Badheizkörper: Große Auswahl und doch oft unterschätzt

Badheizkörper müssen einige Anforderungen erfüllen: So sollten sie idealerweise so konstruiert sein, dass sie sich auch als Handtuchhalter eignen. Zugleich dürfen sie nicht zu viel Platz wegnehmen. Außerdem müssen sie schnell und zuverlässig für Wärme sorgen. Moderne Varianten haben sogar das Potential, das Badezimmer optisch aufzuwerten, indem sie einen Blickfang zu schaffen oder gar nicht auffallen und in den Hintergrund treten.

Anforderungen an die Badheizkörper

Einige Kriterien sind für die Badheizkörper stets entscheidend: So sollen sie einerseits ästhetisch ansprechend sein und andererseits alle notwendigen Standards hinsichtlich Qualität und Sicherheit erfüllen. Vor allem das Thema Spritzwasserschutz spielt hier eine wichtige Rolle. Schließlich kommen die Heizkörper selber im Bad häufiger in Kontakt mit Flüssigkeit oder zumindest einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit, beispielsweise direkt nach dem Duschen oder einem heißen Bad. 

Derartige äußere Einflüsse müssen die Heizkörper ebenso anstandslos wegstecken können, wie auch mitunter etwas kühlere Temperaturen. Das Badezimmer wird in aller Regel auf einer niedrigeren Temperatur gehalten, als das mitunter im Wohn- oder Kinderzimmer der Fall ist. Zudem wird nach dem Baden und Duschen gelüftet, wodurch ein Temperatursturz entsteht. Derartige Schwankungen und "Strapazen" sollten qualitativ hochwertige Badheizkörper ohne Verschleiß kompensieren können. 

Badheizkörper an der Badezimmer-Wand
© myper / Fotolia

Badheizkörper unterschieden nach Anschluss und Material

Geht es um die Feuchtigkeit und die Temperaturschwankungen, ist dies vor allem ein Thema für die Wahl des richtigen Materials. Doch nicht nur das ist wichtig. Daneben ist auf die verschiedenen Anschlüsse der Badheizkörper hinzuweisen. denn nicht selten ist das Badezimmer verwinkelt gebaut beziehungsweise eingerichtet. 

Unterscheidung der Badheizkörper nach Mittel- und Seitenanschluss

Mit Hinblick auf den technischen Anschluss besteht die Wahl zwischen einem Mittel- oder einem Seitenanschluss. Der Fachmann kann hier am ehesten weiterhelfen. Denn die Art des Anschlusses bestimmt, wie sich die Badheizkörper später im Badezimmer positionieren lassen. Bei nachträglichen Renovierungen sind die bereits existenten Leitungen ein weiterer Aspekt, den es bei der Wahl des Anschlusses zu berücksichtigen gilt. 

Tendenziell entscheiden sich viele Bewohner, wenn sie die Wahl haben, für einen Mittelanschluss. Denn dieser sorgt für eine leicht versteckte Optik, wodurch die Heizkörper selbst ästhetischer wirken. Wie bereits erwähnt, ist es vor der Entscheidung aber unbedingt notwendig zu ermitteln, ob überhaupt beide Anschlussarten im Badezimmer kompatibel mit den Leitungen und dem Raumschnitt sind.

Unterscheidung der Badheizkörper nach verwendetem Material

Die nächste Unterscheidung beläuft sich auf das genutzte Material. Hersteller vertrauen im Badezimmer auf wasserabweisende Materialien. Denen können auch eine höhere Luftfeuchtigkeit oder ein plötzlicher Temperatursturz nichts anhaben. Sehr modern sind beispielsweise Heizkörper im Bad aus Chrom oder aus rostfreiem Edelstahl. Diese wirken durch ihre schimmernde Optik ausgesprochen elegant, passen zu klassisch weißen oder metallisch eingerichteten Badezimmern. Sie harmonieren dank der seichten Spiegelung außerdem gut mit den Fliesen. Üblicherweise sind alle Materialien verfügbar, unabhängig davon, ob ein Seiten- oder Mittelanschluss gewählt wird.

Es ist jedoch ratsam, dies mit dem Fachmann im Vorfeld abzusprechen. Selbst elegant aussehende Heizsysteme wirken besser, wenn viele Heizrohre eher versteckt werden, so wie es beim Mittelanschluss geschieht.

Darum sind die Badheizkörper notwendig

Neben dem prominenten Grund für mehr Komfort, haben auch bauliche Aspekte einen großen Anteil an der Entscheidung. Selbst wenn Sie sich in Badezimmern natürlich weniger häufig und immer kürzer als in einem Wohnzimmer aufhalten, gilt es auch hier, unterkühlte Räume zu verhindern. Wird ein Bad nicht geheizt, kann das zu Lasten der Bausubstanz gehen. Denn Feuchtigkeit und große Temperaturschwankungen können im schlimmsten Falle zu Schimmel führen. An dieser ist darauf zu verweisen, dass ein Badheizkörper dabei helfen kann, dies zu verhindert. Das kann aber nur in Zusammenarbeit mit regelmäßiger Lüftung funktionieren. Wie im gesamten Haus, ist dabei das Stoßlüften zu empfehlen. 

Im Übrigen eignen sich im Badezimmer sehr gut auch elektrische Heizungen mit Infrarot, die im Spiegel oder als Infrarot-Heizplatte eingebracht werden können. Sie haben den Vorteil mit Strahlungswärme zu arbeiten. Diese wird als sehr angenehm empfunden, da nicht, wie bei üblichen Heizkörpern die Umgebungsluft erwärmt wird, sondern die Objekte in unmittelbarer Nähe. Das verhindert die Aufwirbelung von Staub. Zudem geben die Objekte selbst nach Abschalten der Heizung noch Wärme ab. Ausführlich informiert darüber der Artikel "Infrarotheizung im Bad"

Eine Fußbodenheizung im Bad 

Eine Alternative zum klassischen Badheizkörper ist die elektrische Fußbodenheizung oder die Warmwasser-Variante unter den Fliesen. Sie kann ergänzt werden durch einen Handtuchheizkörper

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Badheizkörper müssen besonderen Anforderungen standhalten - vor allem der hohen Feuchtigkeit und den permanenten Temperaturschwankungen. Dabei müssen schnell für viel Wärme sorgen und das nur wenige Minuten am Tag, in der Regel. aber auch aus baulicher Sicht eignen sich die meisten Klassiker der Heizkörper nicht. Umso wichtiger ist es, den passenden Badheizkörper zu finden und dementsprechend zu planen. 

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