Durch die KfW die Heizung fördern lassen

Die Heizung nach jahrzehntelangem Betrieb zu erneuern oder komplett auf erneuerbare Energieträger sowie innovative Technik umzustellen, ist sinnvoll. Doch eine große Hemmschwelle stellt für viele der finanzielle Aufwand dar. Denn um langfristig Heizkosten sparen zu können, muss zunächst investiert werden. Dafür gibt es eine Lösung: die Förderung durch die KfW für eine Heizung. Erfahren Sie im nachstehenden Beitrag, wann sich ein Antrag, für wen und unter welchen Bedingungen sich ein Antrag lohnen kann. 

Welche Förderung gibt es von der KfW für die Heizung?

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau oder kurz: KfW fördert eine Heizung. Dabei gibt es jedoch einige Bestimmungen zu beachten. Zudem gelten Voraussetzungen, unter denen die Fördermittel ausgezahlt werden. Nur wer diese erfüllt, kann von der Förderung profitieren. Deshalb ist es wichtig, sich im Vorfeld zu informieren.

Grundsätzlich ist das Ziel der KfW-Förderung das energieeffiziente Sanieren zu unterstützen. Unter diesem Schlagwort vereint die Kreditanstalt verschiedene Programme für Einzelmaßnahmen bei der Sanierung beziehungsweise Modernisierung und Optimierung unter anderem von Heizungsanlagen.

Grundsätzlich fördert die KfW bezüglich der Heizung folgende Einzelmaßnahmen:

  • Modernisierung der Heizungsanlage wie den Einbau der Brennwerttechnik
  • Optimierungen bei der Wärmeverteilung bei bestehenden Anlagen wie zum Beispiel den Einbau einer Hocheffizienzpumpe
Das Bild zeigt ein Heizungsthermostat sowie Geld und verdeutlicht damit, wie Sie durch die KfW Ihre Heizung fördern lassen können. 
© maho | Fotolia

Überblick über förderfähige Maßnahmen: Programm 152 und 430

Im Folgenden finden Sie einen Überblick über all jene Einzelmaßnahmen, die Sie sich im Rahmen der Programme 152 und 430 durch die KfW fördern lassen können.

In Bezug auf den Austausch der Heizung:

  • Ausbau und Einbau eines Gas- oder Öltanks, inklusive Entsorgung des alten Tanks
  • Erstanschluss an eine öffentliche Gasversorgungsleitung
  • Ausbau der alten Heizung, inklusive Entsorgung dieser
  • Austausch des Heizkessels, Pufferspeichers, der Heizflächen
  • Erstmaliger Einbau einer zentralen Anlage
  • Austausch sowie Einbau von Thermostatventilen
  • Einbau einer Fußboden- oder Wandheizung
  • Im Zuge eines Austauschs: hydraulischer Abgleich, Dämmung des Heizungsrohrsystems
  • Einbau von hocheffizienten Umwälz- und zirkulationspumpen
  • Einbau von Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik
  • Erneuerung des Schornsteins vor allem im Zuge des Umstiegs auf Brennwerttechnik
  • Einrichtung eines Heizraums oder notwendige bauliche Maßnahmen im Heiz- und Kesselraum
  • Einrichtung von Bevorratungsbehältern für Biomasseanlagen

Bezüglich der Optimierung der Heizung:

  • Durchführung eines hydraulischen Abgleichs, um die Anlage zu optimieren
  • Ist-Zustand im Rahmen eines Heizungs-Checks nach DIN EN 15378 feststellen
  • Bestehende Pumpen durch Hocheffizienzpumpen ersetzen
  • Einbau voreinstellbarer Heizkörperthermostatventile
  • Ersatz sowie erstmaliger Einbau von Pufferspeichern
  • Erstmalige Installation von Flächenheizungen
  • Alte Heizkörper durch Niedertemperaturheizkörper austauschen
  • Nachträgliche Dämmung von Heizungsrohren
  • Aufrüstung von Niedertemperatur- zu Brennwertkesseln: Einbau von zusätzlichen Wärmetauschern und Anpassung des Schornsteins

Förderung der KfW für eine Heizung nach 152 und 430

Häufig werden die Programme 151 und 152 in einem Atemzug genannt. Doch wenn es darum geht, dass Anlagenbesitzer den Austausch der Heizung durch die KfW fördern lassen möchten, dann gilt hier nur die Nummer 152. Darin enthalten sind nämlich die sogenannten förderfähigen Einzelmaßnahmen. Bei dem Förderprogramm 151 geht es hingegen um die Vollsanierung zum KfW-Effizienzhaus. Dies sollten Anlagenbesitzer vor der Antragstellung bedenken.

Grundsätzlich sind bei der Finanzierung der Einzelmaßnahmen Kredite sowie Zuschüsse zu unterscheiden. Bezüglich der Förderung durch die KfW für eine Heizung gilt sowohl für die Programme 152 als auch 430, dass diese Mittel durch das CO2-Gebäudesanierungs- und das Anreizprogramm Energieeffizienz des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) bereitgestellt werden. 

Wichtige Fakten zu den Programmen 152 und 430 der KfW

Eckdaten zum Förderprogramm 152 der KfW für eine Heizung:

  • Antragsberechtigt sind alle, die Wohnraum modernisieren

Für Einzelmaßnahmen:

  • Zinsgünstiger Kredit in Höhe von max. 50.000 Euro je Wohneinheit
  • Zinssatz von 0,75 Prozent
  • Zinsbindung von 10 Jahren
  • Tilgungszuschuss von 7,5 Prozent (bis max. 3.750 Euro)
  • Heizungspaket: 12,5 Prozent (bis max. 6.250 Euro)

Eckdaten zum Programm 430 der KfW für eine Heizung:

Antragsberechtigt sind Eigentümer oder Käufer von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Wohnungseigentümergemeinschaften aus Privatpersonen

Für Einzelmaßnahmen:

  • Einmaliger Zuschuss
  • Zehn Prozent der förderfähigen Kosten
  • Max. bis zu 5.000 Euro je Wohneinheit
  • Auszahlung erst ab 300 Euro
  • Heizungspaket: 15 Prozent und max. 7.500 Euro pro Wohneinheit

Programm 167 der KfW

Möchten Sie auf erneuerbare Energiequellen umsteigen, ist die Förderung in der Regel über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle abzuwickeln. Unter besonderen Voraussetzungen können Antragsteller jedoch auch einen Ergänzungskredit der KfW für ihre Heizung in Anspruch nehmen. Dieser umfasst eine Summe von bis zu 50.000 Euro je Wohneinheit.

In diesem Zusammenhang werden unter anderem thermische Solarkollektoren bis zu einer Bruttokollektorfläche von 40 Quadratmetern gefördert, aber auch Biomasseanlagen mit einer Nennwärmeleistung von fünf bis zehn Kilowattstunden oder Wärmepumpen bis 100 kW.

Beachten Sie jedoch, wenn Sie diese Ergänzung in Anspruch nehmen möchten, dass die Kredite und Zuschüsse beider Institutionen die förderfähigen Kosten nicht übersteigen dürfen. 

Antragstellung bei der KfW für eine neue Heizung: Was gilt es zu beachten?

Grundsätzlich gilt, dass lediglich der einmalige Zuschuss im Rahmen des Programms 430 direkt bei der KfW für eine Heizung beantragt werden kann. In diesem Fall gibt es auch die Online-Variante. Die Beantragung von Fördermitteln über die Programme 152 und 167 erfolgt über ihren Finanzpartner Ort wie die Sparkasse oder eine Direktbank. 

Dabei gilt, egal bei welchem KfW-Programm, dass der Antrag vor dem Beginn des Bauvorhabens gestellt werden muss. Planung und Beratung bilden hierbei nicht den Beginn. Daneben gilt für 152 und 430, dass ein hydraulischer Abgleich erforderlich ist, bevor die KfW eine Heizung überhaupt fördert wird. 

heizung.de Redakteurin Jeannette Kunde

Fazit von Jeannette Kunde

Möchten Sie durch die KfW Ihre neue Heizung fördern lassen, sollten sie dies grundsätzlich im Vorfeld beantragen. Entscheiden Sie mit einem Experten zusammen, welche Maßnahmen notwendig und welche Fördermöglichkeiten aus der Überlegung kombinierbar sind. Im Anschluss können Sie für eine einmalige Zahlung selbst einen Antrag stellen und für alle anderen Optionen suchen Sie sich einen Finanzierungspartner vor Ort, der für Sie den Antrag bei der KfW stellt. 

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