KfW 430: Zuschuss für Heizung und Sanierung

Mit dem KfW-Programm 430 (KfW 430) fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau verschiedene Maßnahmen zur energetischen Sanierung. Hausbesitzer bekommen dabei Zuschüsse für Dämmarbeiten, neue Fenster, den Austausch der Heizung oder für eine neue Lüftung. Wir erklären, wie viel Geld es über das KfW Förderprogramm 430 gibt und wie die Mittel zu beantragen sind. 

Bis zu 30.000 Euro pro Wohnung über das Programm KfW 430  

Mit der KfW-430-Förderung unterstützt der Staat private Hausbesitzer, die Maßnahmen zur energetischen Sanierung ergreifen. In verschiedenen Förderstufen erhalten diese bis zu 30.000 Euro pro Wohnung. Ziel der Förderung über das KfW-Programm 430 ist es, Sanierungsanreize zu schaffen und den Energieverbrauch im Wärmebereich zu senken. Das reduziert den CO2-Ausstoß, schont das Klima und kommt somit auch den Zielen der Energiewende zugute.

Bis zu 30.000 Euro für die Sanierung über das Programm KfW 430
© Vitaliy_Krasovskiy / Shutterstock.com

Antragsberechtigt sind private Sanierer kleinerer Gebäude  

Generell stehen die Mittel nur privaten Hausbesitzern zur Verfügung. Diese müssen:

  • Eigentümer eines Ein- oder Zweifamilienhauses mit maximal zwei Wohneinheiten oder einer Wohnung sein oder
  • erstmalig ein saniertes Ein- oder Zweifamilienhaus mit maximal zwei Wohneinheiten oder einer Wohnung kaufen oder
  • Mitglied einer Wohnungseigentümergemeinschaft aus Privatpersonen sein.

Wer die Anforderungen für das Programm KfW430 nicht erfüllt, kann geplante Sanierungsarbeiten stattdessen auch über das Programm 151/152 fördern lassen. Über dieses gibt es zinsgünstige Darlehen, die mit einem Tilgungszuschuss ausgestattet sind. Antragsberechtigt sind all jene, die eine Wohnimmobilie sanieren, Erstkäufer einer sanierten Wohnimmobilie sind oder Hausbesitzern Contracting (Wärmecontracting) anbieten.

Wichtig zu wissen: Sowohl im KfW-Programm 430 als auch im Programm 151/152 sind nur Gebäude förderfähig, für die der Bauantrag oder die Bauanzeige vor dem 01.02.2002 gestellt wurde.

KfW Zuschuss 430 für Sanierung, Dämmung und Technik

Die höchsten Zuschüsse erhalten Hausbesitzer, die ihr Gebäude komplett zu einem sogenannten KfW-Effizienzhaus umbauen. In verschiedenen Schritten bekommen sie dafür 15 bis 30 Prozent der Kosten erstattet. Aber auch für Einzelmaßnahmen sowie für bestimmte Maßnahmenpakete gibt es Gelder. So zum Beispiel für Dämmmaßnahmen an der Gebäudehülle, das Austauschen von Fenstern und Türen oder den Einbau neuer Heizungs- oder Lüftungstechnik. Die KfW-430-Zuschüsse belaufen sich dabei in der Regel auf zehn Prozent. Wer verschiedene Arbeiten kombiniert, erhält sogar 15 Prozent der Sanierungskosten erstattet. Von dieser Förderhöhe profitieren übrigens auch Privatpersonen, die ein denkmalgeschütztes Haus sanieren.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Konditionen im KfW-Programm 430.

Maßnahme  KfW 430 FörderungHöchstsumme pro Wohnung
KfW-Effizienzhaus 55  30 Prozent30.000 Euro
KfW-Effizienzhaus 70  25 Prozent25.000 Euro
KfW-Effizienzhaus 85 20 Prozent 20.000 Euro
KfW-Effizienzhaus 100 17,5 Prozent 17.500 Euro
KfW-Effizienzhaus 115  15 Prozent15.000 Euro
KfW-Effizienzhaus Denkmal 15 Prozent 15.00 Euro
Heizungs-/Lüftungspaket  15 Prozent7.500 Euro
Einzelmaßnahmen (Dämmung, Fenster, Türen, Heizung, Lüftung) 10 Prozent 5.000 Euro

(Stand Juli 2018)

Im Detail: KfW 430 für neue Heizungs- und Lüftungsanlagen  

Der Heizungstausch ist vergleichsweise günstig und dennoch mit sehr hohen Einsparungen verbunden. Aus diesem Grund gibt es über das Programm KfW 430 auch hohe Zuschüsse. Der Staat fördert dabei den Einbau einer neuen Gas- oder Öl-Brennwertheizung sowie die Optimierung bestehender Anlagen. Wer zusätzlich eine Heizung auf Basis erneuerbarer Energien installiert, bekommt auch für diese eine Förderung. Die Zuschussrate liegt bei zehn Prozent, wobei die Beträge auf 5.000 Euro pro Wohneinheit gedeckelt sind.

Einen KfW-Zuschuss 430 gibt es darüber hinaus auch für Lüftungsanlagen. Förderfähig sind dabei generell:

  • effiziente zentrale Abluftsysteme (bedarfsgeregelt)
  • Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung (zentral, dezentral oder raumweise)
  • Kompaktgeräte mit Abluftwärmepumpe

Wichtig ist in jedem Fall, dass die Ventilatoren energiesparend arbeiten und die Wärmeübertrager (falls vorhanden) einen hohen Wärmerückgewinnungsgrad erreichen. Wer die Anforderungen einhält, bekommt auch hier einen KfW-430-Zuschuss in Höhe von zehn Prozent (maximal 5.000 Euro).

Höhere Zuschüsse gibt es durch die Sanierung im Paket

Wer verschiedene Arbeiten kombiniert, bekommt über das KfW-Programm 430 auch für Einzelmaßnahmen 15 Prozent der Kosten erstattet. Möglich ist das mit:

  • dem Heizungspaket
  • dem Lüftungspaket

Im Heizungspaket geht es darum, alte Kessel auszutauschen und die bestehende Anlage zu modernisieren. Eine KfW-Förderung über das Programm 430 gibt es hier jedoch nur, wenn die alte Heizung nicht auf Brennwerttechnik basiert. Außerdem darf sie nicht den Austauschpflichten der EnEV (EnEV 2014) unterliegen.

Um Mittel aus dem Lüftungspaket zu bekommen, müssen Sanierer eine förderfähige Zu- und Abluftanlage einbauen und eine Maßnahme an der Gebäudehülle durchführen.

KfW 430: Mittel rechtzeitig mit Energieberater beantragen  

Wer vom KfW-Investitionszuschuss aus dem Programm 430 profitieren möchte, muss die Mittel unbedingt vor dem Beginn der Sanierung beantragen. Wichtig ist außerdem, dass ein Energieberater das Vorhaben untersucht. Er bestätigt der KfW, dass alle Voraussetzungen erfüllt sind und vergibt eine spezielle Kennzahl (Bestätigung zum Antrag oder BzA-ID). Mit dieser können Sanierer die KfW-430-Mittel dann einfach online über das Zuschussportal der Bank beantragen. Hat diese ihr OK gegeben, kann die Sanierung starten. Ist das erledigt, prüft der Energieberater das Ergebnis und erstellt eine weitere Kennzahl (Bestätigung nach Durchführung oder BnD-ID). Diese übermitteln Sanierer an die KfW und das Geld wird ausgezahlt.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Mit dem Programm KfW 430 fördert der Staat zahlreiche Maßnahmen zur energetischen Sanierung mit hohen Zuschüssen. Bis zu 30.000 Euro gibt es dabei, wenn Privatpersonen ihr Haus auf KfW-Effizienzhausstandard bringen. Einen Investitionszuschuss gibt es aber auch für einzelne Maßnahmen, wie eine Dämmung, neue Fenster und Türen sowie eine neue Heizungs- oder Lüftungsanlage. Wichtig ist, dass Interessierte die Zuschüsse noch vor dem Beginn der Sanierung mit einem Energieberater beantragen. 

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