Der Klimawandel und der Einfluss der Heizung

Ob in der Schule, bei der Arbeit oder in den Medien: Das Thema Klimawandel und der damit verbundene Umweltschutz ist allzeit präsent. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, den Klimawandel zu verlangsamen und die Welt ein bisschen grüner zu machen – auch mit der eigenen Heizung zu Hause. Wie das funktioniert, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.

Was ist der Klimawandel?

Über den Klimawandel wurde schon seit Jahrzehnten gesprochen und diskutiert. Mittlerweile ist sich die Wissenschaft einig, dass sich die Erde seit Beginn der Industrialisierung ungewöhnlich schnell erwärmt hat. Um genauer zu sein, ist die Temperatur weltweit um 0,74 Grad Celsius gestiegen. Was beim ersten Lesen harmlos klingt, reicht in der Realität aus, um den Meeresspiegel merklich steigen zu lassen, das Polareis zum Schmelzen zu bringen und anhäufende Wetterextreme zu verursachen. Der Begriff Klimawandel selbst bezeichnet lediglich die Veränderung des Klimas auf der Erde – und das unabhängig davon, ob die Ursachen vom natürlichen Verlauf oder von Menschen beeinflusst wurden.

Ursachen des Klimawandels

Kritiker vertreten nach wie vor die Meinung, dass der Klimawandel die Folge eines natürlichen Wechsels von Eis- und Warmzeiten sei. In der gesellschaftlichen Wahrnehmung hat sich mittlerweile aber der Konsens durchgesetzt, dass man die Ursachen aus zwei Perspektiven betrachten muss.

Hackschnitzeln symbolisieren den Klimawandel und der Einfluss der Heizung.

Natürliche Einflüsse

Klimatische Änderungen auf der Erde hat es schon immer gegeben. Als eine der Hauptursachen gilt die Sonne mit ihrer Solarenergie, ohne die es auf der Erde kein Leben geben würde. Auch auf dem Planeten selbst gibt es aus wissenschaftlicher Sicht noch zwei weitere Hauptursachen für den Klimawandel: die Kontinentaldrift und der Vulkanismus. Alle drei Faktoren haben im Laufe der Jahrmillionen dazu beigetragen, dass die Erde so geworden ist, wie die meisten sie kennen – als einen lebendigen Ort.

Menschliche Einflüsse

Auch die Natur produziert Kohlenstoffdioxid (CO2), etwa bei der Verrottung von Biomasse oder durch natürliche Waldbrände. Die dadurch freigesetzte Menge wird aber größtenteils von Böden, Ozeanen und Biosphäre zeitweise gebunden, sodass sie nicht in die Atmosphäre gelangen kann. Und falls doch, bleibt sie dort gefangen und funktioniert wie eine Art Schutzschicht. Die von der Erdoberfläche reflektierten Sonnenstrahlen können nicht entweichen und die Erde wird dadurch wärmer. Bis zu einem gewissen Grad wirkt sich diese als Treibhauseffekt bekannte Entwicklung positiv auf das Erdklima aus.

Mit der Industrialisierung und den damit anhaltenden, verhältnismäßig hohen CO2-Ausstoß durch die Verbrennung von fossilen Energieträgern wie Öl und Erdgas wurde der Treibhauseffekt weiterverstärkt. Die Folge dieses von Menschen beschleunigten Klimawandels ist die Erderwärmung.

Das hilft gegen den Klimawandel

Nach Angaben des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sind 50 Prozent aller Autofahrten kürzer als sechs Kilometer. Mit dem Ausbau der Fußgänger- und Radwege und der damit verbundenen Reduzierung des Autoverkehrs lassen sich jährlich mehrere Millionen Tonnen CO2 einsparen. Ein großes Einsparpotenzial bietet auch der Flugverkehr. Die Ökobilanz eines Flugzeugs ist gegenüber der eines Reisebusses erschreckend schlecht. Vor allem Langstreckenflüge belasten die Umwelt ungemein und sollten daher möglichst vermieden werden. Ein weiterer Bereich mit überproportional großen Einsparmöglichkeiten ist der Wärmemarkt.

Richtig heizen

Der Wärmemarkt ist mit über 40 Prozent Anteil weltweit der größte Energieverbraucher, er liefert zugleich ein riesiges Einsparpotenzial. Wenn Verbraucher richtig heizen, sparen sie nicht nur Heizkosten, sondern schonen auch die Umwelt. Zum richtigen Heizen gehören unter anderem, dass nicht jedes Zimmer die gleichen Temperaturen benötigt und dass die Heizung immer auf Effizienz überprüft werden sollte. Eine alte Heizungsanlage verbraucht mehr Energie als nötig und sollte bei einer Modernisierung gegebenenfalls ausgetauscht werden. Zum richtigen Heizen gehört auch das richtige Lüften. Am effektivsten ist das Stoßlüften. Hierbei sollten die Fenster für einige Minuten komplett geöffnet werden.

Das passende Heizsystem

Vor allem Bestandsbauten werden noch mit einer alten und überdimensionierten Heizungsanlage geheizt. Das verursacht hohe Heizkosten und trägt indirekt auch zu einem höheren CO2-Ausstoß bei. Moderne Heizungssysteme sind an den Wärmebedarf des betreffenden Objekts angepasst und arbeiten daher sehr effizient. Außerdem bieten sie die Möglichkeit, umweltschonend zu heizen: etwa mit einer Holzheizung, die das nachwachsende Holz als Brennstoff nutzt und daher sehr ökologisch arbeitet. Umweltschonend heizen geht auch mit einer Solaranlage. Diese könnte in den sonnigen Sommermonaten den Strombedarf eines Hauses in der Regel komplett abdecken.

Konventioneller Strom wird meist von großen Kraftwerken erzeugt und verursacht nach wie vor sehr viel CO2. Das wiederum beschleunigt den Klimawandel. Wer sich ein Stück weit energieautark machen möchte, könnte es heute mit der Kraft-Wärme-Kopplung schaffen. Sie wird in Heizsystemen wie dem Blockheizkraftwerk oder der Brennstoffzellenheizung genutzt. Beide Heizungssysteme produzieren sowohl Wärme als auch Strom – und das mit einem sehr hohen Wirkungsgrad.

Minh Duc Nguyen

Fazit von Minh Duc Nguyen

Der Klimawandel schreitet immer weiter voran und wirkt sich negativ auf die Erde aus. Er lässt sich zwar nicht komplett aufhalten, so doch verlangsamen. Neben einem bewussten Umgang mit endlichen Ressourcen können vor allem moderne und effiziente Heizungssysteme einen großen Beitrag zur Verlangsamung des Klimawandels leisten. Schließlich ist der Wärmemarkt der größte Energieverbraucher. 

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