Mit KfW Förderung die Heizung erneuern

Mit einer KfW Förderung sparen Hausbesitzer bares Geld. So zum Beispiel beim Erneuern der Heizung. Denn hier bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) verschieden Förderprogramm für neu Gas-, Öl- oder Umweltheizungen. Neben hohen Zuschüssen, die es meist nur für Ein- und Zweifamilienhäuser gibt, profitieren Sanierer dabei auch von zinsgünstigen Darlehen. Diese gibt es für jedes Vorhaben, das den technischen Anforderungen entspricht. Wir geben einen Überblick über die KfW Förderprogramme und zeigen, wie Hausbesitzer die KfW Förderung richtig beantragen.  

Wer erhält eine KfW Förderung?

Von den KfW Förderprogrammen profitieren alle Besitzer bestehender Häuser, die sich eine neue Heizung anschaffen. Hierzu zählen etwa Öl- oder Gas-Brennwertkessel, Brennstoffzellenheizungen oder auch Fernwärmeanschlüsse. Hausbesitzer, die von einer Öl- auf eine Gasheizung umsteigen, kommen ebenfalls in den Genuss einer KfW Förderung. Derartige Maßnahmen belohnt die Bundesregierung, da sie zu einer Senkung des CO2-Ausstoßes beitragen. Zu diesem Zweck setzt die KfW Förderung finanzielle Anreize für eine Erneuerung der Heizungsanlage.

Stapel Münzen - KfW Förderung
© panthermedia.net / TobyK

Welche KfW Förderprogramme gibt es?

Wenn Sie die Heizung erneuern und von den Fördermitteln profitieren möchten, stehen unter der Rubrik "Energieeffizient Sanieren" folgende KfW Förderprogramme zur Auswahl:

  • Programm 151: Die KfW Förderung in Darlehensform gibt es für Hausbesitzer, die ihr Gebäude zum KfW-Effizienzhaus sanieren. Besonders günstig ist das Programm durch hohe Tilgungszuschüsse die die Schulden bei der Bank senken. 
  • Programm 152: Die KfW Förderung in Kreditform gibt es für alle Eigentümer bestehender Gebäude, die Einzelmaßnahmen wie die Dämmung oder den Heizungstausch durchführen lassen. Besonders interessant sind die besseren Konditionen für Maßnahmenpakete (Brennwertheizung + Optimierung Altanlage; Neue Lüftungsanlage + Wärmedämmung).
  • Programm 430: Die KfW Förderung in Zuschussform gibt es für Besitzer selbst genutzter Ein- und Zweifamilienhäuser. Förderfähig sind dabei ganzheitliche Sanierungen zum KfW-Effizienzhaus sowie Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle oder der Anlagentechnik. Auch hier gilt: Wer Maßnahmen kombiniert, profitiert von besseren Konditionen im KfW Förderprogramm. 
Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer KfW Förderprogramm, wie: 
  • Programm 167: Hier gibt es einen Ergänzungskredit für den Einbau einer Umweltheizung (Solarthermie, Wärmepumpe, Holzheizung) in bestehenden Wohngebäuden. Die KfW Förderung deckt damit die Finanzierungslücke, die neben den hohen Zuschüssen der BAFA Förderung offen bleibt.  
  • Programm 433: Auch Bauherren und Hausbesitzer, die sich für eine stromerzeugende Brennstoffzellenheizung entscheiden, profitieren von den KfW Förderprogrammen. Möglich sind hier Zuschüsse von bis zu 28.200 Euro. 
  • Programm 431: Wer eines der genannten KfW Förderprogramme in Anspruch nimmt, kann die Umsetzung der Sanierungsarbeiten von einem Energie-Effizienz-Experten überwachen lassen. Für diese Leistung steht ein Zuschuss in Höhe von 50 Prozent der Kosten (maximal 4.000 Euro) bereit. 

KfW Förderung mit den Programmen 152 und 151

Infrage kommen diese Programme dann, wenn es sich bei der Immobilie um ein Wohngebäude mit Bauantrag/Bauanzeige vor dem 01.02.2002 handelt. Darlehen gibt es in den KfW Förderprogrammen für ganzheitliche Sanierungsvorhaben sowie Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle oder der Anlagentechnik. So gibt es günstige Kredite unter anderem für eine neue Öl- oder Gasheizung, sofern diese mit Brennwerttechnik ausgestattet ist. Die Inanspruchnahme setzt zudem voraus, dass der Einbau einer Hocheffizienzpumpe und ein hydraulischer Abgleich erfolgen. Darüber hinaus ist ein Energieberater in die Planung einzubeziehen, der gegenüber der Förderbank die fachgerechte Planung sowie Durchführung bestätigt. Die Konditionen im Überblick: 

  • Effektivzinssatz: 0,75 Prozent
  • Laufzeit: 4 bis 30 Jahre
  • Tilgungsfreie Anlaufzeit: 1 bis 5 Jahre
  • Zinsbindung: 10 Jahr
  • Kredithöhe: bis zu 100.000 Euro KfW Förderung im Programm 151 (ganzheitliche Sanierung)
  • Kredithöhe: bis zu 50.000 Euro für Einzelmaßnahmen und Maßnahmenpakete
  • Tilgungszuschuss KfW-Effizienzhaus: maximal 27,5 Prozent (bis zu 27.500 Euro pro Wohneinheit)
  • Tilgungszuschuss Einzelmaßnahmen: maximal 7,5 Prozent (bis zu 3.750 Euro pro Wohneinheit)
  • Tilgungszuschuss Maßnahmenpakete: maximal 12,5 Prozent (bis zu 12.500 Euro pro Wohneinheit)

KfW Förderung mit dem Programm 430

Im Programm 430 gibt es Fördermittel für Ein- und Zweifamilienhäuser mit Bauantrag/Bauanzeige vor dem 01.02.2002. Zur Verfügung stehen dabei grundsätzlich hohe Zuschüsse für ganzheitliche Sanierungen zum KfW Effizienzhaus, Einzelmaßnahmen (Dämmung oder Heizung) und Maßnahmenpakete. Wichtig ist, dass ein Energie-Effizienz-Experte die Maßnahme vor und nach der Durchführung bestätigt. Wer eine neue Heizung einbauen lässt, muss sich außerdem für eine Brennwertheizung entscheiden. Darüber hinaus ist auch hier eine Hocheffizienzpumpe einzubauen und ein hydraulischer Abgleich durchzuführen. Die Konditionen im Überblick: 

  • Zuschuss für ganzheitliche Sanierungsvorhaben: bis zu 30 Prozent (maximal 30.000 Euro pro Wohneinheit)
  • Zuschuss für Einzelmaßnahmen: 10 Prozent (maximal 5.000 Euro pro Wohneinheit)
  • Zuschuss für Maßnahmenpakete: 15 Prozent (maximal 7.500 Euro pro Wohneinheit)
  • Mindestförderung: 300 Euro
Übrigens: Was sind eigentliche Lüftungspakete? 

Maßnahmenpakete sind Kombinationen verschiedener Sanierungsarbeiten, für die es in den KfW Förderprogrammen bessere Konditionen gibt. Hausbesitzer können dabei zwischen Heizungs- und Lüftungspaket wählen. Im Heizungspaket geht es um den Austausch der Heizung und die Optimierung der Altanlage. KfW Förderung für Lüftungspakete gibt es, wenn Hausbesitzer eine neue Lüftungsanlage einbauen und im gleichen Zuge auch mindestens eine Einzelmaßnahme am Gebäude (Dämmung, Fenstertausch) durchführen.

KfW Förderung im Programm 167 

Anders als in den bereits beschriebenen KfW Förderprogrammen gibt es hier zinsgünstige Darlehen für den Einbau einer Umweltheizung. Die Kredite decken dabei den Betrag der Anschaffungskosten, der abzüglich der BAFA Zuschüsse für Wärmepumpen, Solaranlagen oder Holzheizungen übrig bleibt. Antragsberechtigt sind alle, die Wohnraum modernisieren oder bereits modernisierten Wohnraum kaufen. Die Konditionen im Überblick: 

  • Effektivzins: 0,90 Prozent
  • Laufzeit: 4 bis 10 Jahre
  • Tilgungsfreie Anlaufzeit: 1 bis 2 Jahre
  • Zinsbindung: 10 Jahr
  • Kredithöhe: bis zu 50.000 Euro KfW Förderung 
Wichtig ist jedoch, dass die Summe aus BAFA Zuschuss für die neue Heizung und KfW Förderung die Anschaffungskosten der Heizungsanlage nicht übersteigt. 

KfW Förderprogramm 433 für Brennstoffzellen

Wer sich für eine neue Brennstoffzellenheizung interessiert, bekommt Zuschüsse von bis zu 40 Prozent der Kosten über das KfW Förderprogramm 433. Und das bei Neubau und Sanierung. Voraussetzung ist allerdings, dass Verbraucher auch einen Vollwartungsvertrag über 10 Jahre abschließen. Die Kosten dafür sind genau wie die Ausgaben für einen Energieberater (nötig zur Beantragung) und eine Zusatzheizung förderfähig. Die Konditionen im Überblick:

  • Zuschusshöhe: Maximal 28.200 Euro (setzt sich aus 5.700 Euro Basisförderung und 450 Euro pro angefangene 100 Watt elektrischer Leistung zusammen; auf 40 Prozent der Kosten begrenzt)
  • Mindestförderung: 7.50 Euro

KfW Förderprogramm 431 für die professionelle Baubegleitung

Hausbesitzer, die eine KfW Förderung aus den Programmen 151, 152 oder 430 in Anspruch nehmen, können die Arbeiten von einem Energieberater überwachen lassen. Da dieser die Wirksamkeit der Sanierung verbessert und Folgeschäden minimiert, gibt es auch dafür eine KfW Förderung. Die Konditionen im Überblick: 

  • Zuschusshöhe: maximal 50 Prozent der Kosten (bis zu 4.000 Euro pro Vorhaben) 
  • Mindestförderung: 300 Euro 

Neue Heizung: KfW Förderung richtig beantragen

Wie die Fördermittel zu beantragen sind, hängt vom KfW Förderprogramm ab. Während Hausbesitzer Darlehensanträge grundsätzlich an ihre Hausbank richten, stellen sie Zuschuss-Anträge direkt im KfW Zuschussportal. Wichtig ist, dass ein Energieberater die Maßnahme vor der Beantragung und nach der Durchführung bestätigt. 

Im Übrigen können sich Hausbesitzer im Vorfeld auch anhand des sogenannten KfW-Tilgungsrechners einen möglichen Finanzierungsplan berechnen lassen. Dieser kann jedoch nur Orientierung dienen. Ein verbindliches Angebot stellt er nicht dar. 

Alternative Förderung vom BAFA

Neben einer KfW Förderung kommen auch Unterstützungsleistungen durch das BAFA in Betracht. Geht es etwa um den Einbau von Wärmepumpen, Solarthermieanlagen oder zentraler Holzheizungen, ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) der richtige Ansprechpartner. Solarthermie wird je nach Bruttokollektorfläche mit mindesten 500 Euro und höchstens 140 Euro pro Quadratmeter gefördert. Für Pelletöfen sind Zuschüsse zwischen 2.000 und 3.500 Euro vorgesehen. Die Installation einer Luft-Wasser-Wärmepumpe wird mit 1.300 Euro, die einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe und Sole-Wasser-Wärmepumpe sogar mit 4.000 Euro honoriert. Wichtig ist, dass ab dem 01.01.2018 die Anträge für die Heizungsmodernisierung noch vor Beginn der Maßnahmen gestellt werden müssen.

Einen detaillierten Überblick gibt der Beitrag BAFA Förderung.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz
Fazit von Alexander Rosenkranz
Neben den niedrigeren Heizkosten macht gerade auch eine KfW Förderung die Erneuerung der Heizungsanlage interessant. Über mehrere KfW Förderprogramme erhalten förderberechtigte Immobilienbesitzer entweder Kredite von bis zu 100.000 Euro zu günstigen 0,75 %. Alternativ dazu werden aber auch Investitionszuschüsse von bis zu 30.000 Euro gewährt. Belohnt wird dabei neben der Sanierung der Immobilie im Sinne eines KfW-Energieeffizienzhauses auch der Austausch der Heizungsanlage oder die Durchführung von Maßnahmen an der Gebäudehülle. 
Beratung durch Ihren Heizungsinstallateur vor Ort

Sie benötigen eine individuelle Beratung oder ein Angebot für Ihre neue Heizung?

news-icon
Neueste Artikel
Artikelbewertung