Diese Photovoltaik Förderung gibt es

Die Photovoltaik Förderung sorgt für sinkende Kosten bei der Anschaffung einer Solarstromanlage. Dabei ist sie in Form von Zuschüssen oder zinsgünstigen Darlehen verfügbar und mit einer steigenden Wirtschaftlichkeit verbunden. In den folgenden Abschnitten geben wir einen Überblick über aktuelle Möglichkeiten der Photovoltaik Förderung und erklären, wie diese zu beantragen sind.

Photovoltaik Förderung über Einspeisevergütung

Die Einspeisevergütung ist einer der bekanntesten Möglichkeiten zur Förderung einer Solarstromanlage. Sie wurde mit dem EEG, dem Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien eingeführt. Dabei soll die regelmäßige Vergütung für planbare Investitionen und einen Anstieg des Anteils regenerativer Energien am deutschen Strommix sorgen.

Nahaufnahme eines Solarmoduls, für das es eine hohe Photovoltaik Förderung gibt

Feste Vergütungssätze für eingespeisten Strom

Besitzer einer Photovoltaikanlage mit einer Spitzenleistung von maximal zehn Kilowatt bekommen dabei 20 Jahre lang eine feste Vergütung für den Strom, der in das öffentliche Netz eingespeist wird. Die Höhe der Vergütung wird dabei regelmäßig angepasst und beträgt für das erste und zweite Quartal 2017 12,30 Cent. Wer heute eine neue Solarstromanlage auf seinem Dach installiert, bekommt also 20 Jahre lang 12,30 Cent für den in das öffentliche Netz eingespeisten Strom.

Voraussetzung für die EEG-Photovoltaik-Förderung

Damit Hausbesitzer von den EEG-Mitteln profitieren können, ist ein spezieller Zähler nötig. Dieser misst die Menge des eingespeisten Stroms und schafft somit die Grundlage für die monatlichen Auszahlungen. Die Beantragung der Fördermittel übernimmt in der Regel der Installationsbetrieb. Denn dazu ist ein Antrag an den regionalen Energieversorger zu stellen.

Photovoltaik-Förderung von der KfW

Planen Hausbesitzer den Bau einer neuen Photovoltaikanlage, können sie von günstigen Darlehen der Kreditbank für Wiederaufbau (KfW) profitieren. Diese gibt es bereits zu Effektivzinssätzen von 1,05 Prozent, wobei sich die tatsächliche Höhe nach Bonität, Werthaltigkeit und Laufzeit der Verträge richtet. Das Besondere daran: Ist mit dem Bau einer Photovoltaikanlage auch eine Dachsanierung nötig, können Verbraucher diese gleich mitfinanzieren.

Kredithöhe und Beantragung der Mittel

Über das Förderprogramm 270 „Erneuerbare Energien – Standard“ bekommen private und juristische Personen bis zu 50 Millionen Euro für Dach-, Fassaden- oder Freiflächenanlagen. Dabei ist der Antrag über die eigene Bank zu stellen.

Photovoltaik Förderung für Stromspeicher

Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit einer Solarstromanlage ist nicht nur ihre Leistung, sondern auch der Anteil des selbst genutzten Stroms. Denn mit jeder Kilowattstunde, die Hausbesitzer nicht vom Versorger kaufen, sparen sie rund 27 Cent – den aktuellen Strompreis. Das ist deutlich mehr als die Einspeisevergütung, die aktuell bei 12,30 Cent je Kilowattstunde liegt (Stand Februar 2017).

Stromspeicher ermöglicht hohen Eigenbedarf

Wollen Hausbesitzer besonders viel der selbst erzeugten Energie im eigenen Haus verbrauchen, ist der Strom zu speichern. Denn nur so lassen sich die Erträge eines Tages auch dann nutzen, wenn die Sonne längst untergegangen ist. Möglich wird das durch einen sogenannten Stromspeicher.

Zinsgünstige Darlehen mit hohen Tilgungszuschüssen

Die Photovoltaik Förderung für Stromspeicher gibt es über das Programm 275 „Erneuerbare Energien – Speicher“ der KfW. Dabei profitieren Hausbesitzer nicht nur von zinsgünstigen Darlehen, sondern auch von Tilgungszuschüssen, die den Darlehensbetrag reduzieren.

Voraussetzung dafür ist, dass:

  • die Solarstromanlage nach 31.12.2012 installiert wurde
  • die Spitzenleistung der Photovoltaikanlage nicht über 30 kWp liegt
  • der Stromspeicher für mindestens 5 Jahre betrieben wird

Während sich die Höhe der Zinsen für den Darlehensvertrag auch hier nach Bonität und Laufzeit richten, sinkt der Tilgungszuschuss, je später der Stromspeicher installiert wird. Auf diese Weise passt sich Photovoltaik Förderung automatisch an die marktüblichen Preissenkungen an. Wer den Speicher im:

  • ersten Halbjahr 2017 installiert, bekommt einen Zuschuss von 19 Prozent
  • zweiten Halbjahr 2017 installiert, bekommt einen Zuschuss von 16 Prozent
  • ersten Halbjahr 2018 installiert, bekommt einen Zuschuss von 13 Prozent
  • zweiten Halbjahr 2018 installiert, bekommt einen Zuschuss von 10 Prozent

Beantragung der Speicherförderung über die Hausbank

Genau wie die Fördermittel für den Bau einer neuen Solarstromanlage, sind auch die Mittel für den Speicher über die eigene Hausbank zu stellen. Denn diese reicht den Antrag bei der KfW ein und schließt den Kreditvertrag nach erfolgreicher Zusage.
Dabei ist es wichtig zu wissen, dass Hausbesitzer den Antrag unbedingt vor dem Beginn der Maßnahme stellen müssen.

Regionale Photovoltaik Förderung

Neben den vorgestellten Fördermitteln des Bundes gibt es auch eine Reihe regionaler Förderprogramme. Beispiele dafür sind:

  • „SolarInvest“ zur Förderung des Eigenstromverbrauchs in Thüringen
  • „EnS“ zur Förderung von elektrischen Energiespeichersystemen im Saarland
  • „InES4“ zur Förderung innovativer dezentraler Stromspeicher und Modellvorhaben in Sachsen
  • „progres.nrw“ zur Förderung dezentraler Stromspeicher in Nordrhein-Westfalen
Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Die Photovoltaik Förderung sorgt mit günstigen Darlehen und rückzahlungsfreien Zuschüssen für eine höhere Wirtschaftlichkeit. Neben der oft bekannten Einspeisevergütung über das EEG gibt es Darlehen und Zuschüsse dabei auch für Solarstromanlagen und Speicher.

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