Aluminiumheizkörper: Vorteile und Nachteile 

Aluminiumheizkörper stellen eine Alternative zu Flachheizkörpern aus Stahlblech dar. Durch die Eigenschaften des Materials sind sie sehr leicht und reagieren schnell. Jedoch bleiben auch bei einem Aluheizkörper Nachteile nicht aus. Wir geben einen Überblick über die Eigenschaften sowie die Vor- und Nachteile der speziellen Heizkörpervariante und informieren über typische Preise. 

Aufbau und Eigenschaften der Aluminiumheizkörper  

Aluminiumheizkörper sind flache Wärmekörper zur Montage an Wand- oder Standkonsolen. Sie ähneln den bekannten Flachheizkörpern, unterscheiden sich im Aufbau aber grundlegend. Denn während Plattenheizkörper aus einer oder mehreren Heizplatten mit dazwischenliegenden Konvektionsblechen bestehen, haben Aluminiumheizkörper einen Rippenaufbau. Dabei entstehen mehrere Kanäle, die Raumluft durch den Heizkörper strömen lassen. Eine Alternative sind Röhrenheizkörper aus Aluminium.

Wärmestrahlung und Konvektion meist ausgeglichen  

Die Heizkörper geben Wärme in Form von Strahlung und Konvektion ab. Während die thermische Energie in Form von Strahlung direkt auf der menschlichen Haut wirkt, geht sie bei der Konvektion auf die Raumluft über. Die Anteile beider Wärmeübertragungsformen hängen letztlich von der Heizkörperkonstruktion ab.

Variable Größe: Heizflächen sind modular erweiterbar

Bestehen die Aluminiumheizkörper aus einzelnen Gliedern, lassen sich diese oft modular zusammensetzen. Auf diese Weise entstehen Heizflächen, die optimal zum Wärmebedarf eines Raumes und den architektonischen Voraussetzungen in diesem passen.

Aluminiumheizkörper leiten die Wärme gut an den Raum

Aluminium ist ein sehr guter Wärmeleiter. Im Heizbetrieb führt das dazu, dass die Wärme des Heizungswassers sehr schnell an den Raum übergeht. Schaltet sich die Heizung ab, halten Aluheizkörper die Energie allerdings auch nicht lange vor. Sie kühlen schnell aus und geben dann keine Wärme mehr ab.

Geringer Wasserinhalt und leichtgewichtiger Aufbau

Vor allem in großen Dimensionen können Stahlheizkörper durch den vergleichsweise hohen Wasserinhalt echte Schwergewichte sein. Aluminium ist grundsätzlich ein leichtes Material. Da die Heizkörper einen geringen Wasserinhalt haben, kommt dabei auch im Heizbetrieb keine große Masse hinzu.

Aluminiumheizkörper an einer Wand
© Koldunov_Alexey / Shutterstock.com

Aluheizkörper: Vorteile und Nachteile im Vergleich  

Aus den Eigenschaften der Aluminiumheizkörper ergeben sich zahlreiche Vorteile. Aber auch Nachteile bleiben hier nicht aus. Im Folgenden geben wir einen Überblick.

Vorteile von Aluminiumheizkörpern

Die Heizkörper sind echte Leichtgewichte, die sich auch an statisch weniger belastbaren Bauteilen montieren lassen. Möglich ist das unter anderem durch den geringen Wasserinhalt. Dieser führt zusammen mit den guten Wärmeübertragungseigenschaften auch dazu, dass die Heizkörper sehr schnell auf Änderungen am Thermostat reagieren. Sie kommen außerdem mit vergleichsweise geringen Vorlauftemperaturen aus und eignen sich so für eine Gasbrennwertheizung, eine Wärmepumpe oder eine Solar-Heizung. Denn all diese Systeme arbeiten erst bei geringen Heizungswasser-Temperaturen richtig effizient. Darüber hinaus ergeben sich weitere Vorteile der Aluminiumheizkörper aus den speziellen Eigenschaften des Materials. Denn das ist antistatisch. Ein Vorteil, den vor allem Hausstaub-Allergiker zu schätzen wissen.

Die folgende Liste zeigt die Vorteile im Überblick:

  • leichte Heizkörper, die schnell auf geänderte Wärmeanforderungen reagieren
  • hohe Wärmeleitfähigkeit sorgt für eine gute Wärmeübertragung
  • niedrige Vorlauftemperaturen kommen Brennwert- und Umweltheizungen zugute
  • Aluheizkörper sind antistatisch, staubabweisend und leicht zu reinigen
  • Heizflächen lassen sich flexibel an die Raumanforderungen anpassen
  • Aluminium ist fast zu 100 Prozent recycelbar 

Nachteile von Aluminiumheizkörpern

Die besonderen Eigenschaften der Aluminiumheizkörper sind jedoch auch mit Nachteilen verbunden. Ein Beispiel dafür ist der höhere Längenausdehnungskoeffizient. So dehnen sich Aluheizkörper bei steigenden Temperaturen stärker aus, als Vertreter aus Stahlblech. Das sorgt für Spannungen im Material und kann Verbindungsnähte und Aufhängungen über die Jahre stark beanspruchen. Darüber hinaus sind knackende Geräusche beim Aufheizen und Abkühlen der Aluminiumheizkörper möglich. Ein weiterer Nachteil betrifft den Rohstoff selbst. Denn Aluminium ist nur unter sehr hohem Energieaufwand herstellbar. ABER: Das Material lässt sich fast zu 100 Prozent recyceln. Der dazu nötige Energieaufwand liegt dann nur noch bei einem Bruchteil.

Die folgende Liste zeigt Nachteile im Überblick:

  • Längenausdehnung beim Erwärmen führen zu Spannungen im Material
  • knackende Geräusche beim Aufheizen und Abkühlen sind möglich
  • Aluminium ist energieaufwendig herstellbar (Ausnahme: Recycling der Aluminiumheizkörper)
  • durch den Materialmix in Heizungsanlagen können sich Gase bilden, die die Wasserzirkulation durch Aluheizkörper stören; unter Umständen sind spezielle Zusätze im Heizungswasser erforderlich

Übliche Kosten für Aluminiumheizkörper im Überblick  

Wie viel Aluminiumheizkörper kosten, hängt von dem Design und der Größe der Heizflächen ab. Da der Markt heute eine große Vielfalt bietet, sind pauschale Aussagen diesbezüglich kaum möglich. In der Regel sind die Heizkörper zu Preisen von 100 bis 300 Euro erhältlich. Eine genaue Auskunft bekommen Hausbesitzer hier von einem Heizungsbauer oder aus dem Fachhandel. Wichtig: Damit Aluminiumheizkörper komfortabel und effizient funktionieren, sollte die Auswahl auf einer Heizkörperberechnung basieren.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz
Fazit von Alexander Rosenkranz
Aluminiumheizkörper sind leicht und reagieren schnell auf geänderte Wärmeanforderungen. Sie kommen mit geringen Vorlauftemperaturen aus und eignen sich daher gut für Niedertemperaturheizungen wie Brennwertgeräte oder Wärmepumpen. Nachteilig sind hingegen Materialspannungen durch Aufheizen und Abkühlen, die unter Umständen auch knackende Geräusche verursachen können. Ob ein Aluheizkörper die richtige Wahl ist, kann am besten ein Heizungsbauer vor Ort herausfinden.
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