Der Brenner in der Heizung und seine Charakteristika

Ein Großteil der Heizungsanlagen funktioniert mit einer Verbrennung. Um thermische Energie für die Raumheizung und für die Warmwasserbereitung zu gewinnen, müssen dabei Gas oder Öl verbrannt werden. Elementar bei diesem Prozess ist der Brenner in einer Heizung. Doch wie funktioniert dieser? Welche Arten gibt es? Wie oft ist dieser zu warten oder gar auszutasuchen? Diese und weitere Fragen beantwortet ihnen der folgende Text.

Was kennzeichnet den Brenner in einer Heizung?

Der Brenner ist Herzstück einer jeden Heizungsanlage. Hier findet die Umwandlung von chemischer in thermischer Energie statt. Dabei ist der Brenner einer Heizung für gasförmige, flüssige oder feste Brennstoffe ausgelegt. Der entsprechende Brennstoff wird in einer kontinuierlichen Reaktion zusammen mit Luft, also unter Zuführung von Sauerstoff, verbrannt. Währenddessen entsteht Wärme, die nutzbar gemacht werden kann.

Die thermische Energie überträgt sich auf das im Heizkessel befindliche Wasser, welches wiederum von der Pumpe zur Heizung selbst transportiert wird. Befindet sich das heiße Wasser im Heizsystem, kann die Wärme über die Heizkörper an die Umgebungsluft abgegeben werden. Über eine Rücklaufleitung fließt das abgekühlte Heizwasser wieder zurück zum Heizkessel. Dort wird dieses durch den Verbrennungsprozess im Brenner wieder erwärmt und der Kreislauf beginnt von Neuem.

Brenner für die Heizung – verschiedene Arten

Mittelpunkt der Verbrennung im Brenner einer Heizung ist die Frage, wie sich Brennstoff und Sauerstoff vermischen. Dies passiert je nach Ausgangsstoff auf unterschiedlichen Wegen. Die Vermischung mit der Verbrennungsluftzufuhr ist demnach ausschlaggebend für die verschiedenen Arten der Brenner.

Das Bild symbolisiert den Prozess im Brenner einer Heizung.
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Brenner für die Heizung: Zerstäubung und Gebläse

Ein Heizöl-Brenner ist häufig mit einem Zerstäubungsbrenner ausgestattet. Dieser erzeugt eine Flamme, indem das Öl durch feine Drüsen gedrückt wird. Diesem feinen Nebel führt ein Gebläse Luft zu. Die Entzündung erfolgt in der Regel über einen elektrischen Lichtbogen. Bei einem Gasbrenner funktioniert dies ganz ähnlich. Hierbei ist jedoch die gute Durchmischung von Luft und Gas entscheidend. Ein Zerstäuben ist nicht notwendig. In beiden Fällen ist entscheidend, dass die Verbrennungsluft richtig dosiert ist. Denn dies entscheidet über eine saubere und effiziente Verbrennung. Die Luftzufuhr sollte so hoch sein, dass die Verbrennung vollständig erfolgt, um die Ruß- und Kohlenmonoxid-Bildung weitestgehend zu minimieren. Des Weiteren darf die Luftzufuhr nicht zu hoch sein. Das reduziert Abgasverluste.

Die Sauerstoffzufuhr bestimmt im Übrigen auch die Bildung von Stickoxiden. Für eine richtige Einstellung bietet sich eine technische Lösung an: der Einbau einer Lambdasonde, welche den Restsauerstoff in den Abgasen feststellt. Aufgrund dieser Werte kann die entsprechende Regelung erfolgen.

Atmosphärische und Verdampfungsbrenner

Es gibt aber auch sogenannte atmosphärische Brenner für die Heizung, die ohne Gebläse funktionieren. Die Luftzufuhr erfolgt über den Schornstein oder Kaminzug. Diese Art ist simpel einzubauen, hat aber den Nachteil, dass die Luftmenge nicht gleichbleibend zugeführt wird. Das kann zum einen zu hohen Abgasverlusten führen und zum anderen zu einer unvollständigen Verbrennung. In der Regel kommt der atmosphärische Brenner in einer Heizung mit kleiner Leistung zum Einsatz.

Für Ölbrenner gilt dabei, dass das Heizöl in einer Schale unter Einwirkung der Wärme durch die Flamme verdampft. Hierbei sprechen Experten von sogenannten Verdampfungsbrennern. Das heißt, flüssige Brennstoffe müssen zunächst verdampft werden bevor es zum Verbrennungsprozess kommt.

Ihr Brenner der Heizung ist defekt?

Ob der Brenner einer Heizung optimal funktioniert oder gar defekt ist, kann unter anderem ein Experte bei einer regelmäßigen Wartung der Heizungsanlage sowie bei einem Heizungs-Check feststellen. Der Austausch eines Brenners sollte jedoch nur durch einen fachkundigen Experten erfolgen. Ein neues Modell kann die Bildung von Ruß, Kohlenmonoxid sowie von Stickoxiden erheblich reduzieren. Dabei sei jedoch darauf hinzuweisen, dass eine höhere Energieeffizienz dadurch nur bedingt möglich ist. Dafür empfiehlt sich hingegen nur der Wechsel des Heizkessels.

heizung.de Redakteurin Jeannette Kunde

Fazit von Jeannette Kunde

Der Brenner einer Heizung für Öl oder Gas ist Herzstück der Anlage. Achten Sie auf eine regelmäßige Wartung. Vor allem in Bezug auf die möglichen Schadstoffmengen sollte dieses Bauteil optimal eingestellt sein. Moderne Brennwertkessel sind häufig mit einem modulierenden Brenner ausgerüstet. Diese laufen bei Bedarf auch mit reduzierter Leistung. Dabei sind die Abgastemperaturen geringer. Die dadurch erhöhte Energieeffizienz ist jedoch nur in Kombination mit der Brennwerttechnik möglich.

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