Energieträger: das wichtige Verbrauchselement beim Heizen

Der Begriff „Energieträger“ ist weit verbreitet, schließlich handelt es sich hierbei um Stoffe, die durch die Energieumwandlung die gewünschte Energie freisetzen. Mit Bezug auf das Heizen kommen hier vor allem fossile Trägerstoffe ins Gedächtnis, darunter beispielsweise Erdgas, Kohle oder Erdöl. Differenziert wird immer zwischen primären und sekundären Trägern.

Holzpellets und Brennholz als Energieträger

Primäre und sekundäre Energieträger

Stoffe in der Natur, oder solche die chemisch hergestellt werden, unterscheiden sich natürlich stets. Mit Hinblick auf die Energieträger können unterschiedliche Eigenschaften aus dem Stoff abgeleitet werden, darunter beispielsweise die Menge der Energie beziehungsweise ihre Dichte, sowie die Lager- und Transportfähigkeit. Der Wirkungsgrad ist ein weiteres entscheidendes Merkmal, denn dieses sagt aus, wie effizient der Stoff bei der Umwandlung eingesetzt werden kann. Aufwand oder gar Gefahren, wie beispielsweise bei Kernbrennstoffen wie Uran, die in Atomkraftwerken zum Einsatz kommen, sind weitere variable Faktoren. Diese unterscheiden sich von Stoff zu Stoff. Für Privatverbraucher sind Stoffe wie Uran natürlich eher uninteressant, denn die heimischen Heizsysteme werden vorrangig mit den fossilen Energieträgern betrieben.

Differenziert wird zwischen primären und sekundären Energieträgern aus einem einfachen Grund: sekundäre Stoffe sind das Ergebnis einer Umwandlung. Um einen sekundären Energieträger zu erhalten, muss also ein primärer Trägerstoff durch ein ausgewähltes Verfahren transformiert werden. Je nach Stoff entsteht entweder eine komplette Verformung oder aber die sekundären Träger sind das Ergebnis des Verfahrens selber. Beispielsweise wenn sie sich aus Rückständen oder Ablagerungen bilden.

Primäre Energieträger

Zu den primären Energieträgern zählen unter anderem fossile Trägerstoffe, wie Erdöl, Erdgas oder Kohle. Weiterhin alle Kernbrennstoffe, wie das eingangs erwähnte Uran, sowie die Biomasse. Auch Kohlenhydrate, Fett und Proteine sind Energieträger, welche beim Heizen aber keine Rolle spielen. Sie tragen ihre Energie in Nahrung, für die Verbrennung ist hier der Körper zuständig.

Sekundäre Energieträger

Sekundäre Träger sind unter anderem Kraft- und Treibstoffe, sowie Ethanol, welches aus der Vergärung von der eingangs erwähnten Biomasse gewonnen wird. Wasserstoff, Druckluft, Glucose und ATP gelten ebenfalls als sekundäre Energieträgerstoffe. Pauschal wird häufig zudem schlicht der Strom beziehungsweise die elektrische Energie zu den Energieträgern gezählt. Spezifischer betrachtet handelt es sich hierbei aber weniger um einen Trägerstoff, als eine Energieform.

Häufig genutzte Energieträger beim Heizen

Für das heimische Heizsystem spielen Träger wie Uran oder Kohlenhydrate natürlich keine Rolle. Hier sind es vor allem die fossilen Brennstoffe, die nach wie vor häufig, effizient und weitestgehend gepaart mit einer hochwertigen Anlage, wirtschaftlich verwendet werden. Erdgas- und Ölheizungen sind in Deutschland nach wie vor sehr populär und machen einen großen Anteil an der Gesamtmasse der genutzten Heizsysteme aus. In der Regel werden sie nur teilweise ergänzt. Lediglich Holz ist einer der Trägerstoffe, welcher sie vollumfänglich auch bei gehobenen Ansprüchen ersetzen kann. Wichtig ist zudem, dass der Energieträgerstoff tatsächlich zum genutzten Heizsystem passt. So lässt sich eine Ölheizung natürlich nicht mit Holz betreiben, genauso wenig wie sich ein Ofen mit Heizöl nutzen lassen würde.

Ein weiterer Unterschied, elementar beim Heizen, ist die Energiedichte. Diese hängt aber auch teilweise von der Verarbeitung des Trägers ab. Holz besitzt im Schnitt eine Energiedichte (angegeben in MJ pro kg) von rund 13 bis 20. Erdöl kommt in seiner Rohfassung auf rund 42,8 MJ/kg, während Erdgas je nach Verarbeitung 30 bis 50 MJ/kg erreicht. Neben dem Energieträger ist für eine hohe Effizienz aber auch die Ausstattung der Anlage selber entscheidend.

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