Die KfW-Förderung der Heizung: Kriterien

Wer eine bestehende Heizungsanlage zum Energiesparen austauscht, kann Fördermittel von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragen. Diese sind jedoch immer auch an bestimmte Bedingungen geknüpft. Wir geben einen Überblick über die KfW-Förderung der Heizung und zeigen, welche Kriterien das sind. Außerdem geben wir Tipps, mit denen die Beantragung sicher funktioniert.

KfW-Förderung der Heizung: Kriterien für Haus und Eigentümer  

Geht es um eine energetische Sanierung, vergibt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (kurz: KfW) Fördermittel für viele Sanierungsmaßnahmen. Neben der Dämmung oder dem Austausch der Fenster gibt es dabei auch eine KfW-Förderung für die Optimierung der Heizungsanlage. Kriterien schränken den Kreis der Antragsberechtigten hier jedoch stark ein. Denn die Mittel, die die Förderbank über das KfW-Programm 430 oder das Programm 152 anbietet, gibt es nur für:

  • Eigentümer eines Ein- oder Zweifamilienhauses mit maximal zwei Wohneinheiten oder einer Wohnung
  • Ersterwerber eines sanierten Ein- oder Zweifamilienhauses oder einer sanierten Wohnung sind
  • Mitglieder einer Wohnungseigentümergemeinschaft aus Privatpersonen

Darüber hinaus darf der Bauantrag für das entsprechende Gebäude nicht nach dem 01. Februar 2002 gestellt worden sein. In Bezug auf die KfW-Förderung der Heizung trifft dieses Kriterium auch auf die Bauanzeige zu.

Größer ist der Kreis der Antragsberechtigten im Programm 167, dem Ergänzungskredit zu BAFA-Zuschüssen für erneuerbare Heizsysteme. Denn dieser erstreckt sich über alle, die:

  • eine Wohnimmobilie sanieren
  • Ersterwerber von saniertem Wohnraum sind
  • ein Wärmecontracting anbieten

Geht es um die KfW-Förderung der Heizung, gilt hier außerdem folgendes Kriterium: Als Einzelmaßnahme muss die Heizungsanlage die Förderbedingungen des BAFA erfüllen. Deshalb gibt es den Ergänzungskredit nur für:

  • Solarthermie-Anlagen
  • Biomasseanlagen (Pellets und Holzvergaser)
  • Wärmepumpen
  • Gas-Brennwertheizungen in Kombination mit Wärmeerzeugern auf Basis erneuerbarer Energien

KfW-Förderung der Heizung: Kriterien auf eine Checkliste schreiben
© nakedcm / Fotolia

Technische Voraussetzungen für Fördermittel der KfW  

Auch technische Kriterien sind bei der KfW-Förderung zu berücksichtigen. Dabei geht es in erster Linie um den Erstanschluss an das Nah- und Fernwärmenetz sowie um die Optimierung der Heizungsanlage. Diese sollen sicherstellen, dass die neuen Komponenten effizient und energiesparend arbeiten und keine Fördermittel verschwendet werden. 

Grundsätzlich gilt, dass immer ein hydraulischer Abgleich durchzuführen ist. Das gilt sowohl für den Erstanschluss an ein Nah- oder Fernwärmenetz als auch bei Maßnahmen wie dem Ersatz oder ersten Einbau einer Umwälzpumpe für die Heizung.

KfW-Förderung: Kriterien für die Optimierung der Heizungsanlage

Möchten Sie die Heizungsanlage optimieren und dies von der KfW fördern lassen, sind folgende Aspekte zu berücksichtigen: 

  • Die Heizung muss älter als zwei Jahre sein.
  • Es ist vorab eine Bestandsaufnahme durchzuführen (zum Beispiel nach DIN EN 15378).
  • Es muss ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden.
  • Es sollten alle Maßnahmen durchgeführt werden, die der Verbesserung der Energieeffizienz der gesamten Heizungssystems dienen (wie die Anpassung der Vorlauftemperatur).

Welche Optimierungsmaßnahmen sind von der KfW förderfähig?

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht, welche Maßnahmen überhaupt von der KfW gefördert werden:

  • Austausch der Heizungspumpe gegen eine Hocheffizienzpumpe
  • Einbau voreinstellbarer Thermostatventile
  • Ersatz oder Einbau von Pufferspeichern
  • Einbau von Flächenheizungen
  • Austausch von Heizkörpern gegen Niedertemperaturheizkörper und Heizleisten
  • Einbau und Austausch von Einzelraumtemperaturreglern sowie Komponenten zur Durchflussbegrenzung
  • Dämmung von Rohrleitungen
  • Einbau und Ersatz von Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sowie eines Nutzerinterface

Antragskriterien für Fördermittel der Förderbank    

Sind die technischen Kriterien für die KfW-Förderung der Heizung eingehalten, kommt es auf das richtige Antragsprozedere an. Hier gilt: Fördermittel der KfW sind immer vor dem Beginn einer Sanierung zu beantragen.

Während sich Hausbesitzer für Darlehen an die Hausbank wenden können, lassen sich Zuschussanträge einfach über das Online-Portal der Förderbank einreichen. Bei den Programmen 152 und 430 ist dazu die Bestätigung durch einen Energieberater nötig. Dieser prüft die Umsetzung auch dann, wenn die Sanierung abgeschlossen ist. Erst wenn der Experte seine Bestätigung gegeben hat, kann die KfW die Zuschüsse auszahlen. Wer sich für ein Darlehen der KfW entschieden hat, bekommt dann auch den Tilgungszuschuss gutgeschrieben.

Infografik zum Thema KfW-Fördermittel für Heizung beantragen
©heizung.de
Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz
Fazit von Alexander Rosenkranz
Geht es um die KfW-Förderung der Heizung, gibt es zahlreiche Kriterien. Diese sollen eine hohe Effizienz gewährleisten und die Fehlinvestition von Staatsmitteln vermeiden. Die Voraussetzungen betreffen dabei das Haus, den Eigentümer und die neue Heizungstechnik. Wer all diese einhalten kann, muss sich nur noch an das richtige Antragsprozedere halten. Dann steht den Fördermitteln nichts mehr im Wege.
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