Hydraulischer Abgleich: Förderung nutzen 

Geht es um die Optimierung einer Heizungsanlage, hilft ein hydraulischer Abgleich. Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) fördert der Staat die Maßnahme mit hohen Zuschüssen oder zinsgünstigen Darlehen. Wir erklären, welche Voraussetzungen bestehen und wie viel Geld es zur Förderung des hydraulischen Abgleichs gibt. 

Hydraulischer Abgleich: Förderung mit Zuschüssen und Darlehen  

Bei einem hydraulischen Abgleich stellt ein Heizungsfachmann die gesamte Heizungsanlage optimal ein. Diese verteilt die Wärme dann gleichmäßig und effizient, wodurch der Wohnkomfort spürbar steigt. Ein positiver Nebeneffekt: Auch die Heiz- und Energiekosten sinken. Die Heizung arbeitet dann sparsamer und die Wärmeverluste der Verteilung fallen geringer aus. Da das auch die Umwelt entlastet, fördert der Staat den hydraulischen Abgleich über die Bundesförderung für effiziente Gebäude für Einzelmaßnahmen (BEG EM) mit hohen einmaligen Zuschüssen oder günstigen Darlehen mit Tilgungszuschüssen. Relevant sind dabei die Programme BEG EM sowie bis einschließlich Juni 2021 das Programm 152 der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

hydraulischer Abgleich: KfW-Förderung nutzen und sparen
© Andrey Popov / Fotolia

Heizungsoptimierung als Einzelmaßnahme zur Sanierung  

Wenn ein hydraulischer Abgleich zur Optimierung der Heizung durchgeführt wird, erhalten Sie:

  • Zuschüsse in Höhe von 20 Prozent der Kosten über die BEG-Förderung im Programmteil EM
  • Fünf Prozent Förderung extra, wenn ein höchstens 15 Jahre alter Sanierungsfahrplan die Maßnahme enthält 
  • Alternativ: zinsgünstige Darlehen mit einem Tilgungszuschuss von 20 Prozent über das Programm 152 (bis einschließlich Juni 2021).
Wichtig zu wissen: Zum 01. Juli 2021 geht die KfW-Förderung in die Bundesförderung über. Während das KfW-Programm 152 damit ausläuft, gibt es finanzielle Unterstützung von da an nur noch über die BEG-Förderung.

Anforderungen an Technik und Beantragung der Mittel  

Wer für einen hydraulischen Abgleich eine Förderung nutzen möchte, muss einige Voraussetzungen erfüllen. Wichtig ist, dass Sie die Mittel vor der Vergabe von Liefer- und Leistungsverträgen beantragen. Ihr Haus muss außerdem mindestens fünf Jahre sein. Für Ihre Heizungsanlage gilt ein Mindestalter von zwei Jahren. 

Förderung für einen hydraulischen Abgleich: BEG- und KfW-Voraussetzungen  

Der Abgleich selbst muss nach Verfahren B erfolgen. Dabei muss ein Heizungsfachmann zunächst eine raumweise Heizlastberechnung erstellen. Anschließend erfolgt eine Heizflächenauslegung, aus der die Durchflüsse durch Heizkörper und andere Heizflächen hervorgehen. Über eine Rohnetzberechnung muss der Experte dann die nötigen Einstellwerte für den Abgleich ermitteln. Falls vorhanden, sind außerdem folgende Komponenten durch moderne zu ersetzen:

  • ungeregelte Heizungspumpen
  • nichtvoreinstellbare Thermostatventile
  • falsch dimensionierte Heizkörper

Sind die technischen Anforderungen erfüllt, lässt sich ein hydraulischer Abgleich über die KfW oder das BEG fördern. Zumindest dann, wenn sich Verbraucher an den Antragsprozess halten.

Hydraulischer Abgleich: KfW- und BEG Förderung richtig beantragen  

Die Beantragung der Mittel erfolgt in vier Schritten.

  • Schritt 1: Im ersten Schritt müssen Verbraucher einen Energieberater aus der Energie-Effizienz-Experten-Liste zurate ziehen. Dieser prüft, ob alle Voraussetzungen erfüllt sind und bestätigt das gegenüber der KfW. Für die BEG-Förderung ist dieser Schritt optional.
  • Schritt 2: Anschließend können Hausbesitzer die Förderung für den hydraulischen Abgleich beantragen. Während sie sich für Darlehen an ihre Hausbank wenden, erfolgt die Antragstellung von Zuschüssen über die Webseite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA-Webseite).
  • Schritt 3: Geben die Fördergeber ihr OK, können die Arbeiten beginnen.
  • Schritt 4: Abschließend bestätigt der Energieexperte die fachgerechte Umsetzung der Maßnahme und die KfW schreibt die Tilgungszuschüsse gut. Bei der Zuschussförderung über die BEG ist lediglich eine Fachunternehmererklärung der ausführenden Firma erforderlich.
Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz
Fazit von Alexander Rosenkranz
Ein hydraulischer Abgleich wird über die BEG und die KfW gefördert. Während Sanierer von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) maximal 20 Prozent der Kosten erstattet bekommen, zahlt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bis zu 25 Prozent. Die Mittel sollen Anreize für eine energetische Sanierung schaffen und so zum Gelingen der Energiewende beitragen. Wichtig ist, dass Hausbesitzer die Förderung für den hydraulischen Abgleich unbedingt vor dem Beginn der Maßnahme beantragen. 
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