Das Manometer als Bestandteil eines Heizsystems

Manometer ist der Fachbegriff für ein Druckmessgerät. Dieses wiederum kann die physikalische Druckeinwirkung von einem festgelegten Medium erfassen. Darunter unter anderem verschiedene Flüssigkeiten und Gase. Im Regelfall misst dieses den Relativdruck. Ein Beispiel ist das Manometer der Heizung, das unter anderem in der Fehlerdiagnostik genutzt wird. Und das nicht nur vom ausgewiesenen Fachmann.

Arten und Untergliederung der Manometer

Je nachdem, welches Messverfahren vom jeweiligen Manometer genutzt wird, wird dieses wahlweise in ein unmittelbares oder mittelbares Manometer untergliedert. Unmittelbare Modelle basieren direkt auf der Definition einer eindeutigen physikalischen Größe, während mittelbare Modelle den gemessenen Druck aus verschiedenen physikalischen Effekten ableiten. Möchte man die Manometer der Heizung noch weiter unterteilen, ist das ebenfalls möglich. Messtechnisch lässt sich unter anderem eine Gliederung nach Anwendungsbereichen, nach Druckbereichen und nach Genauigkeit als Gebrauchs- oder Feinmessmanometer vornehmen. Ergänzt wird diese nach dem Verfahren, welches vom Messgerät genutzt wird. Hier ist eine Unterteilung in mechanische, elektrische oder mechatronische Geräte möglich.

Insgesamt lassen sich Dutzende Modelle ausfindig machen

Weiterhin existieren in den einzelnen Kategorien und Unterteilungen zahlreiche verschiedene Modelle, die wie das McLeod-Manometer nach ihrem Erfinder oder wie die Ringwaage nach ihrem Prinzip benannt sind. Insgesamt lassen sich in diesem Bereich Dutzende verschiedener Modelle ausfindig machen, welche für eine Messung des Drucks in der Heizung aber keinesfalls allesamt geeignet sind. In diesem Bereich kommen vor allem Messgeräte mit einem federelastischen Messglied zum Einsatz. Diese sind in rundlicher Form gehalten und übermitteln eine analoge Messung und Anzeige. Sie können auch von einem Laien abgelesen werden und liefern ihre Informationen in Echtzeit.

Abbildung eines Manometers
© panthermedia.net / Gudella

Das Manometer der Heizung im Überblick

Das in einem Heizsystem eingesetzte und über einen Flansch mit dem System verbundene Messgerät besitzt in der Regel zwei Federn zur Anzeige - jeweils in Schwarz und in Rot. Üblicherweise ist der rote Zeiger statisch, er verändert sich also nicht, egal ob die Heizung im Betrieb oder ausgeschaltet ist. Er gibt die maximale Obergrenze an und soll damit quasi als Warnsignal wirken, wenn der tatsächliche Druck diese maximale Grenze überschritten hat. Nicht statisch ist der schwarze (manchmal auch grüne) Federzeiger, denn mit diesem zeigt das Manometer den aktuellen Druck der Heizung an. 

In der Fehlerdiagnostik spielt das Manometer eine wichtige Rolle

Der aktuelle Stand sollte sich folglich immer vor dem roten Zeiger befinden, da dieser die Obergrenze des Drucks angibt. Dieser schwarze bzw. grüne Zeiger ermittelt in der Regel den Druck vom Wasser und nicht von der Luft. 

In der Fehlerdiagnostik spielt das Manometer der Heizung eine wichtige Rolle. So lassen sich die aktuellen Druckzustände sehr genau ablesen. Wird also zu wenig Wasser eingefüllt, weil in den Heizkörpern beispielsweise zu viel Luft ist, kann dies durch das Druckmessgerät identifiziert werden. Dann wird es Zeit zum Heizkörper entlüften, damit diese danach wieder optimal arbeiten können. Der Umstand, dass zu viel Wasser eingeführt wird, ist eher selten. Das deutet dann auf einen eindeutigen Fehler hin, welcher üblicherweise durch den Installateur behoben werden muss. Mitunter schließt ein Ventil nicht mehr richtig oder das Heizsystem ist schlicht nicht optimal eingestellt. Das Manometer der Heizung selber ist immer direkt an der Anlage verbaut, da es hier auch den Druck messen muss.

Heizung.de Autor Philipp Hermann
Fazit von Philipp Hermann
Der Druck vom Heizwasser sollte in jedem Falle stimmen. Das sorgt für den reibungslosen Ablauf in der Heizungsanlage. Deshalb ist das Manometer unverzichtbar. Vor allem wenn Sie die Heizung einmal selbst entlüften, sollten Sie unbedingt einen Blick auf das Manometer werfen, um sicher zu gehen, dass es nicht zu einem gravierenden Druckabfall gekommen ist. Ansonsten prüft auch immer der Installateur bei der Wartung, ob diesbezüglich alles stimmt. 
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