Bundesförderung für effiziente Gebäude ab 2020 

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) verspricht bessere Förderbedingungen, wenn es um die energetische Sanierung geht. Mit dem Programm, das bisherige KfW- und BAFA-Mittel vereint, soll es ab 2020 höhere Fördermittel geben. Der Empfängerkreis wird ausgeweitet und das Beantragen der Fördergelder wesentlich vereinfacht. Worum es bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) im Detail geht und was sich für Hausbesitzer ab 2020 ändert, erklären wir in den folgenden Abschnitten.

Inhalte der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) 

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude verspricht attraktivere Förderbedingungen und -konditionen. Denn sie verbindet die aktuell verfügbaren Angebote der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in einem Programm. Hausbesitzer finden dabei in Zukunft einfacher die passenden Mittel für ihr Vorhaben. Sie profitieren von einem einheitlichen Antragsverfahren und bekommen höhere Zuschüsse.

Höhere Fördermittel für die energetische Sanierung 

Das im Klimapaket beschlossene Förderprogramm soll den Zugang zu Fördermitteln stark vereinfachen. Es soll aber auch mit mehr Mitteln ausgestattet sein. So steigt die Zuschussrate für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus ab 2020 voraussichtlich um durchschnittlich zehn Prozent. Das Gleiche trifft auch auf Einzelmaßnahmen zur Sanierung zu: Wer zum Beispiel eine Dachdämmung anbringt, neue Fenster einbaut oder einen Heizungstausch durchführt, bekommt ebenfalls mindestens zehn Prozent mehr vom Staat. Geht es um den Austausch einer alten Ölheizung, verspricht die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sogar noch bessere Konditionen. Denn in diesem Fall bekommen Hausbesitzer eine Austauschprämie in Höhe von 40 Prozent. Voraussetzung soll der Einbau einer Umweltheizung (zum Beispiel Wärmepumpe oder Holzheizung) oder einer gasbasierten Hybridheizung sein.

Bundesförderung effiziente Gebäude für mehr Klimaschutz im Gebäudebereich
© Jenny Sturm – stock.adobe.com

Bundesförderung für effiziente Gebäude: Zuschüsse und Kredite

Wer heute eine Außendämmung anbringt oder Einzelmaßnahmen zur energetischen Sanierung durchführt, kann zwischen Zuschüssen aus dem KfW-Programm 430 und Darlehen aus dem KfW-Programm 152 wählen. Mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude soll diese Wahlfreiheit in Zukunft ausgeweitet werden. So plant die Regierung, in allen Förderbereichen Darlehen und Kredite anzubieten. Geht es um den Einbau einer Heizung auf Basis erneuerbarer Energien, funktioniert das heute nur durch die Kombination der BAFA-Förderung mit dem KfW-Programm 167.

Größerer Empfängerkreis für Fördermittel zur Sanierung

Ein wichtiger Punkt in der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude ist auch die Ausweitung des Empfängerkreises. Das heißt, dass in Zukunft mehr Menschen die Mittel beantragen dürfen. Darunter zum Beispiel steuerbefreite Wohnungsgenossenschaften, Wohnungsunternehmen mit hohen Verlustvorträgen, Personen ohne oder mit geringer veranlagter Steuerschuld, Vermieter oder Eigentümer eigenbetrieblich genutzter Gebäude.

Steuerliche Förderung als Alternative zur Bundesförderung (BEG)

Heute können Besitzer privat genutzter Wohnhäuser bereits Handwerkerkosten von der Steuer absetzen. Analog zu diesem Modell plant die Bundesregierung in Zukunft auch steuerliche Vergünstigungen für Maßnahmen zur energetischen Sanierung. Wer sein Haus dämmt oder die Anlagentechnik optimiert, kann dann 20 Prozent der anfallenden Gesamtkosten (Material und Lohn) über drei Jahre von der Steuer absetzen. Das neue Programm soll alternativ zur Bundesförderung für effiziente Gebäude eingeführt werden und dafür sorgen, dass Gebäudebesitzer aller Einkommensklassen gleichermaßen von der Förderung profitieren.

Die Förderung soll zum Erreichen der Klimaziele beitragen

Ziel der BEG-Förderung ist es, neue Anreize für energetische Sanierungsvorhaben zu schaffen. Denn nur so lassen sich der Energieverbrauch und der damit verbundene CO2-Ausstoß senken. Insgesamt ist dieser bis zum Jahr 2030 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren – so sieht es das mit der EU vereinbarte Klimaziel vor. Verfehlt Deutschland dieses Ziel, drohen hohe Strafzahlungen. Die geringe Sanierungsrate und das hohe Alter vieler Heizungen sind Zeichen dafür, dass im Gebäudebereich hohe Einsparpotenziale schlummern.

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude kommt 2020 

Die Umsetzung der neuen Förderkulisse ist für das Jahr 2020 geplant. Ob Hausbesitzer die Mittel dann tatsächlich beantragen können, ist aktuell jedoch noch unklar. Denn zuvor muss die Regierung die Finanzierung sicherstellen. Die Gelder sind in den Staatshaushalt einzuplanen und die Architektur der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude muss geschaffen werden.         

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz
Fazit von Alexander Rosenkranz
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude ist ein umfassendes Förderprogramm für Maßnahmen zur energetischen Sanierung. Es wurde als Bestandteil des Klimapakets beschlossen und soll 2020 in der Praxis ankommen. Die BEG-Förderung fasst dann relevante Förderangebote von KfW und BAFA in einem Programm zusammen. Die Beantragung wird vereinfacht und Hausbesitzer sollen von attraktiveren Konditionen profitieren.
Beratung durch Ihren Heizungsinstallateur vor Ort

Sie benötigen eine individuelle Beratung oder ein Angebot für Ihre neue Heizung?

news-icon
Neueste Artikel
Artikelbewertung