Erneuerbare Energieträger in Zahlen

In Zeiten der Energiewende bekommt der Begriff „Erneuerbare Energieträger“ eine ganz andere Bedeutung als noch vor einigen Jahrzehnten. Was darunter zu verstehen ist, wie hoch der Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte in Deutschland ist und wie Sie persönlich Ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten können, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.

Was sind Erneuerbare Energieträger?

Als Energieträger werden Stoffe und Medien bezeichnet, die in chemischer oder auch nuklearer Form Energie speichern. Diese lässt wiederum sich zur Energiegewinnung oder deren Transport verwenden. Energieträger werden von Menschen in zwei Gruppen aufgeteilt: erneuerbare und fossile Energieträger.

Erneuerbare Energieträger sind „unerschöpflich“

Zumindest aus menschlicher Sicht gesehen sind erneuerbare Energieträger wie Wind und Sonnenenergie unendlich. Auch Biomasse wie Holz gehört zu den erneuerbaren Energieträgern, wobei Holz nicht unendlich vorhanden, sondern lediglich ein nachwachsender Rohstoff ist.

Fossile Energieträger werden weiterhin genutzt

Anders als ihr Pendant sind fossile Energieträger wie Erdöl, Erdgas oder Kohle nur begrenzt verfügbar. Sie sind aus Abbauprodukten von verstorbenen Pflanzen sowie Tieren entstanden und werden weltweit noch immer zur Energiegewinnung eingesetzt. Die Mehrzahl der Wissenschaftler ist sich einig, dass die Verbrennung fossiler Energieträger maßgeblich zur Erderwärmung beigetragen hat – und weiterhin beiträgt. Das ist auch einer der Gründe dafür, warum erneuerbare Energieträger in den vergangenen Jahren eine größere Bedeutung bekommen haben.

Erneuerbare Energieträger sind auch in Form von Windenergie verfügbar, wie das Bild zeigt.

Erneuerbare Energieträger in Zahlen

Die Energiewende ist ein von der Bundesregierung ins Leben gerufenes und stark gefördertes Projekt. Um die Arbeitsschritte möglichst transparent zu gestalten, gibt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) jährlich eine ausführliche Broschüre heraus. Die darin enthaltenen Daten wurden von der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien gesammelt und zur Verfügung gestellt.

Anteil erneuerbarer Energieträger für Wärme und Kälte stetig gestiegen

Betrug der Anteil erneuerbarer Energieträger am Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte im Jahre 1990 noch 2,1 Prozent, so ist er Ende 2016 auf 13,4 Prozent gestiegen. Auffällig ist die Nutzung der Energieträger: Zur Wärmegewinnung wird über 70 Prozent biogene Festbrennstoffe wie Holz verbrannt. Der Anteil flüssiger Brennstoffe wie Biogas liegt etwas über zwölf Prozent. Solarthermie und Geothermie, also die Gewinnung der Sonnenenergie und Erdwärme, spielen beim Wärmeverbrauch aus erneuerbaren Energien in Deutschland im Jahr 2016 eine untergeordnete Rolle.

Mehrere Tonnen Treibhausemissionen vermieden

Durch den Einsatz von erneuerbaren Energieträgern im Wärmemarkt konnten im Jahr 2016 etwa 37 Millionen Tonnen CO2 vermieden werden. Rechnet man die Ersparnisse im Strommarkt dazu, läge die Summe bei knapp 140 Millionen Tonnen. Zum Vergleich: Für das komplette Jahr 2016 wurden deutschlandweit Gesamtemissionen in Höhe von 906 Millionen Tonnen verzeichnet.

Heizsysteme mit erneuerbaren Energieträgern

Wer heute seinen Beitrag zur Senkung der Treibhausemissionen leisten möchte, kann das mit dem Kauf bzw. der Nutzung einer modernen Heizung erreichen. Je nach Präferenzen können Interessenten zwischen einer Holzheizung, einer Solaranlage oder einer Wärmepumpe wählen.

Holzheizungen nutzen biogene Festbrennstoffe

Wer sich für eine Holzheizung entscheidet, der wählt die wohl älteste und sicherste Heiztechnik überhaupt. Das Heizen mit Holz wird immer beliebter, was auch an der großen Auswahl an Heizungsarten liegt. Neben dem klassischen Scheitholzkessel gibt es noch Pellet- und Hackschnitzelkessel, die nicht nur sehr effizient arbeiten, sondern auch einen hohen Bedienkomfort in Form eines vollautomatischen Betriebs bieten.

Solaranlagen wandeln Sonnenenergie in Strom oder Wärme um

Die Sonnenenergie ist eine besondere Form der erneuerbaren Energieträger. Sie ist nicht nur nahezu unendlich vorhanden, sondern auch in einer schieren Menge vorhanden. Möchten Hausbesitzer diese Energie nutzen, können sie sich entweder für eine Photovoltaik-Anlage oder eine Solarthermie-Anlage entscheiden. Während Photovoltaik-Anlagen die Sonnenenergie in Strom umwandeln, erzeugen Solarthermie-Anlagen mit ihrer Hilfe Wärme, die anschließend zur Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung verwendet werden kann.

Wärmepumpen arbeiten mit Umweltenergien

Die Umwelt entlasten und dabei die Heizkosten senken ist auch mit einer Wärmepumpe möglich. Je nach Technik nutzt diese entweder die Wärme aus der Luft, dem Wasser oder der Erde, um das Warmwasser zu bereiten oder die Heizung zu unterstützen. Ähnlich wie bei Holzheizungen und Solaranlagen bekommen Hausbesitzer beim Kauf einer Wärmepumpe hohe Fördersummen vom Staat. Schließlich nutzt auch diese Heizungsart erneuerbare Energieträger sehr effizient und sauber.

Bild unseres Autoren Minh Duc Nguyen

Fazit von Minh Duc Nguyen

Erneuerbare Energieträger sind Medien und Stoffe, die zur Energiegewinnung genutzt werden können. Dabei handelt es sich um nachwachsende oder nahezu unendlich vorhandene Rohstoffe. Dazu zählen Biomasse, Sonnenenergie sowie Energie aus Wind und Wasser. Es gibt mittlerweile viele ausgereifte Heizsysteme, die erneuerbare Energien nutzen und die Umwelt auf diese Art und Weise entlasten.

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