EnEV – Wichtige Anforderungen im Überblick

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) enthält Anforderungen an die energetische Qualität von Gebäuden. Sie bezieht sich auf Hüllflächen sowie Anlagentechnik und soll im Kontext der Energiewende für einen sinkenden Energieverbrauch im Gebäudebereich sorgen. Anwendung findet die Verordnung daher bei jedem Neubau- und bei zahlreichen Sanierungsvorhaben. Wir informieren über die Inhalte der EnEV und zeigen, welche Anforderungen sie an Wohngebäude stellt.

Das große Ziel der Energieeinsparverordnung

Die Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden (kurz Energieeinsparverordnung oder EnEV) soll den Energieverbrauch im Gebäudesektor maßgebend senken. Sie ist ein Werkzeug der deutschen Bundesregierung und als solches ein wichtiger Baustein zum Erreichen der Energiewende. Ganz konkret soll die Verordnung dazu beitragen, den Gebäudebestand bis zum Jahre 2050 weitestgehend klimaneutral zu gestalten. Damit das funktioniert, setzt die EnEV auf zwei wesentliche Grundsätze:

  • Der Energieverbrauch in Gebäuden muss niedrig sein.
  • Der übrige Bedarf ist überwiegend regenerativ zu decken.

Meilensteine in der Entwicklung der EnEV 

Die Energieeinsparverordnung basiert auf der Wärmeschutzverordnung, die in Deutschland bereits am 1. November 1977 in Kraft trat. Die sogenannten WärmeschutzV wurde mehrmals novelliert, beschäftigte sich aber lediglich mit der Gebäudehülle. Ändern sollte sich das mit der EnEV 2002, die am 01. Februar 2002 in Kraft trat. Denn die Verordnung betrachtet Gebäude erstmals ganzheitlich und enthielt auch Anforderungen an die Gebäudetechnik. Bis heute wurde auch die Energieeinsparverordnung mehrmals überarbeitet. So kam unter anderem die Pflicht zum Energieausweis hinzu und die energetischen Grenzwerte wurden immer weiter verschärft. Die folgende Liste gibt einen Überblick über die einzelnen Novellierungen:

  • EnEV 2002 (1.02.2002 bis 07.12.2004)
  • EnEV 2004 (08.12.2004 bis 30.09.2007)
  • EnEV 2007 (01.10.2007 bis 29.04.2009)
  • EnEV 2009 (30.04.2009 bis 30.04.2014)
  • EnEV 2014 (01.05.2014 bis heute)
  • EnEV 2016 als zweite Stufe der EnEV 2014 (01.01.2016 bis heute)

Aktuell gültig ist die Energieeinsparverordnung von 2014 mit den verschärften Neubauanforderungen, die seit dem Jahr 2016 gelten. In Zukunft soll die EnEV allerdings durch das sogenannte Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) abgelöst werden. Das Gesetz bündelt EnEV, EnEG und EEWärmeG in einem Werk und soll somit für Vereinfachungen sorgen. Es ist anzunehmen, dass mit der Ablösung der EnEV durch das GEG vor allem auch die Anforderungen an neue Gebäude steigen.

Eine leuchtende Glühbirne symbolisiert die Fakten rund um die Enev.
© Daniel Berkmann | Fotolia

Wichtige Ansätze der Energieeinsparverordnung 

Um die energiepolitischen Ziele der Bundesregierung zu erreichen, enthält die EnEV unterschiedliche Ansätze. So fordert die Verordnung im Neubaubereich einen besonders hohen energetischen Stand. Um diesen zu erreichen, dürfen Gebäude nur sehr wenig Energie verbrauchen. Den offenen Bedarf sollten sie darüber hinaus möglichst mit regenerativen Heizsystemen decken.

Im Gebäudebestand verhängt die EnEV hingegen eine Reihe von Nachrüstverpflichtungen. So müssen Hausbesitzer zum Beispiel alte Heizungen tauschen oder frei zugänglich Dachböden dämmen. Verändern sie bei einer Sanierung energetisch relevante Außenbauteile ihres Hauses, sind diese in vielen Fällen zu dämmen.

Der dritte wichtige Baustein der EnEV ist der Energieausweis. Das Dokument informiert über den energetischen Zustand von Gebäuden. Während es im Neubau immer Pflicht ist, müssen auch viele Hausbesitzer einen Energieausweis ausstellen.

Für einen möglichst geringen Energieverbrauch sollen darüber hinaus regelmäßige Inspektionen und Kontrollen sorgen. Auch diese sind in der EnEV geregelt.

Für diese Gebäude gilt die EnEV nicht

Grundsätzlich gilt die EnEV für nahezu alle beheizten oder gekühlten neuen und bestehenden Gebäude. Ausgenommen sind lediglich:

  • Betriebsgebäude für die Aufzucht von Tieren
  • überwiegend offenstehende Betriebsgebäude
  • Glashäuser, Traglufthallen und unterirdische Bauten
  • provisorische Gebäude für nicht mehr als zwei Jahre
  • Wohngebäude zur Nutzung von weniger als vier Monaten im Jahr
  • begrenzt genutzt Wohngebäude, die weniger als 25 Prozent des erwarteten Jahresenergiebedarfs verbrauchen
  • Gebäude mit Innentemperaturen von weniger als 12 Grad Celsius

Anforderungen der EnEV im Neubau

Wer ein neues Haus errichtet, muss sich an die Anforderungen der EnEV halten. Dabei ist es grundsätzlich egal, ob es sich bei dem Bauvorhaben um ein Wohn- oder ein Nichtwohngebäude handelt. Denn für beide gelten Grenzwerte in Bezug auf:

  • den Jahres-Primärenergiebedarf
  • den Transmissionswärmeverlust

Der wesentliche Unterschied: Bei Wohngebäuden fließt der Energiebedarf für Heizung, Warmwasserbereitung, Lüftung und Kühlung in die Bewertung ein. Bei Nichtwohngebäuden ist darüber hinaus auch der Bedarf der eingebauten Beleuchtung zu berücksichtigen.

Einfach erklärt: Die Kennwerte der Energieeinsparverordnung 

Aber was bedeuten die Kennwerte der EnEV und wie lassen sie sich eigentlich erreichen? Die folgende Tabelle gibt einen Überblick:

Begriffe und Grenzwerte der EnEVBedeutung und Erfüllung
Endenergiebedarf Der Endenergiebedarf beschreibt die nötige Energiemenge, um den Bedarf einschließlich der Verluste im Haus zu decken. Der Kennwert lässt sich am Brennstoffverbrauch messen. Er ist kein Grenzwert der EnEV, lässt aber Rückschlüsse auf die Heizkosten zu.
Primärenergiebedarf Der Primärenergiebedarf beschreibt, wie viel Energie ein Gebäude benötigt. Neben dem Bedarf und den Verlusten im Haus berücksichtigt der Grenzwert der EnEV auch den Aufwand für Gewinnung, Aufbereitung und Transport der Brennstoffe. Niedrige Werte lassen sich durch eine gute Dämmung und/oder den Einsatz regenerativer Heizsysteme erreichen.
Transmissionswärmeverlust Der Transmissionswärmeverlust beschreibt, wie viel Wärme über die Hüllflächen eines Gebäudes verloren geht. Er ist ein Grenzwert der EnEV und nur mit einer guten Dämmung zu erreichen. Die U-Werte der Außenbauteile müssen also niedrig sein.
Referenzgebäude Das Referenzgebäude ist ein virtuelles Haus, das baugleich zum betrachteten ist. Es dient der Berechnung des Grenz-Primärenergiebedarfes und enthält dabei Standardwerte in Bezug auf Gebäudehülle und Anlagentechnik. Das Referenzgebäude stellt die Mindestanforderungen der EnEV dar.

Geht es um die benötigte Energie, unterscheidet die Energieeinsparverordnung die Begriffe „Bedarf“ und „Verbrauch“. Während der Verbrauch für die tatsächlich messbaren Energieströme (Brennstoffverbrauch) steht, beschreibt der Bedarf, wie viel Energie ein Gebäude theoretisch benötigt. Letzterer ist rechnerisch zu ermitteln. 

Ab 2021 fordert die EnEV den Bau von Niedrigstenergiegebäuden

Da vor allem der zulässige Primärenergiebedarf von der Geometrie eines Gebäudes abhängt (Ermittlung über Referenzgebäude), lassen sich konkrete Grenzwerte der EnEV diesbezüglich nicht allgemein formulieren. Ein Blick in die Zukunft zeigt aber, dass die heute gültigen Anforderungen vermutlich schärfer werden. So sollen neue Gebäude ab 2021 nur noch als sogenannte Niedrigstenergiegebäude gebaut werden dürfen. Kennzeichen sind:

  • ein minimaler Energiebedarf
  • Anlagentechnik auf Basis regenerativer Energien

Anforderungen der EnEV im Bestand 

Genau wie im Neubau, betrifft die Energieeinsparverordnung auch im Gebäudebestand einen Großteil aller Gebäude. Anforderungen ergeben sich dabei aus Nachrüstpflichten und Pflichten, die erst bei einer Sanierung zum Tragen kommen.

Nachrüstpflichten für viele Hausbesitzer

Nachrüstpflichten der EnEV gelten grundsätzlich für alle Gebäude. Sie sind zu erfüllen, auch wenn Hausbesitzer eigentlich keine Sanierung planen oder durchführen. Die folgende Tabelle zeigt, was die Energieeinsparverordnung in diesem Zusammenhang fordert.

Nachrüstpflicht der EnEVErklärung
Dämmen der HeizungsrohreBefinden sich warmgehende Rohrleitungen in unbeheizten Räumen, sind diese mit einer Dämmung zu versehen.
Installation von Thermostaten Heizungsanlagen mit Wasser als Wärmeträgermedium müssen mit einer Einzelraumregelung ausgestattet sein. An Heizkörpern sind dazu nach EnEV Thermostate zu installieren.
Nachrüsten einer Regelung Zentralheizungen (dazu zählen auch Gasetagenheizungen) müssen nach den Anforderungen der Energieeinsparverordnung mit einer selbsttätig wirkenden Regelung ausgestattet sein. Diese muss in Abhängigkeit der Außentemperatur (oder einer alternativen Führungsgröße) und der Zeit arbeiten.
Alte Kessel tauschen Hausbesitzer müssen Heizkessel nach 30 Jahren tauschen. Zumindest dann, wenn sie nicht auf Brennwert- oder Niedertemperaturtechnik basieren.
Dachboden isolieren Frei zugängliche Dachböden zu unbeheizten Dächern sind zu dämmen, wenn sie die Anforderungen an den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2 nicht erfüllen. Alternativ kommt auch eine Dachdämmung infrage.

Die Nachrüstpflichten der EnEV betreffen erst einmal jeden Hausbesitzer. Geht es um die Dämmung der Rohrleitungen, die Dachbodendämmung und den Kesseltausch, gibt es jedoch Ausnahmen. So gelten die Anforderungen der Energieeinsparverordnung nicht, wenn:

  • die Aufwendungen nicht in angemessener Zeit zu Einsparungen führen (Kesseltausch ausgenommen)
  • Eigentümer von Wohngebäuden mit maximal zwei Wohneinheiten eine der Wohnungen am 01. Februar 2002 selbst bewohnt hat.

Im letztgenannten Fall greifen die Nachrüstpflichten der EnEV erst bei einem Eigentumsübergang. Verantwortlich für die Sanierung sind dann also Käufer, Erben oder beschenkte Personen. Zur Erfüllung der Pflicht haben diese zwei Jahre Zeit. 

Dämmpflichten der EnEV bei der Sanierung

Neben den ohnehin gültigen Nachrüstpflichten fordert die Energieeinsparverordnung auch bei anstehenden Sanierungsarbeiten eine höhere Effizienz. So müssen Hausbesitzer neue oder geänderte Bauteile dämmen, wenn die Maßnahmen mehr als 10 Prozent der jeweiligen Bauteilflächen betreffen. Grundsätzlich gelten dabei die folgenden U-Werte als Grenzwert:

Bauteil U-Wert nach EnEV für Innentemperaturen über 19 Grad Celsius
Außenwände 0,24 W/m²K
Fenster und Fenstertüren 1,3 W/m²K
Dachflächenfenster 1,4 W/m²K
Verglasungen1,1 W/m²K
Vorhangfassaden 1,5 W/m²K
Glasdächer 2,0 W/m²K
Fenstertüren mit Klapp-, Falt-, Schiebe- oder Hebemechanismus 1,6 W/m²K
Fenster mit Sonderverglasungen 2,0 W/m²K
Sonderverglasungen 1,6 W/m²K
Vorhangfassade mit Sonderverglasung2,3 W/m²K
Dachflächen, oberste Geschossdecken und Wände gegen unbeheizte Dachräume 0,24 W/m²K
Dachflächen mit Abdichtung (Flachdächer) 0,20 W/m²K
Wände gegen Erdreich, Wände gegen unbeheizte Räume und Kellerdecken 0,30 W/m²K
Fußbodenaufbauten 0,50 W/m²K
Decken über Außenluft 0,24 W/m²K

Auch hier gibt es Ausnahmen, die Hausbesitzer von den Sanierungspflichten der Energieeinsparverordnung befreien. Da sich diese von Bauteil zu Bauteil unterscheiden können, empfehlen wir im Zweifel den Kontakt zu einem Energieberater.

Der Energieausweis als Werkzeug der EnEV 

Neben den hohen energetischen Anforderungen an Neubau- und Sanierungsvorhaben fordert die Energieeinsparverordnung auch einen Energieausweis. Das Dokument soll Verbraucher über den energetischen Zustand von Gebäuden informieren. Während der Ausweis im Neubau immer Pflicht ist, muss er im Bestand nur ausgestellt werden, wenn Besitzer ein Gebäude oder eine darin befindliche Wohnung verkaufen, verpachten oder vermieten.

Wichtig zu wissen: Wer ein Gebäude oder eine Wohnung zum Verkauf oder zur Miete anbietet, muss die wichtigsten Daten aus dem Energieausweis bereits in der Immobilienanzeige veröffentlichen. Bei einer Besichtigung ist der Ausweis dann unaufgefordert vorzulegen.

Von der Energieausweispflicht ausgenommen sind nur kleine Gebäude (maximal 50 Quadratmeter Nutzfläche) und Häuser, die unter Denkmalschutz stehen.

Verschiedene Arten: Wann ist welcher Energieausweis nötig? 

Geht es um die Art der Dokumente, unterscheidet die EnEV heute Bedarfs- und Verbrauchsausweise. Die folgende Tabelle zeigt, was beide kennzeichnet und wann welcher Ausweis auszustellen ist.


EnergiebedarfsausweisEnergieverbrauchsausweis
Inhalt Der Energiebedarfsausweis basiert auf dem rechnerisch ermittelten Energiebedarf. Er ist aufwendig zu erstellen und berücksichtigt die individuellen Nutzergewohnheiten nicht.Der Energieverbrauchsausweis basiert auf dem gemessenen Energie- oder Brennstoffverbrauch drei aufeinander folgender Jahre. Er berücksichtigt daher auch die Nutzergewohnheiten.
Auszustellen
  • im Neubau
  • m Bestand bei Gebäuden mit weniger als 5 Wohnungen, die die Anforderungen der Wärmeschutzverordnung vom 01. November 1977 noch nicht erfüllen

  • im Bestand bei Gebäuden mit mehr als 4 Wohnungen
  • im Bestand bei Gebäuden mit weniger als 5 Wohnungen, die die Anforderungen der Wärmeschutzverordnung vom 01. November 1977 bereits erfüllen
Kosten400 bis 500 Euro
(Nichtwohngebäude und größere Wohngebäude teurer)
50 bis 100 Euro
(größere Wohngebäude eventuell teurer)

Der EnEV-Energieausweis ist grundsätzlich zehn Jahre gültig. Nach Ablauf dieser Zeit müssen Hausbesitzer erst dann einen neuen ausstellen lassen, wenn sie das Haus oder die Wohnung erneut verkaufen, vermieten oder verpachten.

Übrigens: Geht es um einzelne Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus, ist der Energieausweis immer für das gesamte Gebäude auszustellen. Er darf dann aber auch von allen Eigentümern verwendet werden. Relevant ist das zum Beispiel bei Wohnungseigentümergemeinschaften.

KfW-Effizienzhäuser: Fördermittel für das Übertreffen der EnEV

Wer die Anforderungen der Energieeinsparverordnung übertrifft, profitiert heute von einer attraktiven Förderung. Diese gibt es über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für neue und bestehende Gebäude. Während die KfW effiziente Neubauvorhaben mit günstigen Krediten unterstützt, gibt es bei einer Sanierung Darlehen oder Zuschüsse. Voraussetzung ist, dass die Häuser einen sogenannten KfW-Effizienzhausstandard einhalten. Das ist gegeben, wenn der tatsächliche Primärenergiebedarf besser als der von der EnEV vorgegebene ist. Die Konditionen fallen dabei günstiger aus, je weniger Energie ein Haus nach dem Bau oder der Sanierung benötigt.

Im Neubau stehen dabei folgende Klassen zur Auswahl:

  • KfW-Effizienzhaus 55
  • KfW-Effizienzhaus 40
  • KfW-Effizienzhaus 40 Plus

Fördermittel gibt es dabei über das KfW-Programm 153 „Energieeffizient Bauen - Kredit“. Im Altbau ist die Einteilung etwas weiter gefasst. Hier gibt es Darlehen oder Zuschüsse für folgende Klassen:

Fördermittel gibt es hier über die Programme 152 „Energieeffizient Sanieren – Kredit“ und 430 „Energieeffizient Sanieren – Zuschuss“ der KfW. In beiden Fällen stehen die Kennziffern für das Verhältnis zwischen tatsächlichen Primärenergiebedarf und dem von der EnEV geforderten Neubauwert für das jeweilige Gebäude. Ein KfW-Effizienzhaus 110 ist also um 10 Prozent schlechter als ein Neubau. Ein KfW-Effizienzhaus 40 ist hingegen um 60 Prozent besser.

Alle Novellierungen im Überblick

Wie bereits erwähnt, wurde die EnEV mehrmals novelliert. Nicht jede Aktualisierung hat wesentliche Änderungen zur Folge. Im Folgenden finden Sie alle bisherigen Novellierungen und die dazugehörigen, wichtigsten Änderungen. 

EnEV 2009

  • Bauherren müssen den Energiebedarf ihres neuen Hauses zum Teil mit erneuerbaren Energien decken.
  • Die oberste Geschossdecke beziehungsweise das Dach muss gedämmt werden.

EnEV 2014

  • Einführung von Energieeffizienzklassen bei Energieausweisen 
  • Verpflichtende Angabe der Energieeffizienzklasse in Immobilienanzeigen  
  • Verpflichtende Dämmung von Rohren und Armaturen sowie Einbau von Temperatur-Reglern  
  • Einführung des sogenannten Modellgebäudeverfahrens bei der Berechnung der Energieeffizienz  

Ausführliche Informationen finden Sie im Beitrag "EnEV 2014 - Die Änderungen im Überblick". 

EnEV 2015

  • Austauschpflicht für bestimmte ältere Heizkessel
  • Verpflichtende Angabe von Energiekennwerten in Immobilienanzeigen
  • Dämmung der obersten Geschossdecke

Ausführliche Informationen finden Sie im Beitrag "EnEV 2015 - Die wichtigsten Vorgaben auf einen Blick". 

EnEV 2016

  • Verschärfung der primärenergetischen Anforderungen (Gesamtenergieeffizienz) an neu gebaute Wohn- und Nichtwohngebäude um 25 Prozent 
  • Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden und nach dem 1.1.1985 eingebaut wurden, müssen ab der EnEV 2016 nach 30 Jahren außer Betrieb genommen werden.  
  • Verkäufer und Vermieter von Immobilien sind künftig verpflichtet, den Energieausweis an Käufer bzw. Mieter zu übergeben. Der Energieausweis muss bereits bei der Besichtigung vorgelegt werden
  • Energetische Kennwerte (Endenergie) müssen laut EnEV ab 2016 im Falle des Verkaufs oder der Vermietung in Immobilienanzeigen angegeben werden. Liegt ein Energieausweis mit Energieeffizienzklasse vor, muss die entsprechende Einstufung auch veröffentlicht werden
  • Erweiterung der Aushangpflicht für Energieausweise (gilt für öffentliche Gebäude mit starkem Publikumsverkehr ab 250 m² Nutzfläche und entsprechende private Gebäude ab 500 m² Nutzfläche)

Ausführliche Informationen finden Sie im Beitrag "EnEV 2016 - Das kommt ab dem Januar 2016". 

EnEV 2017

  • Niedrigstenergiegebäude-Standard für öffentliche Neubauten
  • Einheitliche Berechnungsverfahren für alle Gebäude

Ausführliche Informationen finden Sie im Beitrag "EnEV 2017 als Teil des Energieeinspargesetzes". 

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz
Fazit von Alexander Rosenkranz
Die EnEV (auch Energieeinsparverordnung) soll bis zum Jahre 2050 zu einem klimaneutralen Gebäudestand beitragen. Dazu enthält sie Anforderungen an den Wärmeschutz und die Anlagentechnik moderner Gebäude, die Bauherren und Sanieren bereits heute einiges abverlangen. Zu nennen sind dabei hohe energetische Grenzwerte im Neubau und umfassende Nachrüst- sowie Sanierungspflichten im Bestand. Wer diese Vorschriften nicht einhält, riskiert im schlimmsten Fall ein Bußgeld bis zu 50.000 Euro.
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