Heizungsreparatur – Tipps beim Heizungsausfall

Wenn die Heizung unerwartet ausfällt, dann ist das meist mit Unannehmlichkeiten verbunden. Erst recht, wenn die Außentemperaturen unter der Frostgrenze liegen. In einigen Fällen ist eine Heizungsreparatur aber gar nicht nötig und der Ausfall wäre schnell behoben. Wie Mieter und Vermieter mit einem Heizungsausfall am besten umgehen sollten, darum geht es in den folgenden Abschnitten.

Wann ist Heizungsreparatur notwendig?

Wenn von einer Reparatur die Rede ist, dann denken die meisten Menschen an Handwerker und Techniker, die die Anlage stundenlang auseinandernehmen und sie irgendwann wieder zusammensetzen. Im Optimalfall dauert die Heizungsreparatur nur kurz, bis alles wieder in Ordnung ist. Die Reparaturdauer hängt natürlich von der Ursache ab, die in der Regel sehr unterschiedlich sein kann.

Gründe für einen Heizungsausfall

Es klingt banal, aber manchmal fällt sie Heizung nur wegen des fehlenden Brennstoffs aus. Das kann bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe zwar nicht passieren, wohl aber bei einer Öl- oder Pelletheizung. In dem Fall müssen Anlagenbesitzer dafür sorgen, dass der Brennstofflieferant schnell Nachschub bringt.

Ein Fachmann bei einer Heizungsreparatur
© Ruppbilder / fotolia

Brenner und andere Komponenten

Nicht nur der Heizkessel selbst, sondern alle Komponenten einer Heizungsanlage können mit der Zeit Verschleißerscheinungen bekommen. Auch die elektrische Verbindung könnte die Ursache für den Heizungsausfall sein. Bevor Anlagenbesitzer eine Heizungsreparatur in Auftrag geben, sollten sie die komplette Anlage auf sichtbare Schäden überprüfen. Gegebenenfalls müssen sie das Heizwasser nachfüllen oder das Heizsystem entlüften.

Heizungsreparatur aus Sicht des Vermieters und Hausbesitzers

Hat die Heizungsanlage keine offensichtlichen Schäden, dann benötigt die Heizung eine Reparatur durch einen Fachmann. Wer sein Haus vermietet, sollte bei einem Heizungsausfall schnell handeln. Denn eine nicht funktionierende bzw. unzureichend funktionierende Heizung gilt als Mängel. Die Mieter hätten in solchen Fällen nach einer angemessenen Frist Anspruch auf Mietminderung.

Kosten für Kleinreparaturen sind teils umlegbar

Je nach finanziellem Umfang der Heizungsreparatur und vertraglichen Rahmenbedingungen können Vermieter die Kosten auf die Mieter umlegen. Einen gesetzlichen Maximalbetrag gibt es nicht, stattdessen wird er jedes Mal neu ausgelegt. So hat der Bundesgerichtshof vor mehr als 25 Jahren die Obergrenze von 300 Mark bzw. acht Prozent der Jahresmiete für wirksam erklärt. Das entspricht heute etwa 100 bis 120 Euro. So viel darf eine einzelne Kleinreparatur kosten. Sind mehrere kleine Heizungsreparaturen vorzunehmen, dürfen Vermieter die Kosten auch auf die Mieter umlegen. Dafür müssen sie zwei Bedingungen erfüllen:

  • Die Vertragsklausel muss angemessene Kostengrenzen haben, damit der Mieter sie vor Vertragsabschluss zur Kenntnis nehmen kann
  • Die Kosten beziehen sich nur auf Reparaturen an Einrichtungsgegenständen innerhalb der Wohnung

Als angemessen gelten in diesem Fall die Obergrenze von acht Prozent der Jahresmiete. Beträgt die monatliche Miete beispielsweise 500 Euro, so darf die Obergrenze in dem Fall bis zu 480 Euro betragen. In Zahlen sieht es so aus: 500 x 12 /8.

Wartungsvertrag sichert einen zuverlässigen Betrieb

Damit eine Heizungsreparatur zeitnah erfolgt, ist es aus Sicht eines Hausbesitzers bzw. Vermieters ratsam, einen Wartungsvertrag abzuschließen. Dieser sieht eine regelmäßige Überprüfung der Heizungsanlage vor und verringert das Risiko eines plötzlichen Ausfalls enorm. Außerdem sorgt ein solcher Vertrag für einen niedrigen Energieverbrauch und lange Lebensdauer der Anlage.

Tipps für Mieter beim Heizungsausfall

Kommt es in einer Mietwohnung zum Heizungsausfall, ist es für die meisten Mieter sehr unangenehm. Auch die folgende Heizungsreparatur kann je nach Umfang die Wohnqualität stark beeinflussen. In jedem Fall ist Ruhe bewahren die beste Lösung, wenn die Räume plötzlich kalt bleiben. Als Erstes sollten sie den Vermieter, die Hausverwaltung oder den Hausmeister kontaktieren und die Sachlage schildern. Sind weder Vermieter noch Hausverwalter erreichbar, können die Mieter die für die Heizung notwendige Reparatur auch selbst in Auftrag geben.

Handelt es sich dabei um „größere“ Reparaturarbeiten, muss der Vermieter die Kosten übernehmen. Wichtig ist, dass es sich dabei um sachbezogene Kosten handelt. Das bedeutet, wenn die Heizkörper nur undicht sind, dann dürfen die Mieter nicht den kompletten Austausch der Heizkörper veranlassen. Ist keine Reaktion vom Vermieter vorhanden oder weigert sich dieser, die Heizungsreparatur zu beauftragen, können die Mieter auf Mängelbeseitigung klagen.

Keine Mietminderung ohne Absprache mit dem Vermieter

Von einer Einbehaltung oder Kürzung der Miete ohne Absprache mit dem Vermieter wird dringend abgeraten. Im schlimmsten Fall hat der Vermieter das Recht, den Mietvertrag zu kündigen. Ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie im Beitrag „Mietminderung beim Heizungsausfall“.

Bild unseres Autoren Minh Duc Nguyen

Fazit von Minh Duc Nguyen

Kommt es zu einer Heizungsreparatur, dann sollten Mieter und Vermieter ihr Recht kennen. Handelt es sich bei den Arbeiten um Kleinreparaturen, können Vermieter die Kosten teils umlegen. Weigert der Vermieter bei einem Heizungsausfall die Reparatur, kann der Mieter auf Mängelbeseitigung klagen. Damit es nicht soweit kommt, empfiehlt sich der Abschluss eines Wartungsvertrags.

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