfahrplan die umzusetzenden Maßnahmen vorschlägt. Wer in einem Zug saniert, bekommt den sogenannten iSFP-Bonus zum KfW-461-Zuschuss allerdings nicht.

KfW 461: Förderung richtig beantragen

Sanierer mit einem mindestens fünf Jahre alten Gebäude (gemessen am Tag des Bauantrags) sowie Käufer oder Bauherren energieeffizienter Gebäude beantragen die KfW-461-Förderung einfach online über das Zuschussportal der KfW. Zuvor beauftragen sie einen Energieberater der Energie-Effizienz-Experten-Liste des Bundes, welcher die nötige Bestätigung zum Antrag ausstellt. Nach der Beantragung der KfW-Förderung-461 weisen Antragsteller ihre Identität nach. Sie bekommen eine Förderzusage und können mit dem Vorhaben beginnen. Sind alle Arbeiten abgeschlossen, erstellt der Energieberater eine Bestätigung nach Durchführung, die Bauherren und Sanierer im Zuschussportal einreichen. Die Experten der Förderbank prüfen daraufhin alle Unterlagen und zahlen die KfW-461-Förderung aus.

Wichtig ist, dass Bauherren und Sanierer den KfW-Wohngebäude-Zuschuss aus dem Programm 461 vor der Vergabe von Liefer- und Leistungsverträgen beantragen. Wer den Zeitpunkt bereits verpasst hat, kann alternativ auch den Steuerbonus für die Sanierung nutzen.

Änderungen der Förderung zum 01. Juli 2021 – Was ist anders?

Hinweis für Anträge nach KfW 430:

Haben Sie vor dem 01. Juli 2021 einen Antrag auf Förderung im Rahmen des Programms 430 gestellt, gelten die entsprechenden Bedingungen.

Das KfW-Programm 461 ist Teil der Bundesförderung für effiziente Gebäude für Wohngebäude (BEG WG) und löst das vormals gültige KfW-Programm 430 ab. Es verspricht bessere Konditionen für alle, die nachhaltig bauen oder regenerative Energien einsetzen und vergrößert den Kreis der möglichen Antragsteller. So stellt es Bauherren beispielsweise eine Zuschuss-Variante zur Förderung bereit, die es zuvor noch nicht gab. Im Sanierungsbereich profitieren nun auch Mieter, Pächter oder Eigentümer größerer Gebäude von der KfW-461-Förderung. Eine weitere bedeutende Neuerung gibt es bei einer Sanierung: Um Fördermittel zu erhalten, müssen Bauantrag oder Bauanzeige nun nur noch mindestens fünf Jahre alt sein. Zuvor gab es Fördermittel nur für Gebäude, deren Bauantrag vor dem 01. Februar 2002 gestellt wurde. Auch das vergrößert den Empfängerkreis der KfW-Förderung aus dem Programm 461 deutlich.

Die folgende Grafik gibt noch einmal einen Überblick darüber, welche BEG-Förderprogramme wo beantragt werden können:

Die Grafik zeigt ein Organigramm der verschiedenen Fölrderprogramme in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)
© heizung.de
Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz
Fazit von Alexander Rosenkranz
Mit der KfW-461-Förderung setzt der Staat die Bundesförderung für effiziente Gebäude im Wohnbereich um. Er beteiligt sich im besten Falle mit 50 Prozent an den anfallenden Kosten und fördert auch Mieter, Pächter oder Eigentümer größerer Wohngebäude mit dem attraktiven KfW-461-Zuschuss. Voraussetzung ist, dass sich Bauherren und Sanierer noch vor der Vergaben von Liefer- und Leistungsverträgen um die Beantragung der Mittel kümmern.
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