Heizungsförderung: Aktuelle Mittel im Überblick

Geht es um eine neue Heizung, stehen viele Hausbesitzer vor einer schweren Entscheidung. Denn genau so unterschiedlich wie die vorhandenen Gebäude sind auch die technischen Möglichkeiten. Mit der Heizungsförderung forciert der Staat vor allem umweltfreundliche und energiesparende Systeme für den Neubau und den Gebäudebestand.

Heizungsförderung für Öl- und Gasanlagen

Planen Hausbesitzer die Installation einer Öl- oder Gasheizung, profitieren sie von hohen Fördermitteln der Kreditbank für Wiederaufbau (KfW). Diese gibt es unter anderem für:

  • eine Brennwertheizung
  • eine Brennstoffzellenheizung
Mann informiert sich im Internet über Heizungsförderung
© Andrey Armyagov | Fotolia

Förderung für die Brennwertheizung

Für die Installation einer Brennwertheizung erhalten Hausbesitzer heute einen günstigen Kredit (KfW-Programm 430) oder einen Zuschuss in Höhe von zehn Prozent der Kosten (Programm 430). Wichtig zu wissen ist, dass es die Mittel nur dann gibt, wenn Hausbesitzer den Antrag noch vor dem Beginn der Bauarbeiten mit einem Energieberater stellen. Während das bei Krediten über die Hausbank funktioniert, sind Zuschüsse einfach online über das Zuschuss-Portal der KfW zu beantragen.

Die wichtigsten Informationen zur Heizungsförderung für Brennwerttechnik haben wir im Beitrag „Förderung für die Gasheizung“ noch einmal zusammengefasst.

Übrigens: Aktuell diskutieren Politiker und Verbände über das Ende der Förderung rein fossiler Heizsysteme. Wer über einen Heizungstausch nachdenkt, sollte die Mittel dabei beantragen, bevor die Programme auslaufen.

Fördermittel für die Brennstoffzelle

Auch für die Brennstoffzelle gibt es KfW-Fördermittel. Dabei bekommen Bauherren oder Hausbesitzer bis zu 40 Prozent der anfallenden Kosten für Technik und Montage über das Programm 433 erstattet. Voraussetzung dafür ist, dass sie die Mittel vor dem Beginn der Umbauarbeiten zusammen mit einem Energieberater beantragen.

Neben den ohnehin schon hohen KfW-Mitteln profitieren Nutzer einer Brennstoffzelle auch von einer festgelegten Vergütung für den selbst erzeugten Strom. Diese lässt sich sogar mit einmal abrufen. Je nach elektrischer Leistung gibt es dabei bis zu 4.800 Euro.

Im Beitrag „Förderung für die Brennstoffzellenheizung“ haben wir alles Wichtige für die Heizungsförderung zusammengefasst.

Förderung für Umweltheizungen

Moderne und innovative Heizsysteme verbrauchen nicht nur weniger Energie, sie entlasten auch die Umwelt und tragen zu einer Verlangsamung des Treibhauseffektes bei. Aus diesen Gründen bietet der Staat teilweise hohe Zuschüsse über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Die Heizungsförderung gibt es dabei für:

  • Holz- und Pelletheizungen
  • Wärmepumpen
  • Solarthermieanlagen

Förderung für Holz- und Pelletheizung

Über das BAFA fördert der Staat die umweltfreundliche Holzheizung mit Pelletofen, Pelletheizung, Hackschnitzelkessel oder Holzvergaserkessel. Die Heizungsförderung gibt es für neue und alte Gebäude, wobei im Neubau hohe technische Anforderungen zu erfüllen sind. Abhängig von der Art und der Leistung profitieren Verbraucher dabei von Zuschüssen zwischen 2.000 und 3.500 Euro. Ist die Anlage mit einem Partikelabscheider oder Brennwerttechnik ausgestattet, gibt es sogar bis zu 5.250 Euro. Voraussetzung dafür, dass die Heizung Förderung bekommt, ist, dass die verwendeten Geräte vom BAFA geprüft und zugelassen sind. Darüber hinaus müssen Verbraucher die Mittel ab 01.01.2018 noch vor der Durchführung der Maßnahmen oder vor dem Vertragsschluss mit dem entsprechenden Installateur beantragen.

Im Beitrag „Holzkessel“ finden Bauherren und Hausbesitzer die wichtigsten Informationen dazu, wie sie für ihre Heizung Förderung erhalten.

Heizungsförderung für Wärmepumpen

Auch für eine innovative Wärmepumpe gibt es Zuschüsse über das BAFA. Während Verbraucher in bestehenden Einfamilienhäusern für Luft-Wasser-Systeme rund 1.500 Euro bekommen, steigt die Summe für gasbetriebene Geräte oder Wasser- bzw. Luft-Wasser-Wärmepumpen auf etwa 4.500 Euro. Arbeitet die Heizung besonders effizient, sind im Altbau sogar bis zu 6.750 Euro möglich. Auch Bauherren neuer Häuser profitieren in diesem Fall von der Heizungsförderung. Während Hausbesitzer die Mittel bis zu neun Monate nach der Inbetriebnahme beantragen können, müssen sie dies für innovative Anlagen im Neu- oder Altbau bereits vor dem Beginn des Vorhabens tun.

Wie Anlagenbesitzer für ihre Heizung Förderung beantragen und wie hoch die Fördersumme im Detail ist, erklären wir im Beitrag „Förderung für eine Wärmepumpe“.

Fördermittel für die Solarthermie

Das BAFA fördert auch den Einbau von Solarthermie mit hohen Zuschüssen. Dabei ist zu unterscheiden, ob es sich um eine Anlage zur Warmwasserbereitung, zur Heizungsunterstützung oder um eine Erweiterung handelt.

Während Hausbesitzer für neue Kollektoren an einer bestehenden Anlage 50 Euro pro Quadratmeter bekommen, zahlt das BAFA für Solartechnik zur Warmwasserbereitung mindestens 500 Euro. Unterstützt die Technik auch die Heizung, gibt es darüber hinaus sogar 2.000 Euro für den Gebäudebestand. Planen Hausbesitzer oder Bauherren eine besonders große Kollektorfläche, gibt es höhere Mittel - und das sogar bei einem Neubau.

Damit die Heizung Förderung erhält, sind die Anträge auch hier noch vor Beginn der Arbeiten an das BAFA zu senden. Dies gilt ebenso für innovative Solaranlagen in neuen oder bestehenden Gebäuden.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz
Fazit von Alexander Rosenkranz
Die Heizungsförderung vereinfacht die Entscheidung für eine nachhaltige und energiesparende Heizungstechnik. Denn sie senkt die anfallenden Kosten und sorgt so auch für eine höhere Wirtschaftlichkeit. Die Mittel gibt es dabei für Brennwertheizungen, Brennstoffzellen, Holzheizungen, Wärmepumpen oder Solarthermieanlagen.
Beratung durch Ihren Heizungsinstallateur vor Ort

Sie benötigen eine individuelle Beratung oder ein Angebot für Ihre neue Heizung?

news-icon
Neueste Artikel
Artikelbewertung