Die Heizungspumpe treibt den Heizkreislauf an

Die Heizungspumpe ist ein zentraler Bestandteil in einem Heizsystem. Um zu funktionieren, benötigt sie elektrische Energie. Diese wandelt die Pumpe in mechanische Energie um. Diese mechanische Pumpleistung ermöglicht es, dass das Heizwasser durch den Heizkreislauf fließen kann. Damit ist ihre Funktion vergleichbar mit der des menschlichen Herzens. Ähnlich wie dieses ist die Heizungspumpe im Dauerbetrieb tätig, solange die Heizung selbst angestellt ist. Ist sie das nicht, muss natürlich auch kein Heizwasser zirkulieren, wodurch im Gegenzug kein Strom benötigt wird. Wie Heizungspumpe genau funktioniert und welche Arten dabei zu unterscheiden sind, erfahren Sie im nachstehenden Artikel.

Funktionsweise der Heizungspumpe

Das Heizwasser wird aus dem Kessel gepumpt, wo es zuvor erhitzt wurde. Dieses Wasser fließt dann in die Heizkörper, wodurch diese sich erwärmen und im Gegenzug auch einen ganzen Raum beheizen können. Hat das Heizwasser dadurch seine Temperatur verloren, fließt es schließlich wieder zurück in den Kessel, wo der gesamte Kreislauf erneut beginnt. Damit dieser Vorgang kontinuierlich funktioniert und das Wasser immer genau dorthin fließt, wo es gerade benötigt wird, muss eine Heizungspumpe eingesetzt werden. Im Übrigen wird die Heizungspumpe mitunter auch als Umwälzpumpe bezeichnet. 

Das Ziel ist die optimale Wassermenge

Entscheidend ist dabei, dass die Heizungspumpe nur so viel Wasser einpumpt, wie auch tatsächlich benötigt wird, um die gewünschte Wärme zu erreichen. Zu viel Wasser ist einerseits ineffizient und kann außerdem nicht adäquat von den Heizkörpern verarbeitet werden. Bei zu wenig Heizwasser bleiben diese entweder ganz kalt oder erreichen zumindest nicht die gewünschte Temperatur. Weiterhin ist ein entscheidendes Kriterium, dass die Pumpe ihre Arbeit so energieeffizient wie nur möglich ausführt. Deshalb gibt es am Markt mittlerweile verschiedene Modelle, welche die alten etablierten Klassiker ersetzen. dabei gilt die sogenannte Ökodesign Richtlinie, nach der seit 2013 keine technisch veralteten Modelle mehr verbaut werden dürfen. Dies gilt zunächst nur für neu verkaufte Pumpen. Das ändert sich 2020. Dann gelten diese Vorgaben auch für den Austausch von Pumpen in bestehenden Heizungsanlagen. Von dieser Regelung ausgenommen sind im Übrigen Trinkwasserzirkulationspumpen. Hintergrund dieser Richtlinie ist, dass veraltete Modelle nicht reguliert werden können. 

Abbildung einer Heizungspumpe
© megakunstfoto / Fotolia

Die wichtigen Leistungsdaten einer Heizungspumpe

Möchten Sie den Stromverbrauch sowie die Funktion der bestehenden Heizungspumpe besser einschätzen können oder eine neue Pumpe kaufen, sollten Sie auf ein paar Kennzahlen achten. Zu den wichtigen Kennzahlen zählen der Volumenstrom und die Leistungsaufnahme. 

  • Der Volumenstrom, oft auch als Durchfluss bezeichnet, steht nicht im direkten Zusammenhang zur eingespeisten Energie. Stattdessen bezeichnet diese Zahl, wie viel Wasser von der Pumpe gepumpt werden kann, wenn man ihr dafür einen abgesteckten Zeitrahmen zur Verfügung stellt. Oftmals wird als Einheit ein Liter pro Stunde gewählt. Liter bezeichnet in diesem Fall die Menge des gepumpten, durchgelaufenen Heizwassers.
  • Die Förderhöhe ist nicht, wie oft angenommen, die Höhe, bis zu welcher eine Heizungspumpe maximal pumpen kann. Stattdessen wird darunter die Druckleistung der Pumpe selbst verstanden. Gemessen wird dieser Wert dennoch in Metern. Als Kürzel wurde "H" dafür definiert. 

Die Leistungsaufnahme wird hingegen in Watt angegeben. Mit der Angabe dieser Kennzahl direkt auf der Heizungspumpe, können Sie auch feststellen, ob es sich um eine geregelte oder ungeregelte Pumpe handelt. Im letztgenannten Fall ist eine fixe Zahl verzeichnet, zum Beispiel P1: 70 W. Handelt es sich um eine modernere Variante mit Regelung finden Sie beispielsweise folgenden Hinweis: P1: 20 - 70 W. 

Weitere Informationen dazu finden Sie im Beitrag zur Pumpenkennlinie.

Die Grafik zeigt die Pumpenkennlinie und ihren möglichen Verlauf.
© heizung.de

Unterscheidungen der Heizungspumpen

Moderne Heizsysteme greifen in aller Regel immer auf die ebenso moderne geregelte Pumpe zurück. Diese ist selbstregulierend und arbeitet in einem vorher festgelegten Spektrum, welches durch die minimale und die maximale Leistung eingegrenzt wird. Wie viel dieser Leistung nun tatsächlich abgerufen wird, variiert nach der gewünschten Leistung und Wärme, die der Heizkörper erreichen soll. Dadurch passt sich diese Pumpe stets dem aktuellen Bedarf an, ohne zu viel Energie dafür zu verbrauchen. Die sogenannte Hocheffizienzpumpe ist eine Weiterentwicklung hiervon, wird in der Praxis bis dato aber seltener eingesetzt. Sie optimiert den ermittelten Bedarf und die in Folge ausgelöste Leistung.

Einstufige und mehrstufige Heizungspumpen sind ineffizient

Der Klassiker, mittlerweile aber eher ineffizient und veraltet, sind einstufige und mehrstufige Lösungen. Eine einstufige Pumpe arbeitet immer mit derselben Energie und Kraft, was denkbar ineffizient ist. Schließlich wird nicht immer im exakt gleichen Umfang und mit der identischen Intensität geheizt. Mehrstufige Pumpen greifen diese Schwachstelle zwar etwas auf, müssen aber immer manuell justiert werden. 

Das führt ebenfalls zu hohen Verlusten in der Effizienz, da die Einstellungen lediglich grob vorgenommen werden können. Ein Ersatz durch eine moderne Variante kann daher langfristig Energie sparen. Sollten Sie einen Pumpentausch noch nicht in Betracht ziehen, können Sie auch manuell für mehr Energieeffizienz sorgen. So sind ältere Modell meist ei oder zwei Stufen zu hoch eingestellt. Hier lohnt es sich diese herunter zu drehen. Zudem kann es sich auszahlen, für die Heizungsanlage einen hydraulischen Abgleich durchführen zu lassen. Er stellt sicher, dass die Heizwassermenge immer optimal ist. Vor allem wenn es kürzlich Umbaumaßnahmen gab oder sich der Heizbedarf anderweitig verändert hat, ist diese Maßnahme sinnvoll.

Übrigens: Es gibt auch Heizsysteme, die ohne eine solche Pumpe auskommt. Ausführliche Informationen dazu finden Sie im Beitrag "Schwerkraftheizung". 

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Die Heizungspumpe sorgt dafür, dass das Heizwasser gleichmäßig durch die Heizungsrohre und Heizköper fließt. Während ältere Modelle sehr starr arbeiten, werden in neuen Heizungsanlagen meist selbstregulierende Pumpen eingebaut. Das spart Energie und senkt zuletzt die Heizkosten. 

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