Fußbodenheizung: Aufbau mit verschiedenen Systemen

Die Flächenheizung macht den Boden eines Raumes zur Heizfläche und sorgt so für Komfort und Energieeinsparungen. Damit dem nichts entgegen steht, ist schon bei der Planung auf den richtigen Fußbodenheizung Aufbau zu achten. Worauf es dabei ankommt und welche Möglichkeiten es gibt, erklären wir in den folgenden Abschnitten.

Flächenheizung in trockener oder nasser Verlegung

Geht es um den Aufbau einer Fußbodenheizung unterscheidet man zunächst die trockene und die nasse Verlegung. Während die Heizungsrohre bei der trockenen Verlegung nah an der Oberfläche liegen, befinden sie sich bei der nassen Verlegung unter einer Estrichschicht.

Fußbodenheizung Aufbau mit Noppenplattensystem

Fußbodenheizung: Aufbau im Überblick

Eine Flächenheizung gibt die Wärme des Kessels über große Flächen an den Raum ab. Damit das funktioniert, sind einzelne Heizleitungen nötig. Diese werden vom Heizungswasser durchströmt und bei der nassen Verlegung in den Boden integriert. Im Betrieb erwärmen sie zunächst den umliegenden Estrich, bevor die Wärme im Raum spürbar wird. Dabei dienen die schweren Bauteile als Speicher, die Heizwärme auch dann noch abgeben, wenn der Kessel selbst gar keine mehr erzeugt.

Der Fußbodenheizung Aufbau besteht dabei in der Regel aus:

  • einer Dämmung
  • den Rohrleitungen
  • einem Randdämmstreifen
  • dem Estrich
  • dem Bodenbelag

Dämmung sorgt für gerichtete Wärmeabgabe

Werden die Leitungen im Fußbodenheizung Aufbau vom Heizungswasser durchflossen, geben sie Wärme in alle Richtungen ab. Damit die Energie aber nicht unnötig an das Erdreich oder ungenutzte Räume verloren geht, ist eine Dämmschicht nötig. Diese lässt sich auf dem Rohboden verlegen und verhindert den Wärmestrom nach unten. Wie stark die Dämmung sein muss, richtet sich dabei nach der Art des darunterliegenden Raumes.

Ist dieser beheizt, genügt bereits eine Schicht von rund 30 Millimeter (WLG 035). Befindet sich unter der Fußbodenheizung jedoch Erdreich oder ein unbeheizter Raum, sind bei gleicher Wärmeleitgruppe bereits 45 Millimeter nötig.

Rohrleitungen transportieren Wärme vom Kessel

Die Rohrleitungen werden im Fußbodenheizung Aufbau über der Dämmung montiert. Je nach System lassen sie sich hier zum Beispiel in die Noppen spezieller Trägerplatten klicken oder mit Tackern befestigen. Wie viel Wärme die Heizung an den Raum abgibt, hängt neben den Temperaturen des Heizungswassers auch vom Verlegeabstand ab. Dabei gibt die Heizfläche mehr Wärme ab, je enger die Leitungen liegen. Die richtige Auslegung ist abhängig von vielen Faktoren und von einem erfahrenen Installateur durchzuführen.

Randdämmstreifen sorgt für Schallschutz

Der Randdämmstreifen besteht aus einer schlanken Dämmung, die an den flankierenden Raumwänden angebracht wird. Er schützt den Estrich und sorgt außerdem für einen besseren Schallschutz. Dabei entkoppelt er Boden und Wände und reduziert die Übertragung von Geräuschen, die zum Beispiel beim Auftreten entstehen.

Estrich schafft begehbaren Boden

Der Estrich wird im Fußbodenheizungs-Aufbau über der Dämmung eingebracht. Er legt sich als sogenannter Fließestrich um die Rohrleitungen und bildet einen begehbaren Boden. Durch spezielle Zusätze leiten Materialien wie der Calciumsulfatestrich die Wärme der Heizung besser an den Boden und ermöglichen einen effizienten Heizbetrieb. Damit die Dämmung vor der eingebrachten Feuchte geschützt wird, ist unter dem Estrich eine dichte Folie zu verlegen.

Der Bodenbelag im Fußbodenheizung Aufbau

Genau wie Dämmung und Verlegeabstand wirkt sich auch der Bodenbelag auf die Leistung der Flächenheizung aus. Besonders günstig sind zum Beispiel Fliesen oder andere keramische Materialien. Diese leiten die Wärme vom Boden sehr gut an den Raum und ermöglichen einen uneingeschränkten Heizbetrieb. Ebenso verhält es sich auch bei geeigneten Holzböden wie Parkett oder Laminat. Soll der Boden dagegen mit einem dicken Teppich oder starken Holzdielen belegt werden, gelangt die Wärme nur langsam zum Raum. Grund dafür ist der hohe Wärmedurchlasswiderstand der Materialien.

Die Art des Bodenbelags ist bereits bei der Planung zu berücksichtigen. Denn sie wirkt sich unter Umständen auf den Verlegeabstand oder die Systemtemperaturen der Heizung aus.

Fußbodenheizung Aufbau mit System

Geht es um die Verlegung der Leitungen im Fußbodenheizung Aufbau, haben Hausbesitzer heute verschiedene Möglichkeiten. Dabei sind die Bekanntesten:

  • Noppensysteme
  • Tackersystem

Fußbodenheizung: Aufbau mit Noppensystem

Ein bekanntes System zum Verlegen der Heizungsrohre ist das Noppensystem. Dabei werden vorgefertigte Platten im Raum verlegt, die neben einer Dämmung aus aufgeschäumten Rohrhaltenoppen bestehen. Die Heizleitungen lassen sich einfach im gewünschten Abstand zwischen die Noppen drücken und bekommen einen festen Halt.

Fußbodenheizung: Aufbau mit Tackersystem

Bei der Flächenheizung mit Tackersystem sind die Heizungsrohre auf einer planen Dämmplatte verlegt. Dabei sorgen Bügel, die die über die Rohre führen, für einen festen Sitz. Sie werden in die Dämmplatten gedrückt und halten durch kleine Widerhaken.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Eine Flächenheizung sorgt komfortabel und energiesparend für ein warmes Zuhause. Geht es um den Fußbodenheizung Aufbau haben Hausbesitzer heute viele Möglichkeiten. Üblich ist die nasse Verlegung, bei der die Heizleitungen auf einer Dämmschicht unter dem Estrich verlegt werden.

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