Hydraulischer Abgleich: Förderung nutzen 

Geht es um die Optimierung einer Heizungsanlage, hilft ein hydraulischer Abgleich. Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) fördert der Staat die Maßnahme mit hohen Zuschüssen oder zinsgünstigen Darlehen. Wir erklären, welche Voraussetzungen bestehen und wie hoch die Förderung des hydraulischen Abgleichs ist. 

Hydraulischer Abgleich: Förderung mit Zuschüssen und Darlehen  

Bei einem hydraulischen Abgleich stellt ein Heizungsfachmann die gesamte Heizungsanlage optimal ein. Diese verteilt die Wärme dann gleichmäßig und effizient, wodurch der Wohnkomfort spürbar steigt. Ein positiver Nebeneffekt: Auch die Heiz- und Energiekosten sinken. Die Heizung arbeitet dann sparsamer und die Wärmeverluste der Verteilung fallen geringer aus. Da das auch die Umwelt entlastet, fördert der Staat den hydraulischen Abgleich über die Bundesförderung für effiziente Gebäude für Einzelmaßnahmen (BEG EM) mit hohen einmaligen Zuschüssen oder günstigen Darlehen mit Tilgungszuschüssen. Die Zuschüsse können Sie über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen. Dies erfolgt über einen Antrag, den Sie online auf der entsprechenden Seite stellen können. Kredite bekommen Sie im Rahmen des Programms 261/262 bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Wenden Sie sich in diesem Falle am besten an Ihre Hausbank. 

hydraulischer Abgleich: KfW-Förderung nutzen und sparen
© Andrey Popov / Fotolia

Heizungsoptimierung als Einzelmaßnahme zur Sanierung  

Wenn ein hydraulischer Abgleich zur Optimierung der Heizung durchgeführt wird, erhalten Sie:

  • Zuschüsse in Höhe von 20 Prozent der Kosten über die BEG-Förderung im Programmteil EM 
  • Fünf Prozent Förderung extra, wenn ein höchstens 15 Jahre alter Sanierungsfahrplan die Maßnahme enthält 
  • Alternativ: zinsgünstige Darlehen mit einem Tilgungszuschuss von 20 Prozent über das Programm 261/262.
Wichtig zu wissen: Der hydraulische Abgleich ist auch Fördervoraussetzung bei anderen energetischen Sanierungsvorhaben. Dazu gehören Maßnahmen der Heizungsoptimierung wie etwa der Einbau von einem Wärmezähler oder die Einstellung der Heizkurve, aber auch die Installation neuer Wärmeerzeuger auf Basis erneuerbarer Energien.    

Anforderungen an Technik und Beantragung der Mittel  

Wer für einen hydraulischen Abgleich eine Förderung nutzen möchte, muss einige Voraussetzungen erfüllen. Wichtig ist, dass Sie die Mittel vor der Vergabe von Liefer- und Leistungsverträgen beantragen. Ihr Haus muss außerdem mindestens fünf Jahre sein. Für Ihre Heizungsanlage gilt ein Mindestalter von zwei Jahren. 

Förderung für einen hydraulischen Abgleich: Voraussetzungen  

Der Abgleich selbst muss nach Verfahren B erfolgen. Dabei muss ein Heizungsfachmann zunächst eine raumweise Heizlastberechnung erstellen. Anschließend erfolgt eine Heizflächenauslegung, aus der die Durchflüsse durch Heizkörper und andere Heizflächen hervorgehen. Über eine Rohnetzberechnung muss der Experte dann die nötigen Einstellwerte für den Abgleich ermitteln. Falls vorhanden, sind außerdem folgende Komponenten durch moderne zu ersetzen:

  • ungeregelte Heizungspumpen
  • nichtvoreinstellbare Thermostatventile
  • falsch dimensionierte Heizkörper

Sind die technischen Anforderungen erfüllt, lässt sich ein hydraulischer Abgleich über die KfW oder das BAFA fördern. Zumindest dann, wenn sich Verbraucher an den Antragsprozess halten.

Hinweis: Um die Durchführung des hydraulischen Abgleichs gegenüber Energieberater und Fördermittelgeber zu bestätigen, muss der ausführende Heizungsinstallateur ein entsprechendes Nachweisformular ausfüllen und dem Eigentümer übergeben. Dieses wird bei der Beantragung der Fördermittel nicht benötigt. Der Antragsteller muss es jedoch zehn Jahre aufbewahren, um die Durchführung bei Bedarf nachweisen zu können.   

Hydraulischer Abgleich: Förderung richtig beantragen  

Die Beantragung der Mittel erfolgt in vier Schritten.

  • Schritt 1: Im ersten Schritt müssen Verbraucher einen Energieberater aus der Energie-Effizienz-Experten-Liste zurate ziehen. Dieser prüft, ob alle Voraussetzungen erfüllt sind und bestätigt das gegenüber der KfW. Für die BAFA-Förderung ist dieser Schritt optional.
  • Schritt 2: Anschließend können Hausbesitzer die Förderung für den hydraulischen Abgleich beantragen. Während sie sich für Darlehen an ihre Hausbank wenden, erfolgt die Antragstellung von Zuschüssen über die Webseite des BAFA.
  • Schritt 3: Geben die Fördergeber ihr OK, können die Arbeiten beginnen.
  • Schritt 4: Abschließend bestätigt der Energieexperte die fachgerechte Umsetzung der Maßnahme und die KfW schreibt die Tilgungszuschüsse gut. Bei der Zuschussförderung über das BAFA ist lediglich eine Fachunternehmererklärung der ausführenden Firma erforderlich.
Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz
Fazit von Alexander Rosenkranz
Ein hydraulischer Abgleich wird über die BEG gefördert. Die Mittel sollen Anreize für eine energetische Sanierung schaffen und so zum Gelingen der Energiewende beitragen. Wichtig ist, dass Hausbesitzer die Förderung für den hydraulischen Abgleich unbedingt vor dem Beginn der Maßnahme beantragen. 
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