Die Energieeffizienz und ihre Bedeutung

Nicht nur in der Technikbranche, sondern auch in der Politik gilt der Begriff Energieeffizienz mittlerweile als Symbol für die Optimierung eines Vorhabens oder einer Sache im Bereich Energie. Was Energieeffizienz genau bedeutet, wie sie gemessen wird und warum sie so wichtig ist, erklärt der folgende Artikel.

Die Definition von Energieeffizienz

Die Energieeffizienz steht für das Maß an Energieaufwand, das nötig ist, um ein festgelegtes Ziel zu erreichen. Dabei bezieht sie sich in erster Linie auf die Energieverluste, die bei diesem Prozess immer auftreten. Die Energieeffizienz ist also umso höher, je geringer die Energieverluste sind.

Die quantitative Messung

Technisch gesehen lässt sich die Energieeffizienz quantifizieren. Am Beispiel einer Waschmaschine lässt sich die Energieeffizienz in Zahlen ausrechnen, indem man die Menge an eingesetzter Energiemenge mit der dabei entstandenen Energieverlustmenge vergleicht. Eine Waschmaschine ist dann energieeffizient, wenn sie während des gesamten Betriebs möglichst wenig Energie verliert.

Die qualitative Messung

In der Praxis lässt sich die Energieeffizienz aber nicht immer quantifizieren. Sie ist sozusagen nicht messbar. Wer etwa zum Einkaufen einen Panzer benutzt, agiert nicht gerade effizient, selbst wenn der Panzer technisch gesehen eine sehr hohe Energieeffizienz hat. In die qualitative Energieeffizienz fließen also noch der Nutzen und das subjektive Empfinden ein.

Schild mit der Aufschrift Energieeffizienz
© magele-picture / Fotolia

Das Ziel der Energieeffizienz

Etwas zu optimieren liegt tief im menschlichen Dasein. Indem unsere Vorfahren zunächst ihre Werkzeuge und dann ihre Jagdtechniken immer weiter verbesserten, trugen sie entscheidend zu unserem heutigen Verständnisdenken und unserem Handeln bei. In Zeiten stetig zunehmender Erderwärmung ist das Thema Energieeffizienz auch politisch geworden. Weltweit werden politische Maßnahmen ergriffen, um den Klimawandel zu verlangsamen. Auch in Deutschland steht das Thema Energieeffizienz ganz weit oben auf der Agenda. Die von der Bundesregierung vorgegebenen Ziele sind:

  • Senkung des Primärenergieverbrauchs bis 2020 um 20 % und bis 2050 um 50 %
  • Minimierung des Stromverbrauchs bis 2020 um 10 % und bis 2050 um 25 %
  • Verringerung des Heizenergieverbrauchs im Gebäudebereich bis 2020 um 20 %
  • Senkung des Primärenergieverbrauchs im Gebäudebereich bis 2050 um 80 %
  • Erreichen eines nahezu klimaneutralen Gebäudebestands
  • Verdopplung der energetischen Sanierungsrate im Gebäudebereich auf 2 % pro Jahr
  • Steigerung der Energieproduktivität um durchschnittlich 2,1 % pro Jahr bis 2050

Maßnahmen und Gesetze

Um diese oben genannten Ziele erreichen zu können, wurden zahlreiche Gesetze erlassen und Maßnahmen ergriffen. Zu den bekanntesten Gesetzen gehören die Energieeinsparverordnung (EnEV), die 1. Bundesimmissionsschutzverordnung (BlmSchV), das Erneuerbare-Energie-Wärmegesetz (EEWärmeG) sowie das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG).

Energieeffizienz von Elektrogeräten

Zu den bekanntesten Maßnahmen gehört das sogenannte EU-Energielabel, das Verbraucher gut an der Farbskala von grün bis rot erkennen können. Seit 1998 hat die Europäische Union Hersteller verpflichtet, ihre Elektrogeräte mit diesem Label zu versehen. Auch Heizungen müssen diese Kennzeichnung tragen, in dem Fall das ErP 2017. Das Ziel hierbei ist die Steigerung der Energieeffizienz. Die Verantwortlichen schreiben selbst, dass das Label nichts über den Energieverbrauch eines Gerätes aussagt. Vielmehr soll die Energieeffizienz einzelner Heizsysteme in den Vordergrund gerückt werden. Das Label ist vielmehr eine Zuordnung hinsichtlich der Energieeffizienz innerhalb einer bestimmten Gerätegrößengruppe. Als Maßstab wird ein Referenzgerät aus derselben Gruppe genommen. Der auf dem Label aufgedruckte Buchstabe D (bei manchen Geräten gibt es noch den Buchstaben G) steht für einen verhältnismäßig ineffizienten Betrieb. Geräte mit einer A oder A+++ sind hingegen effizienter.

Bild unseres Autoren Minh Duc Nguyen

Fazit von Minh Duc Nguyen

Die Nachfrage nach Energie steigt weltweit. Die Ressourcen sind aber nur begrenzt vorhanden. Werden weiterhin fossile Energieträger verbrannt, beschleunigt dies den Klimawandel. Im schlimmsten Fall kommt es zu Energieverteilungskonflikten. Es ist als höchste Zeit, die Menschen für das Thema Energieeffizienz zu sensibilisieren.

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