Förderung der Heizungspumpe von BAFA und KfW

Mit der Förderung der Heizungspumpe möchte der Staat Anreize zum Austausch alter Pumpen schaffen. Denn diese arbeiten immer mit der gleichen Leistung und verbrauchen mehr Strom als nötig. Moderne Hocheffizienzpumpen passen ihre Leistung automatisch an den Wärmebedarf im Haus an. Sie sind außerdem mit effizienten Motoren ausgestattet und verbrauchen viel weniger Energie. Wir zeigen, welche Fördermittel für den Pumpentausch zur Verfügung stehen.

Neue Pumpe als Einzelmaßnahme fördern lassen

Hinweis

Die BEG EM Heizungsoptimierung ersetzt die Richtlinie zur Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich vom 13.07.2016. Alle Anträge, die bis 31.12.2020 eingegangen sind, werden noch bearbeitet. 

Über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) können Sie aktuell einen Antrag für den Austausch alter Heizungspumpen stellen. Die Förderung selbst erfolgt seit dem 01.01.2021 im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) als eine Einzelmaßnahme (EM). Dabei fällt die Modernisierung der Heizungspumpe unter die Kategorie Heizungsoptimierung. Für diese erhalten Sie bis zu 20 Prozent der förderfähigen Kosten. Das förderfähige Mindestinvestitionsvolumen liegt bei 300 Euro.

Wichtig ist, dass sie die alten Geräte durch neue und Hocheffizienzpumpen oder Warmwasser-Zirkulationspumpen ersetzen. 

Geld zur Förderung der Heizungspumpe
© graja / Fotolia

Wer kann die Fördermittel beantragen?

Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Freiberufler, Kommunen oder sonstige juristische Personen. Zumindest dann, wenn sie alte und ineffiziente Pumpen durch neue und sparsame Modelle ersetzen. Dem Bund, den Bundesländern und deren Einrichtungen steht die Förderung der Heizungspumpe nicht zu.

Welche Kriterien gibt es zur Förderung einer Hocheffizienzpumpe?

Wer die Förderung der Heizungspumpe in Anspruch nehmen möchte, muss besonders effiziente Geräte einbauen. Konkret heißt das für die technischen Anforderungen:

  • Nassläufer-Umwälzpumpen müssen einen Energieeffizienzindex (EEI) kleiner gleich 0,2 aufweisen. 
  • Trinkwarmwasser-Zirkulationspumpen müssen einen EEI kleiner gleich 0,2 nachweisen. 
  • Trockenläufer-Umwälzpumpen sollten einen Elektromotor der Klasse IE4 haben und eine Pumpeneffizienz (MEI) von mindestens 0,6 nachweisen können. 

Darüber hinaus ist für alle Maßnahmen der Heizungsoptimierung erforderlich, dass ein hydraulischer Abgleich durchzuführen ist. Zu guter Letzt gilt: Der Pumpentausch wird nur gefördert, wenn die Heizungsanlage mehr als zwei Jahre in Betrieb ist. 

Wie läuft die Beantragung der Hocheffizienzpumpen-Förderung ab?

Die Antragstellung erfolgt ausschließlich elektronisch über das Formular des BAFA. Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie sich für eine Zuschuss-Förderung im Rahmen der BEG EM entscheiden. Der Antrag enthält allgemeine Angaben zu Ihrer Person und zu der Maßnahme. Beachten Sie bitte, dass der Antrag vor Durchführung der Maßnahmen zu stellen ist. Als Vorhabensbeginn gilt der Abschluss des entsprechenden Leistungs- oder Liefervertrags. Sie erhalten eine elektronische Eingangsbestätigung und können die Heizungspumpe austauschen. 

Alternativ die Pumpe über die KfW fördern

Achtung: Bis zum 30.06.2021 können Sie über die bekannten Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) noch Anträge für den Pumpentausch stellen. Danach erfolgt die Überführung in die BEG-Richtlinie mit einer Kreditförderung samt Tilgungszuschüssen in Höhe von bis zu 20 Prozent. 

Hausbesitzer können hier zwischen folgenden Programmen wählen:

  • zinsgünstige Darlehen mit Tilgungszuschuss (20 Prozent) über das Programm 152
  • einmalige Zuschüsse in Höhe von 20 Prozent über das Programm 430

Während die Kredite auf einen Betrag von 10.000 Euro pro Wohneinheit begrenzt sind, müssen die Investitionskosten bei der Zuschussvariante mindestens 300 Euro betragen. Wichtig zu wissen ist außerdem, dass es die Pumpen-Förderung der KfW nur dann gibt, wenn Verbraucher das Heizungsnetz ganzheitlich optimieren.

Wer kann die Pumpen-Förderung KfW beantragen?

Die Programme zur Förderung der Heizungspumpe stehen generell allen zur Verfügung, die eine Wohnimmobilie sanieren oder eine bereits sanierte kaufen möchten. Darüber hinaus profitieren auch Wärmecontracting-Anbieter von den Mitteln. Eine Einschränkung gibt es in der Zuschussvariante. Diese steht nur Besitzern oder Ersterwerbern eines Ein- oder Zwei­familien­hauses sowie Wohnungseigentümergemeinschaften aus Privatpersonen zur Verfügung.

Welche Kriterien gibt es zur Hocheffizienzpumpen-Förderung?  

Genau wie bei der BAFA-Förderung der Heizungspumpe müssen Umwälz- und Zirkulationspumpen auch hier hocheffizient sein. Darüber hinaus ist außerdem ein hydraulischer Abgleich durchzuführen. Dieser soll sicherstellen, dass die Wärme optimal durch das gesamte Haus zirkuliert.

Wie erfolgt die Beantragung der Förderung einer Heizungspumpe?

Die Antragstellung für die Förderung einer Hocheffizienzpumpe erfolgt vor dem Beginn der Umbauarbeiten. Verbraucher müssen dabei einen Energieberater zurate ziehen. Dieser prüft das Vorhaben und bestätigt gegenüber der KfW, dass alle Kriterien eingehalten werden. Hat der Experte sämtliche Dokumente bei der Förderbank eingereicht, können Hausbesitzer die Mittel beantragen. Möglich ist das über die Hausbank (Kredite) oder das Online-Zuschuss-Portal der KfW (Zuschussvariante). Sie erhalten dann ein OK und können mit den Umbauarbeiten beginnen. Sind diese abgeschlossen, bestätigt der Experte die Durchführung und die Bank zahlt die Mittel aus.

Wie können Sie auch ohne Heizungspumpen-Förderung sparen?

Auch ohne die Förderung einer Umwälzpumpe für die Heizung lohnt sich ein Austausch. Denn dieser spart oft Stromkosten von bis zu 100 Euro im Jahr. Bei Ausgaben von 300 bis 400 Euro rechnet sich die Maßnahme schon nach wenigen Jahren. Weitere Informationen zum Thema liefert der Beitrag Heizungspumpe austauschen.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz
Fazit von Alexander Rosenkranz
Mit der Förderung der Heizungspumpe schafft der Staat Anreize zum Pumpentausch. Mittel gibt es in Form von Zuschüssen und zinsgünstigen Darlehen. Wichtig: Hausbesitzer müssen die Heizungspumpen-Förderung unbedingt vor dem Beginn der Sanierungsarbeiten beantragen. Neben der Förderung lohnt sich der Pumpentausch auch für die Einsparungen bei den Stromkosten. 
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