Die Kühlinsel präsentiert frische Waren

Eine Kühlinsel hat die Aufgabe, frische Waren ansprechend zu präsentieren. Sie kommt überwiegend im Gastronomie- sowie Einzelhandelsbereich zum Einsatz und wirkt sich hier deutlich auf den Energieverbrauch aus. Im Folgenden geben wir einen Überblick über die Funktion und den Aufbau der Technik. Wir zeigen außerdem, welche Einsatzbereiche es gibt und wie sich der Energieverbrauch einer Kühlinsel senken lässt.

Funktion und Aufbau einer Kühlinsel

Moderne Kühlmöbel sind in der Regel in Form von Schränken, Truhen oder Tischen erhältlich. Sie bieten viel Platz zur Lagerung frischer Waren und sorgen gleichzeitig für eine ansprechende Kundenpräsentation in Gaststätten oder Kaufhäusern. Je nach Bauart besteht eine Kühlinsel dabei aus dem Lagerraum und einem Kühlaggregat.

Kühlinsel als Kühlregal in einem Supermarkt
© industrieblick | Fotolia

Lagerräume in offener oder geschlossener Ausführung

Anders als bei Kühltruhen im eigenen Zuhause sollen die Waren einer gewerblich genutzten Kühlinsel gut sichtbar sein. Möglich ist das zum Beispiel mit Truhen oder Regalen. Neben einem wärmegedämmten Gehäuse haben die Möbel dabei oft auch eine Abschottung der gekühlten Bereiche. Diese verringert den Wärmeeintrag und senkt die Energiekosten. Zum Einsatz kommen dabei Schiebedeckel- oder Türen aus Glas sowie Luftschleier. Letztere verhindern die Vermischung von kalter und warmer Luft durch einen gerichteten Luftstrom. Dieser ist nicht sichtbar und ermöglichen es dem Kunden, die gewünschten Waren einfach und schnell zu entnehmen.

Kältetechnik sorgt für kühle Luft in der Kühlinsel

Die Kühlung der Möbel erfolgt über Aggregate, die kalte Luft über die Waren blasen. Ihre Funktion ähnelt dabei der Raumkühlung und basiert auf einem zirkulierenden Kältemittel. Dieses nimmt Energie aus der einströmenden Luft und senkt damit deren Temperatur. Gleichzeitig erwärmt sich das flüssige Medium und wird zu Dampf. Ein Verdichter erhöht dessen Druck und sorgt somit für einen zusätzlichen Temperaturanstieg. Dieser ist nötig, um die aufgenommene thermische Energie an die Umgebung abgeben zu können. Während das im sogenannten Verflüssiger passiert, sinkt die Temperatur des Kältemittels. Es wird wieder flüssig, durch ein spezielles Ventil entspannt und der Vorgang kann von vorn beginnen.

Einsatzbereiche im Handel und im Gewerbe

Eine Kühlinsel kommt überall da zum Einsatz, wo gekühlte Waren ansprechend präsentiert werden müssen. Das kann zum Beispiel eine Kühltruhe in einem Kaffee oder das Warenregal in einem Supermarkt sein. Welche Geräte wann infrage kommen, hängt dabei neben den Anforderungen der Kunden vor allem vom Temperaturbereich der Waren ab. Während manche mit Minustemperaturen zu lagern sind (Tiefkühlung), kommen andere auch mit leichten Plusgraden aus (Normalkühlung).

Energieeffizienz einer Kühlinsel steigern

Der technische Prozess, der zum Kühlen der Möbel nötig ist, verbraucht viel Strom. Geht es darum den Verbrauch zu reduzieren, kommt es vor allem auf eine gute Wärmedämmung an. Denn diese sorgt dafür, dass weniger warme Luft in die Kühlinsel eintritt und die Leistung der Anlage sinkt. Neben einer Dämmung der nicht durchsichtigen Gehäuse funktioniert das zum Beispiel mit Glastüren oder Luftschleiern.

Glastüren verhindern den Eintritt warmer Luft

Glasschiebe- oder Schwenktüren sind die einfachste Möglichkeit, um den Energieverbrauch einer Kühlinsel zu reduzieren. Sie trennen die Waren sichtbar vom Verkaufsraum und mindern den Eintritt warmer Luft. Wie im eigenen Kühlschrank bleibt das Innere dabei länger kalt und die Kühlaggregate müssen weniger leisten.

Luftschleier senken den Verbrauch einer Kühlinsel

Etwas aufwendiger, dafür aber auch ansprechender, sind sogenannte Luftschleieranlagen. Diese bestehen aus Ventilatoren, die einen starken Luftstrahl von oben nach unten blasen. Wie ein Wasserfall trennt dieser die eingelagerten Waren vom Verkaufsraum und sorgt dafür, dass nur wenig Warmluft eintritt. Die Lösung ist komfortabel und effizient. So lassen sich die Lebenszykluskosten (Betriebskosten) moderner Kühlmöbel mit Luftschleier mit denen von Anlagen mit Türen vergleichen.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Eine Kühlinsel dient der Präsentation frischer Waren im Gastronomie- und Einzelhandelsbereich. Sie kann die Form einer Truhe, eines Schranks oder eines Regals haben und wirkt sich stark auf die Energiekosten aus. Sollen diese günstig ausfallen, lohnt es sich die Kühlmöbel mit einer Scheibe oder einem Luftschleier auszustatten.

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