Fachunternehmererklärung für Heizung und Sanierung 

Mit einer Fachunternehmererklärung für die Heizung bestätigen Monteure, dass sie die Technik fachgerecht eingebaut haben. Sie stellen sicher, dass sie die gesetzlichen Vorgaben beachtet und im Falle einer Förderung auch die Anforderungen der Fördergeber berücksichtigt haben. Erforderlich ist eine solche Unternehmererklärung immer dann, wenn Handwerker Arbeiten geschäftsmäßig durchführen. Auch für den Steuerbonus, die BAFA- und die KfW-Förderung müssen Experten eine Fachunternehmererklärung ausstellen. 

Das Gebäudeenergiegesetz fordert die Erklärung

Starke Dämmung, luftdichte Bauweise und hohe Anforderungen an die Gebäudetechnik: Geht es um den Bau oder die Sanierung von Gebäuden, müssen Fachhandwerker viele Vorgaben beachten. Diese sorgen zum einen für eine hohe Ausführungsqualität und Effizienz. Zum anderen bieten Gesetze, Normen und Verordnungen aber auch Sicherheit. Denn die fachgerechte Ausführung nach aktuellem Stand der Technik beugt Folgeschäden vor. Dass Fachhandwerker bei geschäftsmäßigen Arbeiten an neuen oder bestehenden Gebäuden die geltenden Anforderungen an die Energieeffizienz einhalten, müssen sie mit einer Fachunternehmererklärung für Heizung und andere Gewerke bestätigen. So fordert es das Gebäudeenergiegesetz (GEG) in § 96 „Private Nachweise“.

Wichtig zu wissen: 

Hausbesitzer müssen die Unternehmererklärung mindestens 10 Jahre lang aufbewahren.

Bei diesen Arbeiten ist eine Unternehmererklärung Pflicht

Mit der Fachunternehmererklärung müssen Handwerksbetriebe bestätigen, dass sie bei der Änderung von Außenbauteilen die Vorgaben nach § 48 GEG erfüllen. Hier kommt es vor allem auf bestimmte U-Werte an, die vom jeweiligen Bauteil abhängen. Geht es um die Dämmung der obersten Geschossdecke, sind die U-Wert-Vorgaben nach § 47 GEG zu bestätigen.

Nach dem Einbau einer neuen Zentralheizung geben Handwerksbetriebe eine Fachunternehmererklärung für die Heizung ab. Hierbei geht es um die Vorgaben nach §§ 61 bis 64, die Mindestanforderungen an die Regelung sowie Umwälz- und Zirkulationspumpen stellen.

Außerdem erklären Fachunternehmer bei Einbau, Ersatz oder Dämmung von Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen, dass sie die Anforderungen nach §§ 69 und 71 GEG erfüllt und Armaturen sowie Leitungen entsprechend gedämmt haben.

Eine Bestätigung ist darüber hinaus auch dann erforderlich, wenn Klima- und Lüftungsanlagen eingebaut oder mit einer Feuchteregelung ausgestattet wurden. Hierbei gelten die Anforderungen der §§ 65 bis 68.

Bauaufsichtsbehörde stellt Vorlagen zur Verfügung

Gültige Vorlagen bekommen Sie von der verantwortlichen Stelle in Ihrem Bundesland. In der Regel handelt es sich dabei um die obersten Bauaufsichtsbehörden der Bundesländer. Wichtig zu wissen ist, dass Sie die Dokumente nach dem Bau oder der Sanierung Ihres Hauses mindestens 10 Jahre aufbewahren müssen. Im Falle einer Kontrolle sind die Unterlagen der nach Landesrecht zuständigen Behörde vorzulegen. Ohne Aufforderung ist das nicht nötig.

Handwerker stellt Fachunternehmererklärung aus
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Fachunternehmererklärung als KfW-Nachweis 

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert die energieeffiziente Sanierung bestehender Gebäude mit hohen Zuschüssen oder zinsgünstigen Darlehen. Um die Mittel zu erhalten, müssen Sie allerdings hohe technische Anforderungen erfüllen. Mit einer Fachunternehmererklärung der KfW weisen Fachhandwerker nach, dass sie die Vorgaben der Förderbank berücksichtigt und Arbeiten entsprechend ausgeführt haben. Vorlagen stellt die KfW für verschiedene Förderbereiche zur Verfügung. So gibt es Unternehmererklärungen für die Dämmung, den Austausch von Fenstern und Türen oder Arbeiten an der Heizung. Erhältlich sind die Unterlagen auf der Webseite der Förderbank oder bei Ihrem Energie-Effizienz-Experten.

BAFA-Unternehmererklärung für die Heizung 

Bis zu 45 Prozent Förderung bekommen Sie vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), wenn Sie eine neue Umweltheizung einbauen. Genau wie bei Sanierungsarbeiten an den Hüllflächen Ihres Gebäudes sind auch dabei hohe technische Anforderungen zu erfüllen. Mit einer Fachunternehmererklärung für die Heizung bestätigt Ihr Monteur die BAFA-konforme Ausführung. Entsprechende Vorlagen bekommen Sie im Antragsprozess auf der Webseite des Fördergebers. Wichtig ist, dass Sie hier die aktuelle Fachunternehmererklärung für das MAP 2020 [J1] verwenden. Diese steht für verschiedene Heizungsarten (Hybridheizung, Biomasse, Wärmepumpe und Solarthermie) zum Download bereit.

Fachunternehmererklärung für den Steuerbonus

Nutzen Sie den 2020 eingeführten Steuerbonus für die Sanierung, können Sie 40.000 Euro an Sanierungskosten (insgesamt maximal 20 Prozent) steuerlich geltend machen. Möglich ist das, indem Sie die Kosten in Ihrer Einkommensteuererklärung angeben. Während das ganz ohne Energieberater funktioniert, ist die Ausführung durch einen Fachhandwerksbetrieb Pflicht. Dieser muss in einer Fachunternehmererklärung bestätigen, dass er die Vorgaben der „Energetischen Sanierungsmaßnahmen-Verordnung (ESanMV)“ eingehalten hat. Ein Muster der sogenannten „Bescheinigung des Fachunternehmens gem. § 35c Absatz 1 Satz 7 EstG“ stellt das Bundesfinanzministerium auf seiner Webseite bereit.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz
Fazit von Alexander Rosenkranz
Mit der Fachunternehmererklärung für Heizung, Bau und Sanierung stellen Handwerksbetriebe sicher, dass sie die beauftragen Arbeiten fachgerecht ausgeführt haben. Erforderlich ist eine solche Erklärung nach § 92 GEG immer dann, wenn Fachunternehmen geschäftsmäßig handeln. Außerdem fordern KfW, BAFA und Finanzamt eine entsprechende Erklärung, wenn Sie Fördermittel beantragt haben.
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