Heizungsmischer verteilen Wärme im Haus 

Heizungsmischer sorgen dafür, dass alle Wärmeabnehmer im Haus die benötigte Energiemenge erhalten. Während Kessel alle Kreise mit einer gemeinsamen Vorlauftemperatur versorgen, regulieren Mischer diese bedarfsgerecht herunter. Wie das funktioniert, welche Arten der Heizungsmischer es gibt und was diese kosten, erklären wir in den folgenden Abschnitten.

Die Funktion der Heizungsmischer einfach erklärt  

Heizungsmischer verteilen die Wärme eines Kessels in der Heizungsanlage. Dabei mischen sie dem heißen Vorlauf des Kessels kühleres Wasser aus dem Rücklauf des Verbraucherkreises bei. Die Funktion ähnelt dabei einer Mischbatterie am Waschbecken. Diese wird über einen Anschluss mit heißem und einen anderen Anschluss mit kaltem Trinkwasser versorgt. Verbraucher können dann entweder sehr heißes oder sehr kaltes Wasser zapfen. Indem sie beide Ströme mischen, bekommen sie darüber hinaus auch Trinkwasser mit einer mittleren, an den aktuellen Bedarf angepassten Temperatur. Heizungsmischer übernehmen ebenfalls die folgenden Aufgaben:

  • Vorlauf komplett zum nachgeschalteten Heizkreis schicken
  • Vorlauf absperren und den Heizkreis nicht mehr versorgen
  • Heizungswasser auf eine bedarfsgerechte Temperatur mischen

Manuelle oder automatische Einstellung der Armaturen 

Einstellen lässt sich der Heizungsmischer von Hand oder automatisch. Bei der manuellen Bedienung bringt ein Heizungsmonteur den Schieber im Mischer einmal auf die entsprechende Stellung. Im laufenden Betrieb wird diese dann oft nicht mehr verändert. Zur automatischen Betätigung kommt ein sogenannter Stellmotor zum Einsatz. Dieser führt Befehle der Heizungsregelung aus, um die Temperatur des Heizungswassers zu jeder Zeit an den aktuellen Bedarf anpassen zu können.

Eine Alternative stellen thermostatische Heizungsmischer dar. Diese sind mit einer Technik ausgestattet, die für konstante Temperaturen im nachgeschalteten Rohrnetz sorgt. Dabei verändert sich das Volumen einer speziellen Flüssigkeit in Abhängigkeit der Medientemperatur. Je wärmer das Heizungswasser wird, umso stärker dehnt sich die Flüssigkeit im Thermostat aus. Sie schließt ein Ventil und mehr Wasser aus dem Rücklauf fließt durch den Mischer. Die Vorlauftemperatur im nachgeschalteten Heizkreis sinkt folglich. Sinkt sie zu stark, öffnet sich das Ventil wieder und lässt mehr vom heißen Vorlauf hindurch.

Mischer der Heizung macht nicht auf: Mögliche Ursachen  

Kommt es zu einer Störung und der Mischer der Heizung macht nicht auf, könnte das verschiedenste Ursachen haben. Eine wäre zum Beispiel die falsche Positionierung oder Installation der Temperaturfühler. Diese registrieren die Heizwassertemperatur und beeinflussen die Funktion der Heizungsmischer. Eine weitere Ursache könnte bei dem installierten Stellmotor liegen. Ist dieser defekt oder nicht fachgerecht montiert, könnte es zu einer Störung kommen und der Mischer der Heizung macht nicht auf. Ein Installateur kann das Problem vor Ort identifizieren und in aller Regel auch schnell beseitigen.

Heizungsmischer nach einem Heizungsverteiler
© Matthias_Buehner – stock.adobe.com

Arten und Einsatzbereiche der Heizungsmischer  

Mischer für die Heizung sind heute in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. So zum Beispiel mit drei oder vier Wegen. Wir erklären, was diese voneinander unterscheidet und zeigen, wann sie zum Einsatz kommen.

Drei- sowie Vierwege-Mischer und ihre Funktion

Heizungsmischer mit drei Wegen verbinden den Vorlauf- und den Rücklauf des Kessels mit dem Vorlauf eines einzelnen Heizkreises. Indem sie das Mischungsverhältnis der einströmenden Medien verändern, bringen sie das Heizungswasser im nachgeschalteten Kreis auf die benötigte Temperatur. Vierwege-Heizungsmischer verbinden den Vor- und den Rücklauf des Kesselkreises mit dem Vor- und dem Rücklauf eines Heizkreises. Auf diese Weise können sie die Vorlauftemperatur des Heizkreises senken, während sie die Rücklauftemperatur des Kesselkreises anheben.

Typische Einsatzbereiche der Heizungsmischer 

Zum Einsatz kommen die Bauteile meist dann, wenn es um die Regulierung der Heizwassertemperatur geht. Also zum Beispiel, wenn:

  • Wärmeerzeuger ständig zu warmes Wasser in das Heizungsnetz schicken (Solarthermieanlagen oder Holzheizungen, die sich kaum herunterregeln lassen)
  • verschiedene Heizkreise in einer Heizungsanlage vorhanden sind (Fußboden- und Heizkörperkreislauf mit unterschiedlichen Temperaturanforderungen)
  • sich der Wärmebedarf verschiedener Zonen im Haus zeitlich sehr stark unterscheidet (Gemischt genutzte Wohn- und Geschäftshäuser)
  • die Rücklauftemperatur von Heizkesseln ständig hoch sein muss (Rücklaufanhebung bei Biomasse- und Konstanttemperaturkesseln)
  • die Trinkwassertemperatur in einer Sanitärinstallation einen Maximalwert nicht überschreiten darf (Verbrühschutz mit thermostatischem Mischventil)

Versorgt eine moderne Gas- oder Ölbrennwertheizung nur einen Heizkreis mit Wärme, sind Mischer in der Regel nicht erforderlich. Denn die Heizgeräte können ihre Leistung in einem breiten Bereich an den Wärmebedarf anpassen und selbst die benötigte Vorlauftemperatur in das System schicken.

Übliche Kosten der Armaturen im Überblick 

Wie viel die Heizungsmischer kosten, hängt vor allem von der Baugröße und der Ausstattung der Geräte ab. Besitzer typischer Einfamilienhäuser können mit Ausgaben von 100 bis 150 Euro für die Armaturen rechnen. Hinzu kommen Kosten von 50 bis 150 Euro für einen passenden Stellmotor und weitere Ausgaben für die Montage. Wie viel die Geräte genau kosten, entnehmen Verbraucher einem individuell erstellten Heizungsangebot.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Heizungsmischer verteilen Heizwärme bedarfsgerecht im Haus. Dabei stellen sie die Vorlauftemperatur einzelner Heizkreise so ein, dass das Heizungswasser die Verbraucher mit der nötigen Energiemenge versorgen kann. Nötig sind die Armaturen dabei immer dann, wenn mehrere Heizkreise mit unterschiedlichen Temperaturanforderungen in einem System miteinander verbunden sind. Darüber hinaus kommen sie auch zur Beladung von Speichern oder zur Rücklauftemperaturanhebung zum Einsatz. 

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