Kesselthermostat: Funktionsweise und Aufbau 

Das Kesselthermostat ist ein Überwachungsorgan der Heizung. Es misst die Temperatur im Heizkessel und reagiert entsprechend. So kann es die Verbrennung stoppen, wenn der maximal eingestellte Wert überschritten ist. Auf diese Weise schützt das Kesselthermostat die Heizung vor der Überhitzung. Wie die Geräte aufgebaut sind und wie sie funktionieren, erklären wir in den folgenden Abschnitten. 

Aufgabe des Kesselthermostats in der Heizung

Das Kesselthermostat überwacht die Temperatur in Heizkesseln. Überschreitet diese einen voreingestellten Wert, kann das Bauteil die Verbrennung stoppen, indem es zum Beispiel Pumpen, Brenner oder Gebläse abschaltet. Auf diese Weise lässt sich ein weiterer Temperaturanstieg im System verhindern. Dieser könnte die Heizung übermäßig stark beanspruchen und zu teuren Schäden führen. Im Normalbetrieb steht der Thermostat meist auf der höchsten Stufe, um eine lange Laufzeit der Heizung gewährleisten zu können. Ist die Regelung ausgefallen, können Experten die Maximaltemperatur durch einen Dreh an einem Rädchen reduzieren. Das verhindert, dass der Kessel das Heizungswasser übermäßig stark aufheizt und das Haus mit zu viel Wärme versorgt. In diesem Fall würden die Raumtemperaturen steigen und die Heizkosten deutlich höher als nötig ausfallen.

Probleme bei zu niedrig eingestelltem Kesselthermostat

Ist die Temperatur am Thermostat zu niedrig eingestellt, schaltet sich der Kessel im Betrieb häufig ab. Der Brenner beginnt zu takten, wobei er immer wieder ein und aus geht. Das beeinträchtigt die Verbrennung und führt zu höheren Emissionen und einem höheren Verbrauch. Darüber hinaus könnte es bei zu niedrigen Einstellwerten auch zur Kondensation des Wasserdampfes der Abgase kommen. Die Folge: Es bildet sich Wasser in der Heizung, das vor allem bei älteren Geräten zur Korrosion führen kann.

Kesselthermostat begrenzt die Temperatur der Heizung
© Gudellaphoto – stock.adobe.com

Aufbau vom Kesselthermostat einfach erklärt  

Der Kesselthermostat ist ein Temperaturschalter, der auf die Temperaturen im Heizkessel reagiert. Damit das funktioniert, ist er mit einem Fühlerelement ausgestattet. Infrage kommen hier neben festen Sonden auch Fernfühler, die sich an jeder beliebigen Stelle im Kessel anbringen lassen. Letztere bestehen in der Regel aus:

  • einem hermetisch dichten Gefäß,
  • einem dünnen Rohr und
  • einer Druckdose.

Steigt die Temperatur im Kessel, dehnt sich ein Medium in der sogenannten Fühlerpatrone. Infolge dessen steigt der Druck. Er überträgt sich über das Kapillarrohr auf die Druckdose, die letztlich einen Schaltkontakt betätigt.

Temperatureinstellung über ein Rädchen am Thermostat

Wann der Kesselthermostat eine bestimmte Aktion auslöst, hängt von der eingestellten Temperatur ab. Um diese individuell verändern zu können, sind die Geräte mit einem drehbaren Rädchen ausgestattet. Wählen Experten eine höhere Temperatur, vergrößern sie damit den Abstand zwischen der Druckdose und dem Schaltkontakt. Der Druck im Fühler muss dann höher ansteigen, um den Schalter zu betätigen.

Kesselthermostat defekt: Kosten für den Austausch  

Ist der Thermostat defekt, können erfahrene Heizungsmonteure das Bauteil schnell und einfach austauschen. Viele Hersteller bieten die nötigen Ersatzteile dazu an. Die Kosten für die Komponenten liegen zwischen 50 und 150 Euro. Hinzu kommen Kosten für die Montage vor Ort.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Der Kesselthermostat überwacht die Temperatur im Heizgerät und schaltet die Verbrennung bei einem Maximalwert ab. Auf diese Weise lassen sich unnötig hohe Energiekosten und Schäden durch zu hohe Temperaturen an der Anlage verhindern. Ist das Bauteil defekt, kann ein Monteur ein neues Einbauen und so die zuverlässige Funktion der Anlage wiederherstellen. 

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