Förderung der Heizungspumpe von BAFA und KfW

Mit verschiedenen Programmen zur Förderung der Heizungspumpe möchte der Staat Anreize zum Austausch alter Pumpen schaffen. Denn diese arbeiten immer mit der gleichen Leistung und verbrauchen mehr Strom als nötig. Moderne Hocheffizienzpumpen passen ihre Leistung automatisch an den Wärmebedarf im Haus an. Sie sind außerdem mit effizienten Motoren ausgestattet und verbrauchen viel weniger Energie. Wir zeigen, welche Programme für die Förderung der Heizungspumpe zur Verfügung stehen.  

Die BAFA-Förderung der Heizungspumpe  

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert den Austausch alter Heizungspumpen. Antragsberechtigte erhalten dabei bis zu 30 Prozent der Kosten für Technik und fachgerechte Montage. Wichtig ist, dass sie die alten Geräte durch neue und hocheffiziente Heizungs-Umwälzpumpen oder Warmwasser-Zirkulationspumpen ersetzen. Pro Standort sind die Zuschüsse auf 25.000 Euro begrenzt.

Geld zur Förderung der Heizungspumpe
© graja / Fotolia

Wer kann die Heizungspumpen-Förderung vom BAFA beantragen?

Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Freiberufler, Kommunen oder sonstige juristische Personen. Zumindest dann, wenn sie alte und ineffiziente Pumpen durch neue und sparsame Modelle ersetzen. Dem Bund, den Bundesländern und deren Einrichtungen steht die Förderung der Heizungspumpe nicht zu.

Welche Kriterien gibt es zur Förderung einer Hocheffizienzpumpe?

Wer die Förderung der Heizungspumpe in Anspruch nehmen möchte, muss besonders effiziente Geräte einbauen. Einen Überblick darüber, welche Heizungspumpen förderfähig sind, gibt die Liste förderfähiger Pumpen des BAFA.

Wie läuft die Beantragung der Hocheffizienzpumpen-Förderung ab?

Die Antragstellung erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. Im ersten Schritt müssen sich Verbraucher dabei im Online-Portal des BAFA registrieren. Sie erhalten eine elektronische Eingangsbestätigung und können die Heizungspumpe austauschen. Spätestens sechs Monate nach der Registrierung müssen sie dann alle nötigen Unterlagen im Portal hinterlegt haben. Wichtig: Die Rechnung darf sich nur auf die Hocheffizienzpumpe zur Förderung beziehen. Hat das BAFA die Unterlagen geprüft, zahlt es die Mittel aus.

Alternative: Die Pumpen-Förderung der KfW  

Neben den Mitteln zur Förderung der Heizungspumpe vom BAFA stellt auch die KfW Gelder zur Verfügung. Hausbesitzer können hier zwischen folgenden Programmen wählen:

  • zinsgünstige Darlehen mit Tilgungszuschuss (7,5 Prozent) über das Programm 152
  • einmalige Zuschüsse in Höhe von zehn Prozent über das Programm 430

Während die Zuschüsse auf einen Betrag von 5.000 Euro pro Wohneinheit begrenzt sind, müssen die Investitionskosten bei der Zuschussvariante mindestens 3.000 Euro betragen. Wichtig zu wissen ist außerdem, dass es die Pumpen-Förderung der KfW nur dann gibt, wenn Verbraucher das Heizungsnetz ganzheitlich optimieren oder auch einen Öl- oder Gasbrennwertkessel einbauen.

Wer kann die Pumpen-Förderung KfW beantragen?

Die Programme zur Förderung der Heizungspumpe stehen generell allen zur Verfügung, die eine Wohnimmobilie sanieren oder eine bereits sanierte kaufen möchten. Darüber hinaus profitieren auch Wärmecontracting-Anbieter von den Mitteln. Eine Einschränkung gibt es jedoch in der Zuschussvariante. Denn diese steht nur Besitzern oder Ersterwerbern eines Ein- oder Zwei­familien­hauses sowie Wohnungseigentümergemeinschaften aus Privatpersonen zur Verfügung.

Welche Kriterien gibt es zur Hocheffizienzpumpen-Förderung?  

Genau wie bei der BAFA-Förderung der Heizungspumpe müssen Umwälz- und Zirkulationspumpen auch hier hocheffizient sein. Darüber hinaus ist außerdem ein hydraulischer Abgleich zu erstellen. Dieser soll sicherstellen, dass die Wärme optimal durch das gesamte Haus zirkuliert.

Wie erfolgt die Beantragung der Förderung einer Heizungspumpe?

Die Antragstellung für die Förderung einer Hocheffizienzpumpe erfolgt vor dem Beginn der Umbauarbeiten. Verbraucher müssen dabei einen Energieberater zurate ziehen. Dieser prüft das Vorhaben und bestätigt gegenüber der KfW, dass alle Kriterien eingehalten sind. Hat der Experte alle Dokumente bei der Förderbank eingereicht, können auch Hausbesitzer die Mittel beantragen. Möglich ist das über die Hausbank (Kredite) oder das Online-Zuschuss-Portal der KfW (Zuschussvariante). Sie erhalten dann ein OK und können mit den Umbauarbeiten beginnen. Sind diese abgeschlossen, erstellt der Experte eine Bestätigung nach der Durchführung und die Bank zahlt die Mittel aus.

Hohe Einsparungen ohne Heizungspumpen-Förderung  

Auch ohne die Förderung einer Umwälzpumpe für die Heizung lohnt sich ein Austausch. Denn dieser spart oft Stromkosten von bis zu 100 Euro im Jahr. Bei Ausgaben von 300 bis 400 Euro rechnet sich die Maßnahme schon nach wenigen Jahren. Weitere Informationen zum Thema gibt der Beitrag Heizungspumpe austauschen.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Mit der Förderung der Heizungspumpe schafft der Staat Anreize zum Pumpentausch. Mittel gibt es dabei von BAFA und KfW. Während das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 30 Prozent der Kosten trägt, bietet die KfW Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen. Wichtig: Hausbesitzer müssen die Heizungspumpen-Förderung unbedingt vor dem Beginn der Sanierungsarbeiten beantragen. Sinnvoll ist der Austausch der Heizungspumpe durch hohe Einsparungen auch dann, wenn keine Umwälzpumpen-Förderung zur Auswahl steht.

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