Hydraulischer Abgleich: KfW-Förderung nutzen 

Geht es um die Optimierung einer Heizungsanlage, hilft ein hydraulischer Abgleich. Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) fördert die Maßnahme mit zinsgünstigen Darlehen und einmaligen Zuschüssen. Von besonders guten Konditionen profitieren dabei Sanierer, die neben dem Abgleich der bestehenden Anlage auch eine neue Brennwertheizung einbauen. Wir erklären, welche Voraussetzungen bestehen und wie viel Geld es zur Förderung des hydraulischen Abgleichs von der KfW gibt. 

Hydraulischer Abgleich: Förderung mit Zuschüssen und Darlehen  

Bei einem hydraulischen Abgleich stellt ein Heizungsfachmann die gesamte Heizungsanlage optimal ein. Diese verteilt die Wärme dann gleichmäßig und effizient, wodurch der Wohnkomfort spürbar steigt. Ein positiver Nebeneffekt: Auch die Heiz- und Energiekosten sinken. Denn die Heizung arbeitet dann sparsamer und die Wärmeverluste der Verteilung fallen geringer aus. Da das auch die Umwelt entlastet, fördert der Staat den hydraulischen Abgleich. Über die KfW bekommen Hausbesitzer zinsgünstige Darlehen oder einmalige Zuschüsse. Relevant sind die Programme 430 (Zuschussvariante) und 152 (Kreditvariante) der Förderbank.

hydraulischer Abgleich: KfW-Förderung nutzen und sparen
© Andrey Popov / Fotolia

Heizungsoptimierung als Einzelmaßnahme zur Sanierung  

Wenn ein hydraulischer Abgleich zur Optimierung der Heizung durchgeführt wird, vergibt die KfW:

  • Zuschüsse in Höhe von zehn Prozent der Kosten über das Programm 430
  • zinsgünstige Darlehen mit einem Tilgungszuschuss von 7,5 Prozent über das Programm 152

Für die Zuschussvariante müssen die Kosten eine Mindestsumme von 3.000 Euro übersteigen. Das Programm kommt daher vor allem für Wohnungseigentümergemeinschaften aus Privatpersonen infrage. Profitieren können jedoch auch Hausbesitzer, die neben der Heizungsoptimierung auch Maßnahmen an der Gebäudehülle durchführen. Für die Darlehensvariante gibt es theoretisch keine Mindestsumme. Hier hängt die Förderung für den hydraulischen Abgleich allein von der Zusage eines Kreditinstituts ab.

Heizungspaket: Hydraulischer Abgleich und KfW-Förderung für neue Kessel

Wenn Hausbesitzer die Bestandsanlage optimieren und eine neue Heizung einbauen, profitieren Sie von besseren Konditionen. Denn in diesem Fall gibt es für neue Heizung und hydraulischen Abgleich folgende Mittel von der KfW:

  • Zuschüsse in Höhe von 15 Prozent der Kosten über das Programm 430
  • zinsgünstige Darlehen mit einem Tilgungszuschuss von 12,5 Prozent über das Programm 152

Zu beantragen sind die Fördermittel jedoch nur, wenn Sanierer einen Wärmeerzeuger auf Basis fossiler Energie außer Betrieb nehmen. Dieser darf nicht mit Brennwerttechnik arbeiten und nicht von den Nachrüstverpflichtungen der Energieeinsparverordnung betroffen sein.  

Anforderungen an Technik und Beantragung der Mittel  

Soll ein hydraulischer Abgleich mit KfW-Förderung bedacht werden, sind verschiedene Voraussetzungen zu erfüllen. Wichtig ist, dass die Mittel nur folgenden Personengruppen zur Verfügung stehen:

  • Eigentümer eines Ein- oder Zweifamilienhauses mit maximal zwei Wohneinheiten oder einer Wohnung
  • Ersterwerber eines Ein- oder Zweifamilienhauses mit maximal zwei Wohneinheiten oder einer Wohnung
  • Mitglieder einer Wohnungseigentümergemeinschaft aus Privatpersonen

Außerdem muss der Bauantrag (alternativ die Bauanzeige) für das jeweilige Gebäude vor dem 01.02.2002 gestellt worden sein.

Förderung hydraulischer Abgleich: KfW-Voraussetzungen  

Der Abgleich selbst muss nach Verfahren B erfolgen. Dabei muss ein Heizungsfachmann zunächst eine raumweise Heizlastberechnung erstellen. Anschließend erfolgt eine Heizflächenauslegung, aus der die Durchflüsse durch Heizkörper und andere Heizflächen hervorgehen. Über eine Rohnetzberechnung muss der Experte dann die nötigen Einstellwerte für den Abgleich ermitteln. Falls vorhanden, sind außerdem folgende Komponenten durch moderne zu ersetzen:

  • ungeregelte Heizungspumpen
  • nichtvoreinstellbare Thermostatventile
  • falsch dimensionierte Heizkörper

Sind die technischen Anforderungen erfüllt, lässt sich ein hydraulischer Abgleich über die KfW fördern. Zumindest dann, wenn sich Verbraucher an den Antragsprozess halten.

Hydraulischer Abgleich: Förderung richtig beantragen  

Die Beantragung der Mittel erfolgt in vier Schritten.

Schritt 1: Im ersten Schritt müssen Verbraucher einen Energieberater aus der Energie-Effizienz-Experten-Liste zurate ziehen. Dieser prüft, ob alle Voraussetzungen erfüllt sind und bestätigt das gegenüber der KfW.

Schritt 2: Anschließend können Hausbesitzer die Förderung für den hydraulischen Abgleich beantragen. Während sie sich dazu für Darlehen an ihre Hausbank wenden, erfolgt die Antragstellung von Zuschüssen über das Onlineportal der KfW.

Schritt 3: Gibt die Förderbank ihr OK, können die Arbeiten beginnen.

Schritt 4: Abschließend bestätigt der Energieexperte die fachgerechte Umsetzung der Maßnahme und die KfW zahlt Zuschüsse aus. Bei der Darlehensvariante bekommen Sanierer nun den Tilgungszuschuss gutgeschrieben.

Förderung vom BAFA: Hydraulischer Abgleich und Pumpentausch  

Auch das BAFA vergibt Mittel, wenn ein hydraulischer Abgleich durchgeführt wird. Dabei bekommen Hausbesitzer 30 Prozent der Nettoinvestitionskosten erstattet. Pro Standort ist die Förderung dabei auf 25.000 Euro begrenzt. Welche Voraussetzungen für die BAFA-Förderung des hydraulischen Abgleichs gelten und wie die Mittel zu beantragen sind, erklären wir im Beitrag Förderung für eine Heizungsoptimierung.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Ein hydraulischer Abgleich wird von KfW und BAFA gefördert. Während Sanierer von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) maximal 15 Prozent der Kosten erstattet bekommen, zahlt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 30 Prozent. Die Mittel sollen Anreize für eine energetische Sanierung schaffen und so zum Gelingen der Energiewende beitragen. Wichtig ist, dass Hausbesitzer die Förderung für den hydraulischen Abgleich unbedingt vor dem Beginn der Maßnahme beantragen. 

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