Energiewende - Regenerative Energien im Überblick

Mit dem Begriff Energiewende wird der Wechsel in der Energieversorgung bezeichnet. Das Ziel Deutschlands ist es, deutlich weniger fossile Brennstoffe sowie Kernbrennstoffe zu nutzen und stattdessen auf erneuerbare Energien zurückzugreifen. Bis zum Jahr 2050 soll der Energiebedarf der Bundesrepublik vorrangig durch regenerative Quellen abgedeckt werden. Neben Wind- und Wasserkraft sowie der Sonnenenergie stehen dafür auch die Geothermie sowie nachwachsende Rohstoffe zur Verfügung.

Senkung des Gesamtenergieverbrauchs als Teilziel der Energiewende

Ein weiteres Ziel der Energiewende in Deutschland besteht darin, den Gesamtenergieverbrauch zu verringern. Um dies zu erreichen, ist es notwendig, die Energie in Zukunft sparsamer und effizienter zu nutzen. Im Überblick sehen die Energiewendeziele der Bundesrepublik folgendermaßen aus:

  • Ausstieg aus der Kernenergie
  • Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch, am Bruttostromverbrauch sowie die Steigerung der Energieproduktivität
  • Reduktion der Treibhausgasemissionen, des Primärenergieverbrauchs, des Stromverbrauchs, des Wärmebedarfs in Gebäuden sowie die Reduktion des Primärenergiebedarfs
  • Sanierungsrate für Gebäude verdoppeln
Pflänzchen sprießt aus dem Boden - Energiewende
© panthermedia.net / pertusinas

Energiewende und erneuerbare Energien

Zweifelsohne handelt es sich beim Ausbau regenerativer Energien um eine wesentliche Säule der Energiewende. Sicher ist darüber hinaus, dass Deutschland diesbezüglich auf einem guten Weg ist. Denn von Jahr zu Jahr wird die Energieversorgung "grüner". Neben einer klimaverträglicheren Stromversorgung steht im Hintergrund der Energiewende auch eine größere Unabhängigkeit gegenüber kontinuierlich knapper werdenden fossilen Brennstoffen. Um Wind-, Sonnen- sowie Bioenergie neben anderen erneuerbaren Energien noch erfolgreicher in den Markt zu integrieren, wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) reformiert. Hierdurch werden zudem ein planvoller Ausbau der regenerativen Energien sowie ein spürbares Abfedern der Kostendynamik erreicht.

Ein warmes Zuhause dank erneuerbarer Energien

Regenerative Energien eignen sich hervorragend, um für ein warmes Zuhause zu sorgen. Einerseits wird durch sie die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern minimiert. Andererseits erweisen sie sich als effektives Instrument, um der Belastung durch kontinuierlich steigende Heizkosten entgegenzuwirken und die Energiewende zu beschleunigen. Als Optionen für Haushalte, um sich von fossilen Brennstoffen unabhängig zu machen, gelten beispielsweise die Erdwärmepumpe, die Pelletheizung oder eine Solarthermieanlage. Eine andere Option ist es, Stadtteile oder ganze Siedlungen mithilfe von Netzen für Nahwärme mit Wärme aus Holz oder Biogas zu versorgen.

De facto ist es bereits heute kostengünstiger, mit regenerativen Energien zu heizen, als weiterhin auf Gas- oder Ölheizungen zu setzen. Zwar ist die Anschaffung einer Heizanlage, die mit erneuerbaren Energien gespeist wird, noch etwas teurer. Allerdings amortisiert sich der Anschaffungspreis schnell und die Energiewende wird weiter vorangetrieben.

Energiewende im Wärmesektor

Bis zum Jahr 2020 möchte die Bundesregierung im Wärmesektor den Anteil der regenerativen Energien auf 14 Prozent erhöhen. Durch das im Zuge der Energiewende erlassene Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz sind Bauherrn bereits seit 2009 dazu verpflichtet, den Wärmebedarf von Neubauten teils aus Erdwärme, teils aus Solarenergie und teils aus Biomasse zu decken.

Bauherren, die diese Forderung nicht umsetzen können, haben die Möglichkeit, den Neubau an ein Fernwärmenetz anzuschließen, das Gebäude besser zu dämmen oder eine Kraft-Wärme-Kopplung zu implementieren. Damit die Ziele der Energiewende erreicht werden, hat die Bundesregierung zudem beschlossen, das Heizen mit regenerativen Energien über ein Marktanreizprogramm zu fördern. So erhalten Eigenheimbesitzer und Bauherren eine Klimaprämie, wenn sie in eine Solarthermieanlage, eine Erdwärmesonde oder in einen Scheitholz- bzw. Holzpelletofen investieren.

Ein weiterer Zwischenschritt auf diesem Weg der Wende ist die sogenannte Energiewende 2030. So sollen bis dahin unter anderem die Treibhausemissionen um 60 Prozent geringer sein als noch 1990. 

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Alles in allem sprechen zahlreiche Gründe dafür, dass sich auch die Bürger - beispielsweise durch die Nutzung regenerativer Energien zum Heizen - aktiv das Erreichen der Ziele der Energiewende in Deutschland forcieren.

Beratung durch Ihren Heizungsinstallateur vor Ort

Sie benötigen eine individuelle Beratung oder ein Angebot für Ihre neue Heizung?

news-icon

Neueste Artikel

Vom 15. August 2018

Gelbe Flecken und unangenehme Gerüche sind Anzeichen für eine Schornstein-Versottung. Aber was ist das? Wir geben Antworten und erklären, was Hausbesitzer gegen Schäden am Kamin unternehmen können. weiterlesen

Vom 14. August 2018

Wohnung und Räume kühlen mit einfachen Mitteln. Welche das sind und warum ausgerechnet eine Wärmepumpe für diesen Zweck gut geeignet ist, erfahren Sie in diesem Beitrag. weiterlesen

Vom 13. August 2018

Die Energiewende bringt nicht nur Herausforderungen, sondern auch Chancen und Innovationspotenzial. Welche das sind, verrät Jan Meyer - Leiter der Geschäftsentwicklung Wärme von E.ON - im Experteninterview. weiterlesen

Vom 08. August 2018

Ein Stellmotor in der Heizung bewegt Mischer oder andere Ventile nach den Anforderungen einer Regelung. Wir erklären, wie das funktioniert, welche Geräte sich unterscheiden lassen und was diese Kosten. weiterlesen

News article img

Artikelbewertung