Infografik: Die 10 größten Energiefresser im Haushalt

Der als Energiefresser in Verruf geratene Wäschetrockner macht gerade mal sieben Prozent der Gesamtkosten aus. Auch die Waschmaschine gehört im Normalfall nicht zu den Top-Energiefressern. Welche die 10 größten Energiefresser im Haushalt sind, erfahren in unserer Infografik und im folgenden Text.

Definition des Begriffs Energiefresser

Als Energiefresser werden in diesem Artikel elektronische Geräte bezeichnet, die in einem durchschnittlichen Haushalt vorkommen. Dazu gehören unter anderem die Waschmaschine, der Backofen sowie der Kühlschrank. Ihre Gesamt-Stromkosten ergeben 100 Prozent und bilden somit die Grundlage für die Berechnung der einzelnen Geräte.

Die Infografik zeigt die zehn größten Energiefresser im Haushalt.

Die Plätze 10 bis 4 der größten Energiefresser im Haushalt

Zu den kleineren Energiefressern in einem Drei-Personen-Haushalt gehören Backofen, Waschmaschine und Unterhaltungsgeräte wie die TV-Anlage und der Computer. Sie machen mit jeweils vier Prozent der Gesamtkosten aus und belegen somit die letzten drei Plätze. Die Angaben beziehen sich auf den statistisch ermittelten „Normalverbrauch“ eines solchen Haushalts und können situationsbedingt abweichen. So kann davon ausgegangen werden, dass eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kleinkindern die Waschmaschine häufiger nutzt als ein Ehepaar mit einem halb erwachsenen Kind. Außerdem gibt es durchaus Haushalte, in denen weder eine TV-Anlage noch ein Backofen vorhanden sind. Das jedoch sind nur Ausnahmen.

Die meisten Energiefresser im Haushalt befinden sich in der Küche

Ähnlich wie die drei bereits erwähnten Geräte zählt der Geschirrspüler zu den kleineren Energiefressern im Haushalt. Im Jahresdurchschnitt verbraucht er 245 Kilowattstunden Strom und belegt somit den 7. Platz im Vergleich der 10 größten Energiefresser im Haushalt. Der Backofen und die Waschmaschine bringen es jeweils auf „nur“ 200 Kilowattstunden. TV, Audio & Computer liegen mit 190 Kilowattstunden pro Jahr auf dem 10. Platz. Was auffällig ist: Viele der Energiefresser im Haushalt befinden sich in der Küche. Das gilt zumindest für eines der beiden Geräte Wäschetrockner und Kühlschrank. Für ihren Betrieb werden jährlich 325 bzw. 330 Kilowattstunden Strom benötigt. Auch die Beleuchtung der Räume verbraucht jährlich um die 330 Kilowattstunden.

Energiespartipps für Waschmaschine, Backofen und Co.

Auch wenn TV, Audio & Computer im Gesamt-Stromverbrauch nur vier Prozent ausmachen, bieten sie ein großes Einsparpotenzial. Computer etwa verfügen alle über den Energiesparmodus. Wenn der Rechner nicht gerade benutzt wird, sollte dieser Modus eingeschaltet werden. Denn dadurch verbraucht er deutlich weniger Strom. Ist kein Betrieb über eine längere Zeit absehbar, sollte der Rechner komplett heruntergefahren werden. Den Energiesparmodus gibt es auch bei TV-Anlagen. Dort heißt er Stand-by-Modus. In diesem Zustand verbraucht die Anlage weiterhin Strom, wenn auch weniger als im laufenden Betrieb. Um konsequent Strom zu sparen, sollte die Anlage komplett ausgeschaltet werden. Das geht am effektivsten mit einem Kippschalter.

Nur benötigte Räume beleuchten

Nicht nur die TV-Anlage und der Computer haben ein großes Einsparpotenzial. Auch Waschmaschine, Geschirrspüler und Kühlschrank können beim richtigen Umgang sehr stromsparend arbeiten. So sollten alle drei Geräte möglichst voll beladen laufen, wodurch ihre Effizienz deutlich steigt. Speziell bei der Waschmaschine gilt der Tipp: Vorwäschefunktion und Kochwäsche vermeiden. Diese benötigen sehr viel Strom, dabei wird die Wäsche auch beim normalen Waschgang sauber. Manche Geschirrspüler und Waschmaschinen lassen sich auch mit Warmwasser, das davor zum Beispiel mit Solarenergie erzeugt wurde, betreiben. So müssen die Geräte das benötigte Wasser nicht mehr selbst erwärmen und arbeiten dadurch stromsparender. Einsparmöglichkeiten gibt es ebenfalls bei der Beleuchtung der Räume. Neben dem Umstieg auf energiesparende LED-Lampen empfehlen Experten ferner, nur die benötigten Räume zu beleuchten.

Die Top 3 der größten Energiefresser im Haushalt

Den 3. Platz im Vergleich der größten Energiefresser im Haushalt belegen elektronische Geräte, die kaum noch aus unserem Leben wegzudenken sind. Dazu gehören Staubsauger, Rasierer und natürlich Mobilfunkgeräte wie Smartphones und Tablets. Sie alle benötigen Strom, um ihre Dienste liefern zu können. Der Stromverbrauch eines einzelnen Gerätes mag gering ausfallen. Zusammengerechnet sind es im Jahr aber 744 Kilowattstunden Strom und somit dreimal so viel wie der Verbrauch eines Geschirrspülers.

Eine Heizungsanlage sorgt dafür, dass es in einem Haus oder einer Wohnung warm wird. Für die Zirkulation des wärmeabgebenden Heizwassers ist die Umwälzpumpe verantwortlich. Vor allem ältere Modelle zeichnen sich durch ihren sehr hohen Stromverbrauch aus. In der Regel benötigen sie innerhalb eines Jahres rund 800 Kilowattstunden Strom. Das macht sie zum zweitgrößten Energiefresser im Haushalt.

Die dezentrale Warmwasserbereitung ist der größte Energiefresser im Haushalt

Warmwasser wird auch im Sommer benötigt. In den meisten Fällen wird es mithilfe eines Durchlauferhitzers oder eines Warmwasserboilers aufbereitet und ist sekundenschnell verfügbar. Dieser Komfort hat aber einen entscheidenden Nachteil. Die dezentrale Warmwasserbereitung benötigt sehr viel Strom, um genauer zu sein sind es im Jahr 1.291 Kilowattstunden.

Energiespartipps für die größten Energiefresser

Der Wärmemarkt ist weltweit der größte Energieverbraucher - und bietet gleichzeitig ein enormes Einsparpotenzial. In Deutschland beträgt das Durchschnittsalter von Heizungen 17,6 Jahre, ein Drittel aller Kessel ist älter als 20 Jahre. Da ältere Anlagen sehr ineffizient arbeiten und somit unnötig viel Energie verbrauchen, ist eine Heizungsmodernisierung die optimale Lösung. Denn moderne und innovative Heizungssysteme arbeiten vom ersten Tag an sehr energieeffizient.

Bild unseres Autoren Minh Duc Nguyen

Fazit von Minh Duc Nguyen

In einem Haushalt lauern viele Stromfresser. Bei einigen von ihnen lässt sich der Stromverbrauch dennoch mit einigen Handgriffen schnell senken. Beim größten Energiefresser im Haushalt jedoch ist eine Modernisierung oft die einzige Möglichkeit.

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