Die Regelungstechnik sorgt für optimale Temperaturen

Unter dem Begriff Regelungstechnik werden alle Komponenten zusammengefasst, die aktiv oder passiv zur Steuerung der gewünschten Temperatur einer Heizung beitragen. In einem Heizsystem kommt es dadurch zu einem hochkomplexen Zusammenspiel, dessen Funktionsweise unter anderem von der jeweiligen Art der Regelungstechnik abhängt.

Definition: Was ist und macht die Regelungstechnik?

Die Aufgabe dieser technischen Komponenten ist schnell erklärt: sie sorgen dafür, dass die vom Anwender voreingestellte Temperatur auch tatsächlich in der Form erreicht wird. Zugleich muss die Regelungstechnik sekundär sicherstellen, dass diese Temperatur auch über längere Zeit gehalten wird, damit sich der Raum tatsächlich entsprechend temperieren kann. Somit ist die Regelungstechnik als solches ein ausgesprochen präzises und zugleich effektives Instrument, ohne das effizientes Heizen bestenfalls eingeschränkt möglich wäre.

Hand hält Smartphone mit der Regelungstechnik der Heizung

Desto effektiver diese Komponenten arbeiten, umso weiter reduziert sich auch der Verbrauch. Der Begriff Regelungstechnik ist ebenfalls keinesfalls grundlos gewählt. Er setzt sich aus dem Wort Technik, stellvertretend für die Komponenten, und dem Begriff Regeln zusammen. Letzteres bezeichnet den Vorgang, bei dem eine zu regelnde Größe kontinuierlich gemessen, mit einer eingestellten Führungsgröße verglichen und schließlich durch verschiedene Maßnahmen dieser Führungsgröße angeglichen wird.

Für die Heizungsregelung ist der sogenannte geschlossene Wirkungsablauf (englisch: closed loop control) definierend, für eine Heizungssteuerung hingegen der offene Wirkungsablauf, welcher englisch zu „open loop control“ übersetzt wird. Das liegt daran, dass bei der Heizungssteuerung eine Stellgröße aktiv und direkt durch den Verbraucher beeinflusst wird, ohne aber dass diese gesteuerte Größe auf die Stellgröße rückwirkend Einfluss hätte.

Differenzierung nach Regelungsarten

Nun kann diese Regeltechnik auf verschiedene Art und Weise arbeiten. Insgesamt existieren hier drei große Kategorien: die raumtemperaturgeführte, die außentemperaturgeführte Regelung und die Regelung nach Temperaturdifferenz. Das Ziel bleibt gleich, denn immer soll diese Regeltechnik dazu führen, dass in den Innenräumen tatsächlich die gewünschte Temperatur erreicht wird.

Die raumtemperaturgeführte Regelungstechnik

Bei einer raumtemperaturgeführten Regelung ist die Raumtemperatur die Regelgröße, auf welche die Komponenten ihren Einfluss ausüben. Sie ist also der SOLL-Wert, welcher erreicht werden soll. Moderne Heizsysteme heizen dann solange, bis dieser jeweilige Wert erreicht wurde und schalten dann ab. Gewährleistet wird das unter anderem durch die Vorlauftemperatur, welche die Temperatur direkt beeinflussen kann. Mitunter lassen sich mehrere Heizkörper in eine Gruppe unterteilen, um für eine entsprechende Temperatur in mehreren Räumen zu sorgen. Dabei stimmen sich die Heizkörper untereinander ab, um möglichst schnell und zugleich kostensparend zu heizen.

Die außentemperaturgeführte Regelungstechnik

Bei der außentemperaturgeführten Regelung orientiert sich die Technik stattdessen an der aktuellen Außentemperatur und Witterung. Die Außentemperatur ist damit die Führungsgröße. Um dann in den Innenräumen die gewünschte Temperatur zu erreichen, errechnet man die notwendige Vorlauftemperatur mit Hilfe einer eingestellten Heizkurve. Diese wird unter anderem durch die Effizienz und Variablen wie die Dämmung beeinflusst. Diese Systeme greifen zudem auf Ventile zurück, welche sich eigenständig regulieren. So wird wiederum sichergestellt, dass die gewünschte Temperatur tatsächlich konstant gehalten wird.

Regelung über Temperaturdifferenz

Bei einer Regelung über die Differenz kann auf eine solche Heizkurve vollständig verzichtet werden. Stattdessen findet ein Abgleich zwischen der Rücklauf- und Vorlauftemperatur statt. Geht die Rücklauftemperatur zurück, erhöht sich automatisch die Vorlauftemperatur. Damit wird die Regelungstechnik automatisiert, es ist in der Zwischenzeit kein direktes Eingreifen durch den Anwender mehr nötig.

Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Elektronische, lernfähige und selbstoptimierende Regelungstechnik steigert die Effizienz der Heizungsanlage. Diese elektronischen Komponenten ermöglichen eine nahezu stufenlose Einstellung, wobei diese in Abhängigkeit zum angeschlossenen Heizsystem steht. Weiterhin kann die Regeltechnik auch Schnittstellen zu anderen Variablen im Haushalt aufbauen, beispielsweise in einem Smart Home, wo sich die Heizung selber reguliert, wenn Fenster geöffnet oder geschlossen werden.

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