Die Lüftungsanlagen-Kosten im Überblick

Planen Verbraucher die Sanierung oder den Bau eines Gebäudes, kommen sie um die Lüftungstechnik oft nicht herum. Denn sie gleicht die hohe Dichtheit der modernen Bauweise aus und sorgt für eine gesunde Wohnatmosphäre. Aber wie hoch sind die Lüftungsanlagen-Kosten? Eine Antwort auf diese Frage sowie Informationen zu den wichtigsten Preisfaktoren geben wir in diesem Beitrag.

Einflussfaktoren auf die Lüftungsanlagen-Kosten

Entscheiden sich Bauherren oder Hausbesitzer für eine Lüftungsanlage, gilt eine ihrer ersten Fragen meist dem Preis. Ohne genaue Kenntnisse zum Gebäude lässt sich dieser jedoch nur schwer ermitteln. Denn die Lüftungsanlagen-Kosten hängen von zahlreichen Einflussfaktoren ab.

Lüftungsanlagen-Kosten im Vergleich
© Zerbor / Fotolia

Art der Technik entscheidet über Preis

Die größte Auswirkung zeigt dabei die Art der Technik. Während einzelne Geräte zur dezentralen Lüftung vergleichsweise günstig sind, müssen Verbraucher für Zentralanlagen samt Luftverteilsystem, Zubehör und Montage deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Einfluss vom Haus und seiner Nutzer

Des Weiteren wirkt sich auch die Charakteristik des Gebäudes auf den Preis der Technik aus. So sind Anlagen für große und energiesparende Häuser oft teurer. Ähnlich verhält es sich auch mit den Personen in einem Haus. Versorgt die Anlage viele Menschen mit frischer Luft, sind größere Volumenströme nötig und die Lüftungsanlagen-Kosten steigen. Auch die Arten der Luftbehandlung haben eine Auswirkung auf die anfänglichen Investitionen. Sie sind dabei besonders hoch, wenn das Lüftungsgerät nicht nur die Wärme der Abluft zurückgewinnt, sondern die Zuluft auch erhitzt, kühlt, be- oder entfeuchtet.

Einflussgrößen der Lüftungsanlagen-Kosten

Die folgende Liste zeigt alle Preisfaktoren noch einmal im Überblick:

  • Art der Technik (dezentral oder zentral)
  • energetischer Zustand und Größe des Gebäudes
  • Anzahl der Personen im Haus
  • gewünschte Luftbehandlungsfunktionen

Bei einer individuellen Beratung kann ein Installateur den tatsächlichen Preis meist schnell ermitteln.

Preise für die Lüftungstechnik im Überblick

Im Folgenden geben wir einen Überblick über typische Lüftungsanlagen-Kosten. Unterscheiden lassen sich dabei Systeme mit Zu- oder Abluftbetrieb sowie Anlagen mit Zu- und Abluftbetrieb.

Lüftungsanlagen-Kosten für Zu- oder Abluftanlagen

Lüftungssysteme für den Zu- oder Abluftbetrieb fördern Luft nach innen oder nach außen. Sie können zentral oder dezentral ausgeführt sein und sind vergleichsweise günstig. Während dezentrale Anlagen aus mehreren Zu- oder Abluftventilatoren bestehen, haben zentrale nur einen. Im Betrieb funktionieren beide Systeme aber ähnlich. Denn während die Lüftungsgeräte Luft nach innen oder außen fördern, ändern sich die Druckverhältnisse im Haus. Infolge dessen strömt die verbrauchte Luft über spezielle Durchlässe nach außen oder die frische nach innen. Kombiniert man die Abluftanlage mit einer Warmwasserwärmepumpe, lässt sich die Energie der Raumluft nutzen, um Trinkwasser zu erwärmen.

Geht es um die Lüftungsanlagen-Kosten für typische Einfamilienhäuser, müssen Verbraucher mit folgenden Werten rechnen:

  • dezentrale Abluftanlagen kosten rund 1.500 bis 2.500 Euro
  • zentrale Abluftanlagen kosen rund 2.000 bis 3.500 Euro
  • zentrale Abluftanlagen mit Wärmepumpe gibt es für 10.000 bis 13.000 Euro

Ausgaben von Zu- und Abluftanlagen im Vergleich

Zu- und Abluftanlagen fördern Luft gleichzeitig nach innen und nach außen. Sie erzeugen dabei einen Kreislauf, der fortwährend für frische und saubere Luft im Haus sorgt. Auch diese Systeme gibt es in dezentraler und zentraler Ausführung. Während dezentrale Lüftungsanlagen den Luftaustausch mit mehreren Einzelgeräten realisieren, bestehen zentrale nur aus einem Lüftungsgerät. Dieses saugt Luft aus dem Haus und führt frische hinzu. Besonderes Kennzeichen zentraler Anlagen ist dabei das aufwendige Luftverteilsystem, das bei dezentralen nicht nötig ist.

Geht es um die Lüftungsanlagen-Kosten für typische Einfamilienhäuser, müssen Verbraucher mit folgenden Werten rechnen:

  • dezentrale Zu- und Abluftanlagen mit Wärmerückgewinnung kosten rund 2.000 bis 5.000 Euro
  • zentrale Zu- und Abluftanlagen mit Wärmerückgewinnung gibt es für 4.000 bis 10.000 Euro

Fördermittel senken die Lüftungsanlagen-Kosten

Hausbesitzer können von den Fördermitteln der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) profitieren. Dabei haben sie zwei Anlaufstellen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Das BAFA fördert den Einbau und die Erneuerung von Lüftungsanlagen als Einzelmaßnahme. Der Basis-Fördersatz liegt hier bei 20 Prozent der förderfähigen Kosten. Mit dem Bonus für die Durchführung eines individuellen Sanierungsfahrplans lässt sich dieser auf 25 Prozent erhöhen. Alternativ ist eine Förderung über die KfW möglich. Der Förderkredit 261/262 richtet sich an Hausbesitzer, die eine Lüftungsanlage günstig finanzieren möchten. Eine Zuschussförderung über das KfW-Programm 461 ist hingegen nur möglich, wenn die Lüftungsanlage im Rahmen einer Komplettsanierung dazu beiträgt, einen KfW-Effizienzhaus-Standard zu erreichen. Auch beim Kauf oder Bau eines Effizienzhauses kann dieser Zuschuss beantragt werden.

Wichtig: Der Antrag für eine BAFA- und KfW-Förderung muss grundsätzlich vor Umsetzung der Maßnahmen gestellt werden. Weitere Informationen erhalten Sie in dem Beitrag über die Förderung für die Wohnraumlüftung.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz
Fazit von Alexander Rosenkranz
Die Lüftungsanlagen-Kosten hängen von vielen Faktoren ab und lassen sich nur im Rahmen einer individuellen Beratung genau bestimmen. Im Vergleich verschiedener Systeme sind dezentrale Abluftanlagen dabei meist am günstigsten. Deutlich teurer sind hingegen zentrale Zu- und Abluftanlagen sowie zentrale Abluftanlagen mit Wärmepumpe.
Beratung durch Ihren Heizungsinstallateur vor Ort

Sie benötigen eine individuelle Beratung oder ein Angebot für Ihre neue Heizung?

news-icon
Neueste Artikel
news-icon
Artikelbewertung