Heizungstechniker: Handwerk mit echter Perspektive

Ist Heizungstechniker der richtige Beruf für mich? Wer einen Beruf sucht, der klassisches Handwerk, computergestützte Innovation, Einsatzmöglichkeiten in zahlreichen Bereichen und den Fokus auf Nachhaltigkeit verknüpft, findet diese Wunschkriterien beim Heizungstechniker vereint. Dieser kompakte Ratgeber skizziert das vielseitige Berufsbild und informiert, wie man Heizungstechniker wird und welche Kompetenzen dieser haben muss.

Beruf mit verantwortungsvollen Tätigkeiten

Der Heizungstechniker ist nicht nur Experte auf dem Gebiet der Heizungsinstallation, -wartung und -reparatur. Er ist zudem für den Industriezweig, in dem er arbeitet, hoch spezialisiert und in der Lage, umfangreiche Berechnungen durchzuführen. Dies erfordert auch eine Reihe von Computerkenntnissen, zum Beispiel bei der Anwendung von CAD, der Erstellung und Beurteilung von Heizkurven oder der wichtigen Aufgabe der Abgasmessungen. Dabei muss sich der professionelle Heizungstechniker mit allen am Markt befindlichen Heizungssystemen von der Gasheizung bis zur Infrarotheizung auskennen. Auch über die Entwicklungen bei den regenerativen Energien muss der Fachmann auf dem neuesten Stand sein.

Ein Heizungstechniker verschränkt seine Arme
© Halfpoint / fotolia

Wichtige Kernkompetenzen und Schlüsselqualifikationen

Hohes technisches Verständnis und eine gewisse Kreativität, bedarfsgerechte Lösungen zu entwickeln, gehören zu den wichtigen Fähigkeiten des Heizungstechnikers. Hinzu kommt zur reinen Heizungsinstallation das Know-how, auf den jeweiligen privaten oder gewerblichen Kunden abgestimmte Heizungen zu planen und zu projektieren. Im Anschluss an den Einbau warten, hinsichtlich ihrer Effizienz kontrollieren und gegebenenfalls reparieren gehören selbstverständlich auch zum Berufsbild eines modernen Installateurs.

Maßgeschneiderte Heizungsanlagen projektieren

Zu den wichtigen Schlüsselqualifikationen gehört die Fähigkeit, maßgeschneiderte Heizungsanlagen zu projektieren. Diese sollen für den jeweiligen Kunden zum einen energiesparend und dadurch günstig funktionieren. Zum anderen wird ein kompetenter Heizungstechniker auch die Nachhaltigkeit im Blick haben. Dabei berücksichtigt er sowohl bei der Konzipierung neuer Heizungen als auch bei der energetischen Sanierung und Modernisierung bestehender Heizungsanlagen die bestmögliche Umweltverträglichkeit.

Qualitäten über die manuelle und planerische Tätigkeit hinaus

Auch Kommunikationsfähigkeit ist für den Heizungstechniker wichtig. Er muss nicht nur genau die Wünsche und den Bedarf seiner Kunden im Hinblick auf die zukünftige Heizung analysieren. Im Rahmen der Projektierung größerer Heizungsanlagen kooperiert der Techniker auch mit anderen Gewerken und plant in Zusammenarbeit mit Bauherren oder Architekten. Das bedeutet, dass der Techniker über die manuelle und planerische Tätigkeit hinaus auch umfangreiche Qualitäten im Rahmen der Kundenorientierung und Beratung mitbringen sollte.

Umfassende Weiterbildung zum Beruf Heizungstechniker

Zum Beruf des Heizungstechnikers führen unterschiedliche Wege. Die Weiterbildung kann zum Beispiel an Fachhochschulen, an Berufskollegs oder im Rahmen eines Fernstudiums absolviert werden. Da sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitmodelle möglich sind, schwankt die Dauer der Qualifikation zum Heizungstechniker zwischen zwei und vier Jahren.

Die Fortbildung muss mindestens 2.400 Unterrichtsstunden umfassen und alle relevanten Inhalte abdecken. Hierzu gehören unter anderem:

  • Heizungs-, Klima- und Energietechnik
  • Berechnung von Heizlast und Kühllast sowie Bauphysik
  • CAD
  • Automatisierungs- und Konstruktionstechnik
  • Projektplanung
  • betriebswirtschaftliche Grundlagen
  • Englisch

Wichtige Grundvorausssetzungen

Die intensive und anspruchsvolle Weiterbildung zum Heizungstechniker setzt eine abgeschlossene Berufsausbildung im Handwerksberuf Anlagenmechaniker für Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnik, zum Heizungsbauer oder ähnliche Ausbildungen voraus. Hinzu muss von den Bildungsträgern eine ein- oder zweijährige einschlägige Berufserfahrung nachgewiesen werden, um die komplexe Fortbildung erfolgreich absolvieren zu können. Alternativ führt auch der Nachweis von mindestens sieben Jahren Berufserfahrung ohne Gesellenprüfung zur Zugangsberechtigung.

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Der Heizungstechniker begleitet eine Heizungsinstallation von der Planung über die Realisierung bis zu Wartung und Reparatur. Zu seinen Qualifikationen gehören auch umfangreiche Berechnungen und die umweltschonende und energie- wie kosteneffiziente Projektierung von Heizungsanlagen. Für das Berufsbild qualifiziert eine geregelte Ausbildung, die nach Vorliegen der berufsbezogenen Voraussetzungen im Zeitraum von zwei bis vier Jahren absolviert werden kann.

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