Heizkörpertypen: Funktion, Arten und Förderung

Heizkörper übertragen die Wärme des Kessels an die Räume im Haus. Während Verbraucher dabei aus verschiedenen Heizkörpertypen wählen können, funktionieren diese in der Regel immer ähnlich. Der folgende Beitrag erklärt, wie die Heizwärme in den Raum gelangt, welche Arten von Heizkörpern es gibt und wie diese gefördert werden.

Funktionsweise der Heizkörpertypen

Heizflächen sorgen dafür, dass die Wärme des Kessels effizient und komfortabel in den Räumen ankommt. Im Betrieb strömt dabei heißes Heizungswasser durch sie hindurch. Es gibt Energie ab und fließt dann als kühlerer Rücklauf zum Wärmeerzeuger zurück. Die Oberflächen der Heizkörpertypen erwärmen sich und übertragen die aufgenommene Wärme an den Raum. Wie viel die Heizflächen leisten, hängt dabei unter anderem vom Durchfluss und der Temperatur des Heizungswassers ab. Den Durchfluss können Hausbesitzer mit einem Thermostat temperaturabhängig einstellen.

Konvektion und Strahlung im Vergleich

Alle Heizkörpertypen übertragen die thermische Energie in Form von Konvektion und Strahlung an den Raum. Während die Wärme bei der Konvektion direkt an die Luft übergeht, wird sie bei der Strahlung erst auf festen Körpern spürbar. Das ist vergleichbar mit der Sonne und wird in der Regel als besonders angenehm empfunden. Übrigens: Wie hoch die Strahlungs- und Konvektionsanteile sind, hängt von der Konstruktion der Heizflächen ab. 

Profilierte Plattenheizkörper zählen zu Heizkörpertypen mit der
weitesten Verbreitung
© kuchina | Fotolia

Verschiedene Heizkörpertypen im Überblick

Interessieren sich Hausbesitzer für ein neues Heizsystem, haben sie nicht nur in Bezug auf die Wärmeerzeuger eine große Auswahl. Auch Heizkörpertypen sind heute zahlreich am Markt vorhanden. Unterscheiden lassen sich dabei:

  • Plattenheizkörper
  • Gliederheizkörper
  • Röhrenheizkörper
  • Konvektoren

Plattenheizkörper sind günstig und elegant

Wie der Name bereits vermuten lässt, bestehen Plattenheizkörper aus mehreren, vom Heizungswasser durchflossenen, Heizplatten. Diese sind parallel zueinander angeordnet und oft durch spezielle Konvektionsbleche miteinander verbunden. Wie viel die Heizkörpertypen leisten, hängt dabei von ihrer Größe, der Anzahl ihrer Heizplatten und der Anzahl der integrierten Konvektionsbleche ab. Die Heizflächen sind sowohl mit glatter als auch profilierter Oberfläche erhältlich und übertragen Wärme in Form von Strahlung und Konvektion.

Zu ihren Vorteilen zählen die hohe Effizienz in Niedertemperatursystemen, die elegante Form und die vergleichsweise niedrigen Anschaffungskosten. Die Konvektionsbleche sind jedoch schwer zu reinigen und können eine erhöhte Staub- und Geruchsbelastung hervorrufen.

Glieder-Heizkörpertypen sind erweiterbar

Gliederheizkörper zählen zu den ältesten Heizkörpertypen. Sie bestehen in der Regel aus einzelnen Elementen, die parallel nebeneinander verschraubt werden. Je nach Höhe, Tiefe und Anzahl der verbundenen Glieder, geben die Heizflächen dabei mehr oder weniger Wärme ab. Während moderne Heizkörper aus Stahlblech schnell auf geänderte Wärmeanforderungen reagieren, brauchen vor allem alte Geräte länger, bis die Heizwärme im Raum ankommt. Grund dafür sind die schweren, gusseisernen Glieder. Diese reagieren zeitverzögert, geben die aufgenommene Energie dabei aber über kurze Heizpausen hinweg ab. Diese Heizkörpertypen sind in der Regel modular erweiterbar und besonders robust. Vorteilhaft ist außerdem, dass sie sich einfach reinigen lassen und so weniger Staub in die Luft blasen. Hohe Designansprüche kann die besondere Form jedoch nicht immer erfüllen.  

Röhrenheizkörper für Bad und Wohnbereich

Auch Röhrenheizkörper bestehen aus einzelnen Elementen, die neben- oder übereinander angebracht sind. Sie werden jedoch mit einem Verteiler und Sammler verschweißt, wodurch sich die Heizflächen nicht erweitern lassen. Typische Beispiele sind Design- bzw. Badheizkörper. Diese eignen sich durch ihre spezielle Form vor allem zum Trocknen nasser Handtücher.

Röhrenheizkörper sind in vielen verschiedenen Formen verfügbar und lassen sich einfach reinigen. Sie arbeiten jedoch häufig ineffizient und passen nicht zu jeder Raumgestaltung. 

Konvektoren blasen warme Luft in den Raum

Konvektoren stellen eine besondere Form der Heizkörpertypen in diesem Vergleich dar. Denn sie bestehen in der Regel aus Lamellen, die rings um ein wasserführendes Rohr angebracht sind. Im Betrieb erwärmt sich die Raumluft, indem sie durch die Lamellenzwischenräume strömt. Um die Leistung der Konvektoren zu erhöhen, können Ventilatoren einen höheren Luftdurchsatz erzwingen. Durch ihre flache Bauform kommen die Heizkörpertypen auch dann infrage, wenn die Architektur nur wenig Platz lässt.

Zu den Vorteilen der Heizflächen zählt neben der platzsparenden Bauform auch die schnelle Reaktionsfähigkeit auf geänderte Temperaturanforderungen. Die Lamellenzwischenräume lassen sich jedoch nur schwer reinigen und können so auch eine erhöhte Staubbelastung verursachen.

Fördermittel für neue Heizkörper 

Geht es um eine Sanierung, fördert der Staat viele Heizkörpertypen mit hohen Zuschüssen oder zinsgünstigen Darlehen. Die Mittel gibt es dabei von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), wenn Hausbesitzer auch eine neue Brennwertheizung installieren. 

Die Konditionen: 

  • Darlehen über das KfW-Programm 152 mit Tilgungszuschuss in Höhe von 7,5 Prozent 
  • Zuschüsse über das KfW-Programm 430 in Höhe von 10 Prozent 

Wichtig ist, dass Hausbesitzer die Fördermittel vor der Sanierung zusammen mit einem Energieberater beantragen. 

Übrigens: Kommt die Förderung über die KfW nicht infrage, können Sanierer Handwerkerkosten von bis zu 6.000 Euro im Jahr steuerlich geltend machen. Über die Einkommenssteuererklärung bekommen sie dabei bis zu 20 Prozent (1.200 Euro) erstattet.  

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Heizkörper sollen die Wärme des Kessels an alle Räume im Haus übertragen. Während sie dazu vom warmen Heizungswasser durchflossen werden, gibt es Unterschiede in der Funktion der Heizkörpertypen. Plattenheizkörper bringen thermische Energie über Strahlung und Konvektion in den Raum ein und Gliederheizkörper lassen sich einfach erweitern. Röhrenheizkörper eignen sich besonders zum Trocknen von Handtüchern im Bad, benötigen dafür aber höhere Systemtemperaturen. Ähnlich verhält es sich auch mit platzsparenden Konvektoren, die schnell auf geänderte Wärmeanforderungen reagieren. Geht es um eine Sanierung, fördert der Staat den Einbau oder den Austausch der Heizflächen über die KfW. 

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