Heizungspumpe defekt: Symptome und Kosten 

Kommt die Wärme vom Kessel nicht mehr im Haus an, kann die Heizungspumpe defekt sein. Denn diese treibt den Heizkreislauf an und leitet mit dem Heizungswasser auch die thermische Energie zu jeder Heizfläche. Wir nennen Symptome für eine defekte Heizungspumpe, zeigen, wie der Austausch funktioniert und informieren über die anfallenden Kosten. 

Heizungspumpe defekt? Symptome im Überblick    

Die Heizungspumpe besteht einfach beschrieben aus einem Motor, der elektrische Energie in Bewegungsenergie umwandelt. Diese überträgt er auf ein Laufrad, das Heizungswasser durch die Heizungsrohre im Haus befördert. Ist die Heizungspumpe defekt, steht das Rad still und die Zirkulation kommt zum Erliegen. Typische Symptome sind dabei:

  • Heizkörper und Heizungsrohre bleiben kalt, obwohl der Kessel volle Leistung bringt
  • Wärmespeicher nehmen im Heizbetrieb keine Wärme auf (Speicherladepumpe defekt)

Ob die Heizungspumpe defekt ist oder doch planmäßig läuft, können Verbraucher mit einem einfachen Test herausfinden. Dabei halten sie das spitze Ende eines Schraubenziehers an die Pumpe und den Griff an das Ohr. Sind weder feine Vibrationen noch Strömungsgeräusche erkennbar, ist die Funktion der Heizungspumpe sehr wahrscheinlich gestört.

Gründe für eine defekte Heizungspumpe

Grundsätzlich gibt es viele Gründe dafür, dass die Heizungspumpe defekt ist und sich nicht mehr dreht. Nicht alle erfordern dabei auch einen Austausch. So kann es sein, dass sich in der Heizpause Ablagerungen aus dem Heizungsrohrnetz am Pumpenlaufrad angesammelt haben. Diese setzen das Rad fest und sorgen so für eine Störung. Ist das der Fall, können Hausbesitzer die Welle manuell betätigen, indem sie die mittig angebrachte Schraube an der Front der Pumpe herausdrehen. Darunter befindet sich die Welle, die sich mit einem Schraubenzieher drehen lässt. Aber Achtung: Die Pumpe sollte zunächst stromlos geschaltet werden.

Darüber hinaus kann auch ein elektronischer Defekt dafür sorgen, dass die Heizungspumpe nicht mehr funktioniert. Abklären kann das in der Regel nur ein Elektriker oder ein Heimwerker mit entsprechenden Erfahrungen. Ist hingegen das Laufrad der Heizungspumpe defekt, kommen Hausbesitzer um einen Austausch kaum herum. Eine Ursache für den Schaden könnte dabei die sogenannte Kavitation sein. Dabei platzen feine Luftbläschen am Rande der Schaufeln und zerstören diese Schritt-für-Schritt.

Auch der Austausch intakter Pumpen lohnt sich

Auch wenn die Heizungspumpe nicht defekt ist, kann sich ein Austausch lohnen. Und zwar immer dann, wenn die Pumpe alt und ungeregelt ist. Denn in diesem Fall kann sie ihre Leistung nicht an den Wärmebedarf im Haus anpassen und verbraucht viel mehr Strom als nötig. Mit einem Austausch sparen Hausbesitzer oft mehr als 100 Euro im Jahr. Die Maßnahme rechnet sich also meist schon nach zwei bis drei Jahren. Die wichtigsten Informationen zum Thema geben wir im Beitrag Heizungspumpe austauschen.

Heizungspumpe defekt? Ein Austausch sorgt für Abhilfe
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Schritt für Schritt die Heizungspumpe austauschen  

Ist die Heizungspumpe defekt, kommen Hausbesitzer um einen Austausch meist nicht herum. Wie das funktioniert, zeigt die folgende Übersicht:

  1. Alte Pumpe außer Betrieb nehmen: Pumpe abschalten; Stromkabel trennen und Hähne vor sowie hinter der Heizungspumpe absperren
  2. Defekte Heizungspumpe ausbauen: Verschraubungen vor und hinter der Pumpe lösen und Heizungspumpe samt Dichtungen herausnehmen; Vorsicht: Wasser kann austreten!
  3. Neue Pumpe für den Einbau vorbereiten: Dichtflächen reinigen; neue Dichtungen bereithalten und Durchflussrichtung kontrollieren
  4. Heizungspumpe in das System einbauen: Neue Pumpe mit neuen Dichtungen spannungsfrei in das Rohrnetz einbauen und verschrauben
  5. Strom anschließen und Pumpe in Betrieb nehmen: Elektrokabel zur neuen Heizungspumpe führen und entsprechend den Herstellerangaben anschließen; Absperrarmaturen öffnen und Pumpe nach Herstellerangaben in Betrieb nehmen

Um Fehler und Probleme zu vermeiden, empfehlen wir den Einbau und Anschluss der neuen Heizungspumpe durch einen erfahrenen Heizungsbauer. Dieser kann die Arbeiten in der Regel schon nach kurzer Zeit abschließen und einen zuverlässigen Betrieb der Technik gewährleisten.

Heizungspumpe defekt? Kosten für den Austausch

„Meine Heizungspumpe ist defekt. Welche Kosten kommen auf mich zu?“ Diese Frage stellen sich viele Hausbesitzer, die vor einem Austausch der Pumpe stehen. Geht es um die Gerätepreise, gibt es heute große Unterschiede. Während einige Hersteller moderne Hocheffizienzpumpen für 100 bis 200 Euro anbieten, liegen andere bei 300 bis 500 Euro. Ein Test der Heizungspumpen durch die Stiftung Warentest hat jedoch ergeben, dass günstigere Modelle den teuren oft in nichts nachstehen. Wir empfehlen, das Thema mit einem Heizungsbauer vor Ort zu besprechen. Dieser ist ohnehin nötig, um die neue Heizungspumpe korrekt auszulegen und einzubauen. Die dafür anfallenden Kosten sind überschaubar. Aufschluss gibt nur ein individuelles Heizungsangebot.

Alte Heizungspumpen tauschen und Fördermittel nutzen

Geht es um den Austausch alter Heizungspumpen, bekommen Hausbesitzer noch bis Ende 2020 Zuschüsse von 30 Prozent über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Diese senken die Anschaffungskosten und sorgen für eine schnelle Amortisation der Ausgaben. Wie die Mittel zu beantragen sind, erklären wir im Beitrag Förderung der Heizungspumpe

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz
Fazit von Alexander Rosenkranz
Ist die Heizungspumpe defekt? Verschiedene Symptome zeigen an, dass die Pumpe im Heizungskeller eventuell nicht mehr richtig funktioniert. So können Verbraucher von einem Defekt ausgehen, wenn die Wärme des Kessels nicht mehr im Haus oder den angeschlossenen Wärmespeichern ankommt. Ein Austausch ist dann in der Regel schnell erledigt. Ist die Heizungspumpe defekt, fallen dabei Kosten von 100 bis 500 Euro für neue Geräte an. Hinzu kommen Ausgaben für Handwerker. 
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