Die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen

Die Einspeisevergütung ist ein fixer Betrag, welcher für eigens erzeugten und später eingespeisten Strom in das Stromnetz ausgeschüttet wird. Sie wurde zum Jahrtausendwechsel ins Leben gerufen, um die Umstellung auf erneuerbare Energien zu fördern und zugleich Haushalte, die diesen Umstieg wagen, finanziell zu entlasten. Durch die Vergütung werden folglich direkte finanzielle Anreize für Besitzer solcher Anlagen mit erneuerbaren Energiequellen geschaffen.

Warum wurde die Einspeisevergütung ins Leben gerufen?

Deutschland ist keinesfalls das einzige Land, welches eingespeiste Energie mit einem finanziellen Gegenwert vergütet. De facto sind sogar ein Großteil der europäischen Staaten dieser Form der Finanzierung gegenüber aufgeschlossen oder haben sie bereits etabliert. Die Höhe wird aber natürlich weiterhin auf Ebene des Staates reguliert. Bewiesenermaßen gilt diese Vergütung für eingespeiste Energie als eines der wirksamsten Instrumente, um den Umstieg auf erneuerbare Energien zu fördern.

Das belegen auch wissenschaftliche Ergebnisse. Staaten, die vorwiegend auf eine Vergütung der eingespeisten Energie setzen, wie unter anderem Deutschland aber auch Spanien und Dänemark, erzielen exzellente Quoten beim Umstieg auf erneuerbare Energien. Für Investoren ist sie indes vor allem aufgrund der Langfristigkeit interessant, was Sicherheit gegenüber der getätigten Investition gibt.

Solaranlagen auf dem Dach - Einspeisevergütung

Ein großer Vorteil ist außerdem, dass durch diese Einspeisevergütung Energie- und Heizsysteme in den Markt integriert werden können, die andererseits allein aufgrund ihres Marktpreises nicht konkurrenzfähig wären. Die Einspeisevergütung ist degressiv aufgebaut. Das bedeutet, dass sich die Vergütungen für die eingespeiste Energie langsam reduzieren sollen, um am Ende der Laufzeit einen Status zu schaffen, bei dem diese Erzeugungsformen auch ohne staatliche Hilfe konkurrenzfähig sind und am Markt existieren können.

Hier kommt erneut der langfristig geplante Umstieg weg von Atomkraft und hin zu erneuerbaren Energiequellen ins Spiel. Weil auf Atomkraft, welche günstige Energie liefert, noch nicht völlig verzichtet werden kann, muss eine Alternative geschaffen werden, um die Umstellung Schritt für Schritt attraktiver zu gestalten. Genau hierzu dient unter anderem die Einspeisevergütung, aber auch separate Fördermittel für Anlagen, die mit erneuerbaren Energien arbeiten.

Regularien und Wirtschaftlichkeit prüfen

Die Einspeisevergütung steht im direkten Zusammenhang mit einer Photovoltaikanlage. Überschüssiger Strom aus dieser Anlage, der nicht zum Eigenverbrauch genutzt wird, kann folglich an das bundesweite Stromnetz abgegeben werden. Für die Vergütung existieren mehrere strikte Regularien, welche sich jährlich verändern und regelmäßig aktualisiert werden. So wird mittlerweile beispielsweise keine Eigenverbrauchsvergütung mehr ausgestellt, es sei denn die Anlage wurde zwischen dem 01.01.2009 und dem 31.03.2012 in Betrieb genommen – später installierte Anlagen müssen darauf verzichten.

Wer leistungsfähigere Anlagen nutzt, hat bestimmte Pflichten zu erfüllen

Zudem ist vom Gesetzgeber festgelegt, um welchen Satz sich die Vergütung monatlich und jährlich reduziert. Auch hinsichtlich der Anlagen selbst existieren Vorschriften, welche einzuhalten sind. Beispielsweise wird die klassische Einspeisevergütung nur für neu installierte Anlagen bis zu einer Nennleistung von 100 kWp ausgestellt. In den früheren Jahren der Vergütung bezifferte sich die Nennleistung auf bis zu maximal 10.000 kWp. Wer leistungsfähigere Anlagen nutzt, ist verpflichtet einen Direktvermarkter für die Vermarktung des Stromes und den damit verbundenen Eintritt in den Markt zu beauftragen.

Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Vor der Anschaffung einer Photovoltaikanlage ist es deshalb ratsam, sich wahlweise selber mit den aktuell geltenden Regularien des EEG zu beschäftigen oder einen Fachmann um Rat zu bitten. Die Sätze für die Einspeisevergütung sind weiterhin sowohl von der Nennleistung als auch der Platzierung der Anlage abhängig. Wer also genau wissen möchte, ab wann sich die neu angeschaffte Photovoltaikanlage amortisiert, kommt um eine exakte Kalkulation nicht herum. 

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