Manometer der Heizung: So nutzen Sie es

Mit dem Manometer beurteilen Experten den Zustand einer Heizungsanlage. Denn es zeigt den aktuellen Systemdruck an und lässt Probleme auf den ersten Blick erkennen. Diese treten ein, wenn der Wert am Heizungsmanometer häuslicher Anlagen unter einem oder weit über zwei bar steht. Doch wie funktioniert das Heizungsmanometer und wie lesen Sie es richtig ab? Antworten auf diese Fragen geben wir in den folgenden Abschnitten.

Funktionsweise: Was macht ein Manometer?

Das Manometer ist eine Messeinrichtung, mit der sich der Druck von flüssigen oder gasförmigen Medien erfassen lässt. Es befindet sich meist in der Nähe des Wärmeerzeugers und informiert dort über den Wasserdruck im Heizungsnetz.

Rohrfeder überträgt Druckwert auf die Skala

Das Heizungsmanometer ist direkt mit dem Rohrnetz verbunden, sodass der darin befindliche Druck auf das Instrument übergeht. Eine Rohrfeder nimmt diesen auf und dehnt sich dadurch aus. Sie beginnt, sich abzuwickeln und führt so zu einer Längenänderung. Eine mit der Feder verbundene Mechanik nimmt diese Bewegung auf und überträgt sie auf den Zeiger, mit dem Sie den aktuellen Wert an einer linearen Skala ablesen.

Bei der Auswahl den Einsatzbereich beachten

Genau wie die Rohrfeder ist auch das Ziffernblatt analoger Manometer für einen bestimmten Einsatzbereich ausgelegt. Wer ein neues Instrument kauft, muss das beachten. Andernfalls zeigt es die korrekten Werte nicht an oder geht beim ersten Einsatz kaputt.

Abbildung eines Manometers
© panthermedia.net / Gudella

Mit dem Heizungsmanometer Fehler erkennen

Viele Heizungsmanometer haben einen verstellbaren Zeiger, mit dem sich der optimale Druck markieren lässt. Ein grüner Bereich zeigt darüber hinaus, welche Werte für die jeweilige Anlage normal sind. Verlässt der schwarze Zeiger diesen Bereich nach oben oder unten, liegt meist ein Problem vor. So deutet ein zu niedriger Wert daraufhin, dass die Anlage zu wenig Druck hat und Experten Heizungswasser nachfüllen müssen. Hilft das nicht, kann auch eine Undichtigkeit vorliegen, durch die ständig etwas Heizungswasser verloren geht.

Schwankende Anzeige deutet auf Heizungsfehler

Zeigt das Manometer der Heizung häufig unterschiedliche Werte, liegt vermutlich ein Fehler vor. Es kann beispielsweise das Ausdehnungsgefäß defekt sein. Dadurch findet kein Druckausgleich statt und der Druck steigt mit zunehmender Vorlauftemperatur teilweise so stark, dass das Sicherheitsventil auslöst. Sinkt die Temperatur, fällt auch der Systemdruck wieder ab. Da sich nun weniger Wasser in der Anlage befindet, liegt er meist unter dem markierten Normalbereich.

Fachhandwerker beheben den Fehler vor Ort

Rufen Sie einen Fachhandwerker, wenn die Anzeige am Manometer schwankt oder deutlich weniger als ein bar anzeigt. Der Experte nimmt die Anlage dann genau unter die Lupe und stellt fest, ob eine falsche Einstellung oder ein Defekt vorliegt. Er repariert die Heizung, füllt Wasser nach und prüft im Anschluss, ob alles wieder ordnungsgemäß funktioniert.

Defektes Manometer erkennen und austauschen 

Lag kurzzeitig ein sehr hoher Systemdruck vor, kann das Manometer an der Heizung defekt sein. Denn dabei stößt der Zeiger an die Begrenzung und verbiegt sich. Möglich ist auch, dass die Mechanik Schäden von einer solchen Druckspitze davonträgt und bricht oder sich verbiegt. In all diesen Fällen zeigt das Bauteil falsche Werte und Heizungsbauer müssen das Instrument austauschen. Dazu schalten sie die Heizung aus und lassen das Wasser aus dem entsprechenden Teil der Anlage ab. Sie demontieren das alte Heizungsmanometer, schrauben das neue auf, füllen Wasser nach und nehmen alles wieder in Betrieb.

Gibt es Alternativen zum analogen Heizungsmanometer?

Neben dem analogen Manometer gibt es auch digitale Druckmessgeräte. Diese ermöglichen es teilweise, Messwerte an Monitoring-Portale zu senden. Sie sind allerdings deutlich kostenintensiver. Während ein einfaches, robustes und analoges Bauteil etwa fünf bis zehn Euro kostet, schlagen digitale Geräte mit Ausgaben von über 100 Euro zu Buche.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz
Fazit von Alexander Rosenkranz
Das Manometer der Heizung ist ein Druckmessinstrument. Es erfasst den Systemdruck der Heizungsanlage, hilft beim Befüllen und dabei, Fehler in der Anlage rechtzeitig zu erkennen. Diese treten beispielsweise ein, wenn der Zeiger schwankt, zu hoch oder zu niedrig ist.
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