Förderung der Heizungspumpe von BAFA und KfW

Mit der Förderung der Heizungspumpe möchte der Staat Anreize zum Austausch alter Pumpen schaffen. Denn diese arbeiten immer mit der gleichen Leistung und verbrauchen mehr Strom als nötig. Moderne Hocheffizienzpumpen passen ihre Leistung automatisch an den Wärmebedarf im Haus an. Sie sind außerdem mit effizienten Motoren ausgestattet und verbrauchen viel weniger Energie. Wir zeigen, welche Fördermittel für den Pumpentausch zur Verfügung stehen.

Neue Pumpe als Einzelmaßnahme fördern lassen

Randnotiz:

Die BEG EM Heizungsoptimierung ersetzt die Richtlinie zur Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich vom 13.07.2016. 

Über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) können Sie aktuell einen Antrag für den Austausch alter Heizungspumpen stellen. Dort können Sie einen Zuschuss beantragen. Entscheiden Sie sich hingegen für die Kredit-Finanzierung der neuen Heizungspumpe gehen Sie am besten Weg über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die Förderung erfolgt grundsätzlich im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) als eine Einzelmaßnahme (EM). Dabei fällt die Modernisierung der Heizungspumpe unter die Kategorie Heizungsoptimierung. Für diese erhalten Sie bis zu 20 Prozent der förderfähigen Kosten als Zuschuss beziehungsweise Tilgungszuschuss für einen Kredit. Das förderfähige Mindestinvestitionsvolumen liegt bei 300 Euro. Wichtig ist, dass Sie die alten Geräte durch neue und Hocheffizienzpumpen oder Warmwasser-Zirkulationspumpen ersetzen. 

Welche Kriterien gibt es zur Förderung einer Hocheffizienzpumpe?

Wer die Förderung der Heizungspumpe in Anspruch nehmen möchte, muss besonders effiziente Geräte einbauen. Konkret heißt das für die technischen Anforderungen:

  • Nassläufer-Umwälzpumpen müssen einen Energieeffizienzindex (EEI) kleiner gleich 0,2 aufweisen. 
  • Trinkwarmwasser-Zirkulationspumpen müssen einen EEI kleiner gleich 0,2 nachweisen. 
  • Trockenläufer-Umwälzpumpen sollten einen Elektromotor der Klasse IE4 haben und eine Pumpeneffizienz (MEI) von mindestens 0,6 nachweisen können. 

Darüber hinaus ist für alle Maßnahmen der Heizungsoptimierung erforderlich, dass ein hydraulischer Abgleich durchzuführen ist. Dieser soll sicherstellen, dass die Wärme optimal durch das gesamte Haus zirkuliert. 

Zu guter Letzt gilt: Der Pumpentausch wird nur gefördert, wenn die Heizungsanlage mehr als zwei Jahre in Betrieb ist. 

Geld zur Förderung der Heizungspumpe
© graja / Fotolia

Förderantrag stellen – wer und wie?

Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Freiberufler, Kommunen oder sonstige juristische Personen. Zumindest dann, wenn sie alte und ineffiziente Pumpen durch neue und sparsame Modelle ersetzen. Dem Bund, den Bundesländern und deren Einrichtungen steht die Förderung der Heizungspumpe nicht zu.

Darüber hinaus profitieren auch Wärmecontracting-Anbieter von den Mitteln. Eine Einschränkung gibt es in der Zuschussvariante.

Wie läuft die Hocheffizienzpumpen-Förderung ab?

Grundsätzlich ist hier zwischen den Arten der Förderung zu entscheiden – Kredit oder Zuschuss. Entscheiden Sie sich für Letzteres erfolgt die Antragstellung ausschließlich elektronisch über das Formular des BAFA. Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie sich für eine Zuschuss-Förderung im Rahmen der BEG EM entscheiden. Der Antrag enthält allgemeine Angaben zu Ihrer Person und zu der Maßnahme. Beachten Sie bitte, dass der Antrag vor Durchführung der Maßnahmen zu stellen ist. Als Vorhabensbeginn gilt der Abschluss des entsprechenden Leistungs- oder Liefervertrags. Sie erhalten eine elektronische Eingangsbestätigung und können die Heizungspumpe austauschen. 

Entscheiden Sie sich hingegen für die Kredit-Variante über die KfW, stellen Sie den Antrag am besten über Ihre Hausbank. Diese leitet alle wichtigen Unterlagen weiter. Beachten Sie, dass die Maßnahmen zur Heizungsoptimierung seit Juli 2021 im Rahmen des KfW-Programms 261/262 eingereicht werden müssen. Sie erhalten eine Bestätigung und können mit der Umsetzung beginnen. Ist alles abgeschlossen und liegt eine Fachunternehmererklärung beginnt die Zurückzahlung des Kredits, reduziert um den Tilgungszuschuss von bis zu 20 Prozent der förderfähigen Kosten. 

Wie können Sie auch ohne Heizungspumpen-Förderung sparen?

Auch ohne die Förderung einer Umwälzpumpe für die Heizung lohnt sich ein Austausch. Denn dieser spart oft Stromkosten von bis zu 100 Euro im Jahr. Bei Ausgaben von 300 bis 400 Euro rechnet sich die Maßnahme schon nach wenigen Jahren. Weitere Informationen zum Thema liefert der Beitrag Heizungspumpe austauschen.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz
Fazit von Alexander Rosenkranz
Mit der Förderung der Heizungspumpe schafft der Staat Anreize zum Pumpentausch. Mittel gibt es in Form von Zuschüssen und zinsgünstigen Darlehen. Wichtig: Hausbesitzer müssen die Heizungspumpen-Förderung unbedingt vor dem Beginn der Sanierungsarbeiten beantragen. Neben der Förderung lohnt sich der Pumpentausch auch für die Einsparungen bei den Stromkosten. 
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